Erfahren Sie, wie Bausparen funktioniert, welche Zinsen möglich sind und unter welchen Voraussetzungen Sie ein Bauspardarlehen nutzen können!
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Ein Bausparvertrag kombiniert regelmäßiges Sparen mit der Möglichkeit, später ein Darlehen zu nutzen – meist für wohnwirtschaftliche Zwecke.
Während der Ansparphase des Bausparvertrags entstehen je nach Tarifmodell fixe oder variable Zinsen. Die typische Laufzeit beträgt sechs Jahre.
Ein Bausparvertrag bietet eine planbare Struktur mit staatlicher Förderung, ist jedoch an bestimmte Bedingungen wie Mindestlaufzeit und Mindestguthaben gebunden.
Ein Bausparvertrag – auch Bausparer genannt – ist eine vertraglich geregelte Sparform, bei der über einen festgelegten Zeitraum Geld gespart wird. Ziel ist es, später ein zinsgünstiges Bauspardarlehen nutzen zu können. Viele Nutzerinnen und Nutzer verwenden das spätere Darlehen für wohnwirtschaftliche Maßnahmen, wie zum Beispiel für folgende Projekte:
Renovierung der Wohnung
Sanierung des Badezimmers
Einbau von neuen Fenstern
Energetische Verbesserungen
Barrierefreier Umbau
Für einen Bausparer wird im Vertrag eine Vertragssumme festgelegt. Sie setzt sich aus dem angesparten Guthaben, einer staatlichen Prämie und dem möglichen Darlehen zusammen. Die Höhe der Zinsen hängt dabei vom gewählten Tarif ab und unterscheidet sich je nach Anbieter. Bausparverträge werden in Österreich ausschließlich von Bausparkassen angeboten.
Wie ein Bausparvertrag im Detail funktioniert, hängt von den Konditionen des jeweiligen Anbieters ab. Ein Bausparvertrag verläuft grundsätzlich in zwei Phasen:
In der ersten, der sogenannten Ansparphase, wird regelmäßig oder flexibel Geld eingezahlt. In vielen Fällen erfolgen die Einzahlungen monatlich, bei einigen Tarifen sind Einmalzahlungen oder abweichende Intervalle ebenfalls möglich. Diese Beträge werden verzinst und bilden zusammen mit einer staatlichen Prämie das Bausparguthaben.
In dieser Phase entscheiden Sparerinnen und Sparer nach Ablauf der vertraglichen Laufzeit sowie bei Erreichen des vereinbarten Mindestguthabens, wie sie das Geld zuteilen. Sie haben die Option, sich das angesparte Guthaben auszahlen zu lassen oder ein Bauspardarlehen zu nutzen. Voraussetzung für die Zuteilung ist neben dem Mindestguthaben eine sogenannte Bewertungszahl. Die Bewertungszahl ist ein interner Kennwert der Bausparkasse. Sie zeigt, wie bisherige Einzahlungen im Verhältnis zur vereinbarten Vertragssumme stehen.
Die Zinsen beim Bausparen richten sich nach dem gewählten Tarifmodell der Bausparkasse. Häufig beginnt ein Bausparvertrag mit einem erhöhten Startzinssatz, der für eine begrenzte Zeit gilt. Anschließend greift entweder ein fixer Zinssatz, der über die gesamte Laufzeit konstant bleibt oder eine variable Verzinsung, die sich im Verlauf ändern kann.
Der Ertrag eines Bausparvertrags hängt von mehreren Faktoren ab:
Vereinbarter Zinssatz.
Gewählte Laufzeit.
Regelmäßige Einzahlungen
Staatliche Bausparprämie als Förderung.
Diese Faktoren beeinflussen die Gesamtrendite und bestimmen, wie sich das angesparte Kapital über die Laufzeit entwickelt. Einige Bausparkassen bieten zusätzliche Vorteile wie Einmalgutschriften, beispielsweise bei digitalen Abschlüssen oder bei höheren Einzahlungsbeträgen. Laufende Kosten wie eine Kontoführungsgebühr mindern die Gesamtrendite und fallen je nach Anbieter unterschiedlich hoch aus.
In Österreich beträgt die typische Laufzeit eines Bausparvertrags sechs Jahre. Während dieser Zeit wird Kapital angespart und verzinst. Je nach Tarif sind fixe oder variable Einzahlungen möglich.
Beim Bausparen in Österreich profitieren Sparerinnen und Sparer unter bestimmten Voraussetzungen von einer staatlichen Förderung in Form der Bausparprämie. Damit die Prämie ausgezahlt wird, muss der Vertrag bis zum Ende der vereinbarten Bindungsfrist laufen. Wie hoch die Förderung ausfällt und welche Beträge möglich sind, hängt vom jeweiligen Tarif und der Einzahlung ab.
Beim Bausparen in Österreich unterstützt der Staat die Einzahlungen mit einer jährlichen Bausparprämie. Für das Jahr 2026 beträgt diese 1,50 % auf einen maximalen Sparbetrag von 1.200 € jährlich. Dadurch ergibt sich eine Förderung von bis zu 18 €, die direkt dem Bausparguthaben gutgeschrieben wird. Da es sich um eine staatliche Leistung handelt, fällt keine Kapitalertragsteuer (KESt) an.
Angenommen, eine Person möchte die staatliche Prämie beim Bausparen in Österreich vollständig nutzen und über sechs Jahre hinweg insgesamt 7.200 € einzahlen. Es besteht die Möglichkeit, die Einzahlungen monatlich, jährlich oder einmalig vorzunehmen. Die folgende Übersicht zeigt alle Möglichkeiten bei einem Zinssatz von 2,00 % p. a. und einer jährlichen Bausparprämie von 1,50 %:
100 € monatlich | 6 Jahre | 7.764 € | 564 € | 431 € |
1.200 € jährlich | 6 Jahre | 7.835 € | 635 € | 486 € |
7.200 € einmalig | 6 Jahre | 8.222 € | 1.022 € | 764 € |
Die Tabelle zeigt, dass bei gleicher Sparsumme je nach Rhythmus der Einzahlung unterschiedliche Ergebnisse möglich sind. Eine einmalige Einzahlung zu Beginn der Laufzeit bringt höhere Erträge, da das Kapital über den gesamten Zeitraum hinweg verzinst wird. Monatliche oder jährliche Einzahlungen führen hingegen zu einem gleichmäßigeren Vermögensaufbau, wobei der Zinseszinseffekt geringer ausfällt.
Mit Bausparen profitieren Sparende von Zinsen und der staatlichen Förderung. Vor Vertragsabschluss lohnt es sich, die Details eines Bausparers genau zu überprüfen. Dabei spielen unter anderem folgende Vertragsgestaltungen eine bedeutende Rolle:
Laufzeit beachten: Viele Bausparverträge haben eine Dauer von sechs Jahren, einige Modelle ermöglichen flexible Laufzeiten.
Einzahlungen realistisch planen: Ob monatlich, jährlich oder als Einmalzahlung – die Höhe und der Rhythmus der Einzahlung beeinflussen die Zinsen und die mögliche Bausparprämie.
Zinsen vergleichen: Der Zinssatz variiert je nach Tarif. Daher sollte man prüfen, ob es sich um fixe oder variable Zinsen handelt und ob ein Startzinssatz nach einer bestimmten Zeit sinkt.
Kosten berücksichtigen: Einige Bausparkassen erheben eine Kontoführungsgebühr, die besonders bei kleineren Sparbeträgen die Nettorendite schmälert.
Fördergrenzen kennen: Die staatliche Bausparprämie gilt lediglich für Einzahlungen von bis zu 1.200 € pro Jahr.
Zugang zum Bauspardarlehen prüfen: Um ein Bauspardarlehen zu nutzen, ist zusätzlich zum Mindestguthaben eine bestimmte Bewertungszahl erforderlich. Diese Kennzahl berechnet die Bausparkasse anhand der bisherigen Einzahlungen und bestimmt, wann die Zuteilung erfolgt.
Ein Bausparvertrag verbindet eine feste Ansparphase mit der Möglichkeit, später ein Bauspardarlehen zu erhalten. Für viele Sparerinnen und Sparer ist diese Kombination eine interessante Option – besonders dann, wenn langfristige Projekte wie eine Wohnraumschaffung oder Renovierung geplant sind.
Ob Bausparen in Österreich sinnvoll ist, hängt von mehreren Faktoren ab. Dazu zählen die Höhe der Zinsen, die Laufzeit des Vertrags und die staatliche Förderung in Form der Bausparprämie. Dadurch lassen sich verschiedene Vor- und Nachteile ableiten.
Ein Bausparvertrag kann für Sparerinnen und Sparer interessant sein, die langfristig planen und zusätzlich von staatlicher Unterstützung profitieren möchten. Die Kombination aus fixer Verzinsung, Bausparprämie und möglichem Darlehen bietet mehrere Vorteile:
Planbare Laufzeit und feste Struktur: Der Bausparvertrag besteht aus einer Ansparphase und einer möglichen Zuteilung, sodass Sparerinnen und Sparer frühzeitig wissen, wie der Ablauf gestaltet ist.
Staatliche Förderung: Die jährliche Bausparprämie erhöht das Bausparguthaben und verbessert dadurch die Rendite.
Flexibilität bei Einzahlungen: Je nach Tarif sind monatliche, jährliche oder einmalige Einzahlungen möglich.
Zu den Vorteilen gibt es auch Nachteile, die beim Bausparen in Österreich berücksichtigt werden sollten. Je nach Tarif und Nutzung kann ein Bausparvertrag mit Einschränkungen verbunden sein:
Niedriger Zinsertrag: Die Verzinsung eines Bausparvertrags kann, abhängig vom Marktumfeld, unter jener anderer Sparformen wie Tagesgeld oder Festgeld liegen.
Fördergrenze für Bausparprämie: Die staatliche Förderung gilt für Einzahlungen bis zu 1.200 € jährlich. Beträge darüber hinaus erhöhen das Guthaben, bringen jedoch keine zusätzliche Förderung.
Kosten durch Kontoführungsgebühren: Einige Anbieter verlangen jährliche Gebühren, die die Rendite reduzieren.
Für Sparerinnen und Sparer, die planbare Erträge oder schnelle Verfügbarkeit wünschen, bieten Festgeld und Tagesgeld geeignete Alternativen zum Bausparvertrag. Beide Sparformen unterliegen wie der Bausparvertrag der gesetzlichen Einlagensicherung bis zu 100.000 € je Person und Bank.
Festgeld bietet eine feste Verzinsung über eine selbst gewählte Laufzeit – meist zwischen 3 Monaten und 10 Jahren. Da der Zinssatz vorab feststeht, kann ein möglicher Ertrag bereits zu Beginn berechnet werden. Das Kapital bleibt während der Laufzeit gebunden und kann anschließend für vielfältige Zwecke verwendet werden.
Tagesgeld eignet sich besonders für flexible Sparziele. Sie können jederzeit Ein- und Auszahlungen vornehmen, das Kapital bleibt durchgehend verfügbar. Die Verzinsung erfolgt zu einem variablen Zinssatz und kann je nach Marktlage über den Bausparzinsen liegen.
Bei Raisin erhalten Sie derzeit Festgeldzinsen von bis zu 3,17 % p. a. und Tagesgeldzinsen von bis zu 2,01 % p. a. Sie haben die Möglichkeit, Ihr Geld bei Banken innerhalb Europas anzulegen. Die angebotenen Zinssätze können je nach Bank, Laufzeit und Marktumfeld variieren.
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