Sie möchten wissen, welche Faktoren den Immobilienkauf in Österreich derzeit beeinflussen? Ob die Preise in Wien, Salzburg oder Tirol Stabilisierungstendenzen zeigen oder ob sich das Warten lohnt? Dieser Überblick liefert aktuelle Daten, regionale Vergleiche und einen Marktausblick für 2026.
Der österreichische Immobilienmarkt gilt im europäischen Vergleich als stabil und wertbeständig. Während der Neubau stagniert, bleibt die Nachfrage in urbanen Zentren beständig.
Die Immobilienpreise in Österreich haben sich nach Jahren des Anstiegs zuletzt abgeschwächt (Stand: 12.2025). Maßgeblich hierfür ist das Ende der KIM-Verordnung Mitte 2025 sowie das seit Juli 2025 stabile Zinsplateau.
Expertinnen und Experten beobachten Anzeichen für eine moderate Preissteigerung ab 2026. Wer heute noch kein passendes Objekt findet, kann die Zeit für den Aufbau von Eigenkapital durch attraktive Zinsprodukte wie Festgeld und Tagesgeld nutzen.
Langfristig gilt der Immobilienmarkt in Österreich als relativ stabil. Nach einer Phase der Preisanpassung zeigt sich der Markt aktuell (Stand: 04.2026) in einer Phase der festigenden Erholung:
Struktur des Marktes: Der österreichische Immobilienmarkt ist stark regional geprägt und zeigt ein deutliches Stadt-Land-Gefälle. In den westlichen Bundesländern wie Tirol und Vorarlberg sind die Immobilienpreise seit Jahren besonders hoch, während in ländlichen Regionen im Osten das Preisniveau vergleichsweise niedriger ausfällt.
Ende der Kreditbeschränkungen: Seit dem Auslaufen der KIM-V (Kreditinstitute-Immobilienfinanzierungsmaßnahmen-Verordnung) zum 30.06.2025 haben österreichische Banken wieder mehr Spielraum bei der Kreditvergabe, was die Transaktionszahlen im ersten Quartal 2026 spürbar belebt hat.
Nach einer Korrekturphase bis Anfang 2024 zeigt der Markt Anzeichen einer Stabilisierung (Stand: 04.2026). Die Entwicklung wird unter anderem von folgenden Faktoren beeinflusst:
Preisentwicklung: Besonders in gefragten Stadtlagen mit attraktiver Lage und begrenztem Angebot stiegen die Preise für Wohnungen 2025 wieder an, während ländliche Regionen weiterhin stabil oder leicht rückläufig blieben.
Zinsumfeld: Die EZB hat nach den Senkungen 2024 den Leitzins im Bereich von 2,15 % stabilisiert (Zinspause seit Juli 2025). Dies bietet österreichischen Kreditnehmern Planungssicherheit.
Nachfrageverschiebung: Während Eigentum wieder stärker nachgefragt wird, bleibt der Mietmarkt ebenfalls relevant. Viele Interessierte entscheiden sich aufgrund hoher Einstiegskosten weiterhin für das Mieten von Wohnungen, besonders in urbanen Regionen.
Die Entwicklung ist in Österreich extrem fragmentiert. Wer den Markt verstehen möchte, sollte auf die Bundesländer blicken:
Die Hochpreisregionen (Westen & Wien): Tirol (Innsbruck-Land, Kitzbühel) und Vorarlberg führen das Preisranking an. Hier sind m²-Preise im Neubau oft nur noch für einkommensstarke Investorinnen und Investoren erschwinglich. Auch Wien bleibt, getrieben durch den Zuzug, preisstabil auf hohem Niveau.
Die stabilen Zentren: Graz und Linz können oft eine bessere Renditeerwartung für Anlegerinnen und Anleger bieten, da die Einstiegspreise im Vergleich zu Wien moderater ausfallen, die Mieten jedoch stabil bleiben.
Wirtschaftliche, soziale und politische Faktoren bestimmen die Immobilienpreisentwicklung in Österreich. Neben dem Zinsniveau wirken sich Baukosten, die Lagequalität sowie gesetzliche Rahmenbedingungen ebenfalls auf das Preisgefüge aus:
Zinsen und Finanzierung: Die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank beeinflusst die Nachfrage. Steigende Zinsen führen zu höheren Finanzierungskosten und können die Nachfrage dämpfen. Die aktuellsten Zinssenkungen erleichtern den Zugang zu Krediten und fördern wieder vermehrte Investitionen in Wohnimmobilien.
Inflation und Kaufkraft: Die Inflation schmälert die reale Kaufkraft potenzieller Käuferinnen und Käufer. Gleichzeitig kann die Erwartung künftiger Wertsteigerungen Immobilien als Sachwert attraktiver machen – insbesondere in wirtschaftlich unsicheren Zeiten.
Baukosten und Energiepreise: Steigende Kosten für Baumaterialien und Energie führen zu höheren Herstellungskosten bei Neubauten. Diese Entwicklung wirkt sich direkt auf die Immobilienpreise aus, insbesondere bei neuen Wohnprojekten.
Demografische Entwicklung: Der Trend zur Urbanisierung, kleinere Haushalte und der steigende Bedarf an Einpersonenhaushalten erhöhen die Nachfrage nach Wohnraum in Städten. In Kombination mit begrenztem Angebot führt das in vielen Regionen zu einem anhaltenden Preisdruck.
Gesetzliche Vorgaben und Klimaziele: Vorschriften zu Energieeffizienz und Klimaschutz beeinflussen Neubauten und Sanierungen. Diese Anforderungen können die Kosten erhöhen, wirken jedoch ebenfalls als Qualitätsmerkmal bei modernen und nachhaltigen Immobilien.
Ein wesentlicher Faktor für den Immobilienkauf hat sich grundlegend geändert:
Status der KIM-Verordnung: Die strengen gesetzlichen Schwellenwerte (20 % Eigenkapital, 40 % Schuldendienstquote) sind seit Mitte 2025 nicht mehr rechtlich bindend. Die FMA (Finanzmarktaufsicht) setzt nun auf weniger restriktive Leitlinien, was den Zugang zu Wohnbaukrediten für junge Familien in Österreich erleichtert. Dennoch bleibt eine solide Eigenkapitalbasis der Schlüssel zu Top-Konditionen.
Das Zinsniveau spielt eine Rolle für die Leistbarkeit von Immobilien und beeinflusst direkt die Nachfrage nach Finanzierungen. Nach deutlichen Zinserhöhungen in den Jahren 2022 und 2023 ist 2025 eine Entspannung spürbar, was sich positiv auf den Immobilienkauf auswirkt:
Zinsentwicklung: Die Hypothekenzinsen in Österreich haben sich 2025 nach den Höchstständen der Vorjahre wieder auf einem moderateren Niveau eingependelt. Fixzinsbindungen und variable Kredite sind spürbar günstiger geworden, was die Finanzierung erleichtert.
Auswirkungen auf die Finanzierung: Günstigere Zinsen erhöhen die Leistbarkeit von Wohneigentum. In Verbindung mit stabilisierten Immobilienpreisen und steigenden Reallöhnen wird der Kauf von Immobilien wieder für mehr Haushalte interessant.
Staatliche Unterstützung: In mehreren Bundesländern wie Niederösterreich, Oberösterreich oder Kärnten werden Wohnbaukredite durch Zinszuschüsse gefördert. Diese Maßnahmen erleichtern insbesondere jungen Familien oder Haushalten mit mittlerem Einkommen den Einstieg.
Finanzierungsmodelle: Die Baufinanzierung erfolgt häufig über eine Kombination aus Hypothekarkredit und Bauspardarlehen. Fixzinsen bieten Planungssicherheit, während variable Modelle unter Umständen niedrigere Anfangsbelastungen ermöglichen.
Nach Jahren mit teils rückläufiger oder stagnierender Preisentwicklung gehen viele Marktbeobachterinnen und Marktbeobachter davon aus, dass sich die Immobilienpreise in Österreich ab 2026 wieder nach oben bewegen könnten. Die erwartete Entwicklung basiert auf einem Mix aus wirtschaftlicher Erholung, anhaltender Nachfrage und rückläufigem Neubauvolumen:
Prognose für 2026: Expertinnen und Experten rechnen mit einem moderaten bis beschleunigten Preisanstieg ab dem Jahr 2026. Vor allem in städtischen Regionen mit hohem Nachfrageüberhang könnten die Preise wieder stärker anziehen.
Wohnraummangel durch rückläufigen Neubau: Aufgrund der hohen Baukosten (Infina Baukostenindex auf Rekordniveau) wurden 2024/25 weniger Projekte gestartet. Dieser "Fertigstellungs-Gap" führt 2026 zu einem Verkäufermarkt.
Nachfrageentwicklung: Besonders in Ballungsräumen wie Wien, Salzburg, Graz und Innsbruck bleibt das Interesse an Wohneigentum hoch. Neben privaten Haushalten treten zunehmend institutionelle Investoren in den Markt ein.
Wenn die passende Immobilie noch nicht gefunden ist oder das Eigenkapital für die gewünschte Finanzierung noch gestärkt werden soll, bieten Tages- und Festgelder im aktuellen Zinsumfeld von 2026 eine attraktive Zwischenlösung für österreichische Sparerinnen und Sparer.
Tagesgeld eignet sich für kurzfristige Geldanlagen aufgrund täglicher Verfügbarkeit. Wenn Kapital für einen Immobilienkauf angespart wird, ist es trotzdem sinnvoll, einen gewissen Betrag als Notgroschen jederzeit verfügbar zu halten. Tagesgeld kann dabei helfen, kurzfristige Ausgaben oder unvorhergesehene Ereignisse finanziell abzufedern.
Tagesgeld unterliegt der EU-weit harmonisierten Einlagensicherung und ist bis zu 100.000 € je Person und Bank abgesichert. Derzeit liegt der höchste Zinssatz für Tagesgeld bei Raisin bei 2,01 % p. a.
Festgeld bietet eine feste Laufzeit und einen festen Zinssatz. Es kann sich für alle eignen, die gezielt Eigenkapital für den Immobilienkauf ansparen und vorhandenes Vermögen risikoarm anlegen möchten.
Einlagen sind bis zu 100.000 € je Person und Bank durch die EU-weit harmonisierte Einlagensicherung abgesichert. Bei Raisin liegt der höchste Zinssatz für Festgeld derzeit bei 3,17 % p. a.
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