Zahlen, Ursachen & Auswirkungen – Alle aktuellen Infos zur Teuerung im Überblick.

Inflation beschreibt den allgemeinen Anstieg der Preise für Güter und Dienstleistungen. Dadurch sinkt die Kaufkraft des Geldes.
Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt eine Inflationsrate von 2,00 % an. Aktuell liegt sie in Österreich bei im .
Energiepreise, Löhne und Geldpolitik wirken direkt auf die Preisentwicklung.
Die aktuelle Inflationsrate in Österreich beträgt 3,60 %im September 2026.
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September 2026 | 3,60 % |
August 2026 | 3,20 % |
Juli 2026 | 2,70 % |
Juni 2026 | 3,20 % |
Mai 2026 | 3,70 % |
April 2026 | 3,30 % |
März 2026 | 3,10 % |
Februar 2026 | 2,20 % |
Jänner 2026 | 2,00 % |
Dezember 2025 | 3,80 % |
November 2025 | 4,10 % |
Oktober 2025 | 4,00 % |
Nach den jüngsten Herbstprognosen (Stand: Oktober 2026) verharrt die Teuerung in Österreich hartnäckiger als zunächst angenommen. Für das Jahr 2026 rechnet das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) mit 3,3 % und das Institut für Höhere Studien (IHS) mit 3,1 % Inflation. Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) geht in ihrer Interimsprognose von rund 3,0 % aus.
Eine spürbare Entspannung in Richtung des EZB-Zielwerts von 2,0 % erwarten die Experten erst im kommenden Jahr. Für 2027 prognostiziert die OeNB einen Rückgang der heimischen Inflation auf 2,3 %, womit sich Österreich dem durchschnittlichen Niveau des Euroraums wieder annähern dürfte. Das WIFO und das IHS stützen diese Einschätzung in ihren Herbstprognosen und sehen die Teuerung 2027 ebenfalls rückläufig.
Wie sich die tatsächliche Preisdynamik festsetzt, hängt vor allem von folgenden Faktoren ab:
Hinweis: Prognosen beruhen auf Annahmen und können von der tatsächlichen Entwicklung abweichen.
In den 1970er-Jahren kam es zu starken Preisschüben infolge der Ölkrise. Zwischen 1990 und 2010 verlief die Preisentwicklung vergleichsweise moderat, bevor globale Ereignisse wie die Finanzkrise 2008 oder Lieferkettenstörungen und geopolitische Entwicklungen ab 2020 zu deutlicheren Ausschlägen führten.
Die Inflation kann verschiedene Ursachen haben. Grundsätzlich entsteht sie, wenn die Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen das Angebot übersteigt oder wenn sich Produktionskosten erhöhen. Zu den gängigsten Ursachen zählen:
Das vorrangige Ziel der EZB besteht darin, die Preisstabilität im Euroraum zu gewährleisten. Durch stabile Preise trägt sie indirekt zu nachhaltigem Wirtschaftswachstum bei. Um dieses Ziel zu erreichen, strebt die EZB mittelfristig eine Inflationsrate von etwa 2,00 % an, die über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten werden soll. Dabei setzt sie die Leitzinsen fest, beeinflusst die Kreditvergabe der Banken und reguliert die Geldmenge im Umlauf.
Erhöht die EZB beispielsweise die Leitzinsen, wird Geld teurer und die Nachfrage sinkt, was die Inflation dämpfen kann. Senkt sie die Zinsen oder kauft Anleihen, wird mehr Geld in die Wirtschaft geleitet, was die Inflation anregen kann. Die Entscheidungen der EZB haben daher direkten Einfluss darauf, wie sich Preise im Euroraum entwickeln.
Lange Zeit verharreten die EZB-Leitzinsen auf einem Niveau von nahezu 0,00 %, um die wirtschaftliche Entwicklung im Euroraum zu stützen. Mit dem rasanten Anstieg der Inflation ab 2021 änderte sich der geldpolitische Kurs jedoch drastisch: Im Sommer 2022 sah sich die EZB gezwungen, eine historische Zinswende einzuleiten. Im Juli 2022 beschloss die Notenbank die erste Zinserhöhung seit elf Jahren, gefolgt von einer beispiellosen Serie weiterer Anhebungen, um der überdurchschnittlich hohen Teuerungsrate entgegenzuwirken.
In der Folge war größtenteils ein deutlicher Rückgang der Inflation zu verzeichnen, was der EZB zwischenzeitlich Raum für Zinssenkungen und eine längere Zinspause gab. Wie sensibel das Zusammenspiel zwischen Zinspolitik und Teuerungsrate bleibt, zeigt sich jedoch aktuell: Weil die Inflation im Euroraum – getrieben durch neue geopolitische Spannungen und Energiepreisrisiken – im Juni 2026 wieder auf 3,20 % angestiegen ist, hat die EZB die Leitzinsen (Zinsbeschluss vom 11. Juni 2026) erstmals wieder leicht angehoben. Damit bleibt abzuwarten, wie restriktiv die Notenbank im weiteren Jahresverlauf agieren muss, um das langfristige Stabilitätsziel von 2,00 % nachhaltig zu sichern.
Die Auswirkungen der Inflation sind vielfältig und beeinflussen verschiedene Aspekte des täglichen Lebens.
Beispielhafte Kaufkraftentwicklung:
Eine Person besitzt 1.500 € auf dem Bankkonto, die unverzinst sind. Bei einer konstanten Inflationsrate von 2,00 % entspricht die Kaufkraft etwa:
Hinweis: Dieses Beispiel dient zur Veranschaulichung und stellt keine Prognose dar.
Eine Analyse der VPI-Entwicklung in Österreich von 2015 bis 2024 verdeutlicht, dass die Inflation alle Lebensbereiche unterschiedlich stark betrifft. Beispielsweise steigen die Preise für Energie oder Lebensmittel oft stärker als jene für langlebige Konsumgüter. Das Basisjahr (zum Beispiel 2015 bei einem VPI-Index von 100) dient dabei als Vergleichspunkt. Ein Anstieg des Index auf 130 bedeutet, dass die betrachteten Preise im Durchschnitt um 30,00 % gestiegen sind.
In der Statistik wird deutlich, dass im dargestellten Zeitraum die Preise für alkoholische Getränke und Tabak besonders stark gestiegen sind, gefolgt von Nahrungsmitteln sowie Wohnkosten (einschließlich Energie und Wasser). Diese Bereiche verzeichneten einen Preisanstieg von 30,00 % bis 60,00 %. Im Gegensatz dazu sind die Preise für Telekommunikation seit 2015 deutlich gefallen. Zudem haben sich Bekleidung, Bildung oder Freizeit preislich moderat verändert. Insgesamt liegt der VPI 2024 bei etwa 125 bis 130 Punkten, was einem durchschnittlichen jährlichen Preisanstieg von rund 2,50 % bis 3,00 % entspricht.
Diese Zahlen zeigen, wie unterschiedlich sich die Inflation auf einzelne Lebensbereiche auswirkt. Während einige Produkte und Dienstleistungen kaum teurer oder sogar günstiger werden, betrifft die Teuerung besonders stark Güter, die zur täglichen Grundversorgung zählen, darunter Wohnen und Lebensmittel. Für Verbraucherinnen und Verbraucher bedeutet das: Selbst bei stabiler Einkommenslage verteuert sich der Alltag spürbar, was langfristig erhebliche Auswirkungen auf Sparziele, Lebenshaltungskosten und die finanzielle Freiheit haben kann.
Inflation wirkt sich auf die reale Kaufkraft von Ersparnissen aus. Wer die Auswirkungen besser einordnen möchte, kann verschiedene Spar- und Anlageformen miteinander vergleichen – abhängig von:


Tagesgeldkonten zeichnen sich durch eine hohe Flexibilität aus, da das Geld jederzeit verfügbar ist. Das macht sie ideal für einen Notgroschen oder kurzfristige finanzielle Reserven. Zusätzlich bieten Tagesgeldkonten in der Regel eine höhere Verzinsung als traditionelle Sparbücher, was dazu beiträgt, die Minderung des Geldwerts durch die Inflation zu verringern.
Festgeldkonten bieten eine feste Verzinsung über einen vereinbarten Zeitraum, der in der Regel von einigen Monaten bis zu mehreren Jahren reicht. Festgeldkonten bieten oft höhere Zinssätze und stellen eine attraktive Ergänzung zu Tagesgeld dar. Bei einer Anlage in Festgeld ist zu beachten, dass das Geld für einen festgelegten Zeitraum planbar gebunden bleibt.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, in Wertpapiere wie Aktien oder Anleihen zu veranlagen. Langfristige Investitionen können dabei helfen, die Inflation auszugleichen. Die Höhe der Renditen ist jedoch nicht garantiert, da bei einer Veranlagung stets die Risiken zu beachten sind (beispielsweise Kursschwankungen). Vor einer Entscheidung ist es daher von Vorteil, seine finanzielle Situation sorgfältig zu prüfen.
Raisin bietet Ihnen Zugang zu Fest- und Tagesgeldangeboten europäischer Partnerbanken, oft mit Zinssätzen, die über dem österreichischen Durchschnitt liegen. Alle Spareinlagenunterliegen der gesetzlichen Einlagensicherung des jeweiligen Landes. Diese sichert Geldeinlagen bis zu einer Anlagesumme von 100.000 € pro Person und Bank ab.
Bei Raisin erhalten Sie derzeit Festgeldzinsen von bis zu 4,25 % p. a. und Tagesgeldzinsen von bis zu 2,45 % p. a. Mit unserer Ein-Konto-Lösung erhalten Sie die Möglichkeit, Ihr Geld bei verschiedenen europäischen Tages- und Festgeldern gleichzeitig anzulegen.
Der Begriff Inflation leitet sich vom lateinischen Wort „inflare“ ab, was „aufblähen“ bedeutet. Er bezeichnet den Anstieg des allgemeinen Preisniveaus sowie die damit verbundene Verringerung der Kaufkraft. Steigen die Preise, kann man für denselben Betrag weniger Waren oder Dienstleistungen erwerben. Diese Entwicklung wird auch als Geldentwertung bezeichnet.
Die aktuelle Inflationsrate in Österreich beträgt 3,60 % im September 2026.
Die Inflationsrate zeigt an, wie stark sich die Verbraucherpreise innerhalb eines bestimmten Zeitraums (meist eines Jahres) verändert haben. Grundlage dafür ist der Verbraucherpreisindex (VPI) der Statistik Austria. Dieser bildet die Preisentwicklung eines typischen Warenkorbs und die Ausgaben der privaten Haushalte ab. Ungefähr 750 Waren und Dienstleistungen werden in diesem Warenkorb abgebildet. Dazu gehören unter anderem Nahrungsmittel, Bekleidung und Brennstoffe.
Für die Berechnung wird verglichen, wie teuer der gesamte Warenkorb heute im Vergleich zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres ist. Die prozentuale Veränderung ergibt die Inflationsrate:
Inflationsrate = (VIP im aktuellen Zeitraum−VPI im Vorjahreszeitraum / VPI im Vorjahreszeitraum) * 100
Auf EU-Ebene wird die Inflation durch den Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) erfasst. Der HVPI basiert auf einem Warenkorb von etwa 700 verschiedenen Gütern. Er stellt die Preisentwicklung in allen EU-Ländern einheitlich dar, um eine vergleichbare Inflationsrate im Euroraum zu berechnen.
Um den schleichenden Kaufkraftverlust zu stoppen, sollten Ersparnisse nicht unverzinst auf dem Girokonto verbleiben. Mit Tagesgeld sichern Sie sich planbare Zinsen bei täglicher Verfügbarkeit – ideal für den kurzfristigen Notgroschen. Für längerfristig planbare Rücklagen bietet Festgeld durch garantierte, meist deutlich höhere Zinsen über feste Laufzeiten einen wirksamen Schutz vor der Geldentwertung.
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