Mindesteinlage einfach erklärt

Erfahren Sie, warum Banken eine Mindesteinlage verlangen.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Definition: Die Mindesteinlage ist der Mindestbetrag, den Banken bei der Eröffnung eines Kontos vorgeben, beispielsweise bei einem Festgeld- oder Tagesgeldkonto.

  • Zweck: Eine Mindesteinlage kann dazu beitragen, Prozess- und Verwaltungskosten wirtschaftlich abzubilden und dem Institut eine planbare Anlagesumme zu ermöglichen.

  • Höhe: Die Höhe der Mindesteinlage unterscheidet sich je nach Bank und Art des Kontos. Sie reicht von wenigen Euro bis hin zu mehreren Tausend Euro.

Was ist eine Mindesteinlage?

Die Mindesteinlage ist der Betrag, den Banken für die Eröffnung bzw. als Mindestanlage für ein bestimmtes Sparprodukt verlangen. Sie wird als Einzahlung bei der Eröffnung für ein Sparbuch, Festgeldkonto und Tagesgeldkonto oder bei der Ausgabe von Sparbriefen vorgegeben und unterscheidet sich in ihrer Höhe von Bank zu Bank. Neben der Mindesteinlage legen manche Banken auch eine Maximaleinlage fest – also einen Höchstbetrag, bis zu dem Einzahlungen möglich sind.

Was passiert, wenn ich die Mindesteinlage unterschreite?

Wird die Mindesteinlage unterschritten, können sich die Konditionen ändern. Welche Folgen das konkret hat, hängt von der Bank und dem jeweiligen Produkt ab. Eine automatische Auflösung des Kontos ist eher die Ausnahme. Mögliche Konsequenzen sind:

  • Kleinere Guthaben können zu einer niedrigeren Verzinsung führen, da deren Verwaltung für die Bank teurer wird.

  • Bei manchen Banken kann die Verzinsung vom Guthaben abhängen (z. B. durch Zinsstaffeln oder Aktionsbedingungen). Welche Zinsen gelten, steht in den jeweiligen Konditionen.

  • Je nach Produkt können Verfügungen eingeschränkt sein – etwa weil Festgeld während der Laufzeit üblicherweise nicht (oder nur in Ausnahmefällen) teilweise auszahlbar ist.

Warum gibt es eine Mindesteinlage?

Die Mindesteinlage ist ein Instrument für Banken, um ihre wirtschaftliche Rentabilität zu sichern und gleichzeitig ihren Kunden attraktive Finanzprodukte anzubieten. Folgendes sind die Hauptgründe, warum eine Mindesteinlage erforderlich ist:

  • Deckung von Kosten: Die Eröffnung und Verwaltung eines Kontos verursacht Kosten, beispielsweise durch Transaktionen oder den Kundensupport. Eine Mindesteinlage sorgt dafür, dass sich diese Aufwände für die Bank rentieren.

  • Wirtschaftliche Rentabilität: Banken können lediglich mit einer definierten Geldsumme kalkulieren, um wirtschaftlich zu arbeiten und wettbewerbsfähige Zinssätze anzubieten.

  • Zugang zu Finanzprodukten: Mindesteinlagen werden von Banken häufig genutzt, um Sparprodukte wirtschaftlich und standardisiert anzubieten und Konditionen wie Zinsen an eine bestimmte Mindestanlage zu knüpfen.

Gibt es bei Raisin eine Mindesteinlage?

Unsere Partnerbanken geben für die Kontoeröffnung unterschiedliche Mindesteinlagen vor. Einige Tagesgeld- und Festgeldangebote starten bereits ab sehr kleinen Beträgen; die jeweils gültige Mindesteinlage wird beim Angebot angezeigt. 

Manche Angebote sehen zudem eine Maximaleinlage vor – teils orientiert an Schwellen wie 100.000 €. Unabhängig davon gilt: Im Rahmen der gesetzlichen Einlagensicherung sind Einlagen in der EU in der Regel bis 100.000 € abgesichert. Maßgeblich ist das gesetzliche Einlagensicherungssystem (DGS) des jeweiligen Landes, in dem die Bank ihren Sitz hat. Details zur Ausgestaltung und Abwicklung können je nach Land variieren; die Deckungsgrenze gilt typischerweise pro Person und pro Bank.

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