Kinderkonto: Ein Konto für Kinder und Jugendliche

Der erste Schritt für junge Sparerinnen und Sparer, den Umgang mit Geld zu lernen

Das Wichtigste in Kürze

  • Kinderkonto: Mit einem Kinderkonto erlernen Kinder den Umgang mit Geldautomaten und Karten. Meist handelt es sich um ein Girokonto auf Guthabenbasis, über das Taschengeld oder Geldgeschenke verwaltet werden.

  • Funktionsweise: Eltern eröffnen ein Kinderkonto auf den Namen ihres minderjährigen Kindes. Je nach Alter kommen Funktionen wie Karte, Bargeldabhebungen, Überweisungen oder Onlinebanking hinzu. Eltern behalten bis zur Volljährigkeit die Aufsicht.

  • Sparen und Investieren: Für langfristiges Sparen eignen sich Alternativen wie Sparkonten, Tages- oder Festgeld sowie ein Kinderdepot. Diese Geldanlagen dienen dem Vermögensaufbau und nicht dem Zahlungsverkehr.

Was ist ein Kinderkonto?

Ein Kinderkonto ist ein Bankkonto für Minderjährige, das Eltern oder andere Erziehungsberechtigte auf den Namen des Kindes eröffnen. In der Praxis handelt es sich meist um ein Girokonto auf Guthabenbasis. 

Mit einem Kinderkonto machen Kinder, abhängig vom Alter, die ersten Schritte im Zahlungsverkehr: Sie nutzen das Konto, um Taschengeld zu verwalten, Geld abzuheben oder kleinere Zahlungen zu tätigen. Banken statten Kinderkonten schrittweise mit Funktionen wie Karten oder Onlinebanking aus. Eltern führen und überwachen das Konto bis zur Volljährigkeit. Sie entscheiden, welche Funktionen das Kind nutzt, und begleiten den Umgang mit Geld und Bankdienstleistungen.

Ab welchem Alter können Sie ein Kinderkonto für Ihren Nachwuchs eröffnen?

Sie können ein Kinderkonto bei vielen Banken kostenlos ab der Geburt des Kindes eröffnen. Bis zur Volljährigkeit benötigen Kinder für die Kontoeröffnung und für Änderungen am Vertrag stets die Zustimmung der Eltern oder gesetzlichen Vertreter. Welche Funktionen ein Kinderkonto bietet, richtet sich nach dem Alter des Kindes:

  • Geburt bis sechs Jahre: Eltern richten im Zuge einer Kontoeröffnung ein Kinderkonto in Form eines Girokontos ein, um Geldgeschenke und Taschengeld langfristig anzulegen. Der selbstständige Zugriff des Kindes auf das Geld bleibt in dieser Phase aus.

  • Ab sieben Jahren: Kinder gelten in diesem Alter als beschränkt geschäftsfähig, das heißt, das Kind hat nun eingeschränkten Zugriff auf das Kinderkonto. Überweisungen oder Abhebungen am Geldautomaten erfolgen in diesem Alter stets mit Zustimmung der Eltern.

  • Ab ca. zwölf Jahren: Viele Banken erweitern Kinder- oder Jugendkonten um Funktionen wie Debit- oder Girokarten und (teilweise) Onlinebanking/Apps. Umfang und Limits unterscheiden sich je nach Anbieter.

  • Ab 18 Jahren: Mit der Volljährigkeit sind junge Erwachsene voll geschäftsfähig. Sie führen ihr Konto eigenständig oder eröffnen neue Konten, ohne Zustimmung der Eltern. Bei Kinderkonten erhält der Nachwuchs in der Regel ab Volljährigkeit die alleinige Verfügungsgewalt über das Guthaben.

Gut zu wissen: Ob und in welchem Alter Kinder und Jugendliche eine Zahlungskarte erhalten, hängt von der jeweiligen Bank ab. Häufig handelt es sich um Girokarten (Belastung direkt vom Konto) oder um Prepaid-Karten (Nutzung nur im Rahmen eines zuvor aufgeladenen Guthabens). Für entsprechende Verträge benötigen Minderjährige immer die Zustimmung der Eltern.

Wie funktioniert ein Kinderkonto?

Ein Kinderkonto funktioniert ähnlich wie ein Girokonto für Erwachsene, allerdings mit Einschränkungen. Die Bank führt das Konto auf Guthabenbasis. Im Alltag funktioniert das Kinderkonto folgendermaßen:

Guthabenbasis: Das Konto erlaubt keine Überziehung. Kinder geben nur Geld aus, das tatsächlich vorhanden ist. So lernen sie früh, Einnahmen und Ausgaben zu überblicken.

Karten und Bargeld: Viele Banken stellen Debit- oder Girokarten zur Verfügung. Kinder bezahlen damit im Geschäft oder heben Bargeld ab. Eltern legen fest, ab welchem Alter und in welchem Umfang das möglich ist.

Überweisungen und Onlinebanking: Jüngere Kinder nutzen Überweisungen nur mit Zustimmung der Eltern. Mit zunehmendem Alter erweitern Banken die Funktionen, etwa durch Onlinebanking oder Apps.

Kontrolle durch Eltern: Je nach Bank können Eltern als gesetzlicher Vertreter Zugriff auf die Kontoverwaltung erhalten, zum Beispiel Umsätze einsehen, Limits setzen oder Benachrichtigungen aktivieren. Welche Einsicht besteht, unterscheidet sich je nach Anbieter und Kontomodell.

Wem gehört das Geld auf einem Kinderkonto?

Das Geld auf einem Kinderkonto gehört rechtlich dem Kind. Eltern oder Erziehungsberechtigte verwalten das Konto während der Minderjährigkeit und sind dazu verpflichtet, das Guthaben lediglich im Sinne des Kindes einzusetzen. Die Regelungen im Überblick:

  • Eigentum am Guthaben: Das Geld auf einem Kinderkonto zählt rechtlich vollständig zum Vermögen des Kindes. Ein Anrecht auf das Guthaben für die Kontoverwalter bleibt aus.

  • Verwaltung durch Eltern: Solange das Kind minderjährig ist, führen die Eltern oder eine gesetzliche Vertreterin beziehungsweise ein gesetzlicher Vertreter das Konto.

  • Verwendung des Guthabens: Eltern haben kein Recht dazu, das Guthaben vom Kinderkonto für persönliche Zwecke zu verwenden. Falls sie Geld entnehmen, ist vorgesehen, dass die Ausgaben nachweislich dem Kind zugutekommen. In Ausnahmefällen, etwa wenn der Unterhalt aus dem Einkommen der Eltern ungesichert ist, kann eine Entnahme zulässig sein.

  • Volljährigkeit: Mit 18 Jahren ist das Kind voll geschäftsfähig und verfügt eigenständig über das gesamte Guthaben. Eltern verlieren ab diesem Zeitpunkt automatisch die Verfügungsberechtigung.

Worauf sollten Eltern bei einem Kinderkonto achten?

Achten Sie bei der Auswahl eines Kinderkontos darauf, dass es zu den Bedürfnissen Ihres Kindes passt und altersgerechte Funktionen bietet. Funktionen, die Sie bei der Wahl des Kinderkontos berücksichtigen können, sind:

  • Kosten und Gebühren: Viele Kinderkonten sind kostenlos und werden ohne Grundgebühr angeboten. Überprüfen Sie dennoch, ob für Leistungen wie Überweisungen, Karten oder Bargeldabhebungen zusätzliche Kosten entstehen.

  • Altersgerechte Funktionen: Achten Sie darauf, dass das Kinderkonto mit den Bedürfnissen Ihres Kindes mitwächst. Jüngere Kinder nutzen das Kinderkonto in erster Linie zum Sparen, während Jugendliche über den Umgang mit Karten, Geldautomaten und Onlinebanking mithilfe eines Kinderkontos erste Erfahrungen mit Bankgeschäften sammeln.

  • Bargeldversorgung: Prüfen Sie, wie leicht Ihr Kind Geld abheben kann. Filialbanken verfügen über ein großes Netz an Geldautomaten, während Direktbanken Abhebungen häufig lediglich über Debitkarten im Visa- oder Mastercard-Netzwerk ermöglichen.

  • Bargeldeinzahlungen: Überlegen Sie, wie Ihr Kind Taschengeld oder Geldgeschenke einzahlt. Bei Direktbanken ist dies oft umständlich, während Filialbanken eine schnelle Einzahlung in der Filiale anbieten.

  • Digitale Nutzung: Eine Banking-App erleichtert den Einstieg in Onlinebanking und digitale Zahlungen. Begleiten Sie Ihr Kind bei den ersten Schritten und zeigen Sie, wie der sichere Umgang mit einer App funktioniert.

  • Guthabenbasis: Achten Sie darauf, dass die Bank das Kinderkonto auf Guthabenbasis führt. Überweisungen oder Abhebungen erfolgen auf diese Weise lediglich, wenn Guthaben vorhanden ist. So sammeln Kinder Erfahrungen im verantwortungsvollen Umgang mit Geld.

  • Konditionen bei Volljährigkeit: Informieren Sie sich frühzeitig, wie sich die Konditionen ändern, sobald Ihr Kind volljährig wird. Manche Banken wandeln das Kinderkonto in ein kostenpflichtiges Modell um, andere bieten spezielle Studentenkonten an.

  • Zustimmung der Eltern: Entscheiden Sie sich beim Kinderkonto für die Kontoeröffnung eines Girokontos, ist in der Regel die Zustimmung beider Elternteile erforderlich. Hat ein Elternteil das alleinige Sorgerecht oder wurde ihm die Entscheidung durch ein Familiengericht übertragen, genügt dessen Zustimmung.

  • Bankbeziehung: Wenn das Kinderkonto bei derselben Bank geführt wird wie Ihr eigenes Konto, profitieren Sie von Vorteilen bei der Eröffnung und unterstützen Ihr Kind leichter beim Onlinebanking.

  • Zinsen und Ertrag: Vergleichen Sie, welche Zinsen das Kinderkonto bietet. Girokonten bieten meist lediglich geringe Zinsen.

  • Vergleich: Ein Vergleich der Angebote mehrerer Banken hilft Ihnen dabei, ein Konto zu finden, das zu den Bedürfnissen Ihres Kindes passt.

Melden Sie sich kostenlos an und bleiben Sie bestens informiert! Erhalten Sie regelmäßig exklusive Angebote und fundierte Finanznews, um Ihre Geldanlage noch erfolgreicher zu gestalten. 

Das erwartet Sie: 

  • Exklusive Zinsangebote: Attraktive Zinsen aus Europa 
  • Renditeorientierte Kapitalmarktanlage: Expertenwissen mit der auf ETFs basierten Vermögensverwaltung
  • Aktuelle Finanznews: Stets einen Schritt voraus mit den neuesten Markttrends

Starten Sie jetzt und machen Sie mehr aus Ihrem Geld!

Bei uns bleiben Sie stets informiert. Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie die neusten Informationen rund um die Geldanlage direkt in Ihr Postfach. Wöchentlich auf dem Laufenden bleiben und eine Abmeldung ist jederzeit möglich.

Schritt für Schritt: Wie eröffnen Eltern ein Kinderkonto?

Ein Kinderkonto eröffnen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind direkt bei einer Bank oder je nach Anbieter online. Damit die Kontoeröffnung reibungslos abläuft, sind bestimmte Unterlagen von Ihnen als Elternteil und vom Kind erforderlich. Die Schritte im Überblick:

  1. Bank auswählen: Vergleichen Sie Angebote von Filialbanken und Direktbanken. Prüfen Sie dabei Konditionen wie Gebühren, Kartenleistungen, Bargeldversorgung und Zinsen.

  2. Termin vereinbaren oder online eröffnen: Bei Filialbanken erfolgt die Kontoeröffnung in der Regel vor Ort nach Terminvereinbarung. Einige Direktbanken ermöglichen eine Online-Eröffnung.

  3. Unterlagen des Kindes bereithalten: Dazu gehören in der Regel die Geburtsurkunde, ein gültiger Ausweis oder Reisepass (falls vorhanden), ein Wohnortnachweis sowie die Steuer-Identifikationsnummer.

  4. Unterlagen der Eltern vorlegen: Eltern oder gesetzliche Vertreterinnen beziehungsweise gesetzliche Vertreter weisen sich mit Personalausweis oder Reisepass aus und legen ebenfalls Wohnortnachweis und Steuer-Identifikationsnummer vor.

  5. Konto eröffnen: Sie richten das Kinderkonto auf den Namen des Kindes ein.

Welche Alternativen gibt es zum Kinderkonto?

Ein Kinderkonto ist eine Möglichkeit, Finanzen für den Nachwuchs zu organisieren. Je nach Ziel können Eltern und Verwandte alternative Spar- und Anlageformen wählen. Während Girokonten dazu dienen, dass Kinder Zahlungen, Überweisungen oder den Umgang mit Karten erlernen, eignen sich andere Varianten mehr zum langfristigen Sparen. Zu den Alternativen, die Sie in Betracht ziehen können, gehören:

Sparkonto oder Sparbuch

Ein klassisches Sparkonto oder Sparbuch eignet sich besonders für jüngere Kinder. Eltern oder Großeltern zahlen Geld ein, während der direkte Zugriff für das Kind ausbleibt. So entsteht über die Jahre ein finanzieller Grundstock, den das Kind später für größere Ausgaben wie einen Führerschein oder eine Ausbildung nutzen kann. Die Verzinsung fällt oft viel geringer aus als bei Tagesgeld- oder Festgeldkonten.

Tagesgeld und Festgeld

Tagesgeldkonten bieten eine flexible Möglichkeit, Geld für Kinder zurückzulegen. Ein- und Auszahlungen bleiben jederzeit möglich und die Bank verzinst das Guthaben variabel. Mit Tagesgeldkonten von Raisin erhalten Sie derzeit Zinsen bis zu 2,06 % p. a. Alternativ haben Eltern die Möglichkeit, sich für einen Tagesgeld-Sparplan zu entscheiden, in den sie monatlich oder jährlich einen bestimmten Betrag einzahlen. Diese Variante eignet sich für regelmäßige Einzahlungen von Taschengeld oder Geldgeschenken.

Möchten Sie einen größeren Betrag über mehrere Jahre fest anlegen, eignet sich Festgeld zum Vermögensaufbau für das Kind. Dabei legen Sie einen bestimmten Betrag für eine feste Laufzeit zu einem planbaren Zinssatz an. Festgeldkonten sind weniger flexibel als Tagesgeldkonten, dafür erzielen Sie mit dieser Geldanlage in der Regel höhere Zinsen auf die Einlagen. Aktuell erhalten Sie mit Raisin bis zu 3,25 % Zinsen p. a. für Festgeld. 

Sicherheit für Ihre Geldanlagen bei Raisin: Die gesetzliche Einlagensicherung des jeweiligen Landes sichert Ihre Spareinlagen bis zu 100.000 € pro Kunde und Bank ab.

Kinderdepot

Für den langfristigen Vermögensaufbau kommen zudem ETFs infrage. Ein ETF (Exchange Traded Fund) ist ein börsengehandelter Fonds, der die Wertentwicklung eines Index nachbildet und eine breite Streuung über mehrere Wertpapiere gleichzeitig ermöglicht.

Raisin DE Fröhliches Kind sitzt im Wohnzimmer und reißt begeistert Geschenkpapier von einem Präsent

Das bekommen Sie mit dem Kinderdepot

  • Bis zu 7,8 % p.a. Zielrendite
    Ihr Geld fließt in ein global diversifiziertes ETF-Portfolio, das von unseren Anlageexperten zusammengestellt wurde. Keine Sparbuch-Zinsen, sondern echtes Renditepotenzial – über Jahre hinweg.
  • Ein System, dass sich um alles kümmert
    Rebalancing, Steueroptimierung, Portfolio-Pflege – läuft automatisch im Hintergrund. Sie richten das Depot einmal ein. Den Rest übernehmen wir.
  • Sparpläne ab 25 €/Monat
    Schon kleine Beträge wachsen über 18 Jahre zu einem echten finanziellen Vorsprung für Ihr Kind.

Bevorzugen Sie ein professionell verwaltetes ETF-Portfolio, können Sie das Raisin-Kinderdepot von Raisin nutzen. Wie ein Juniordepot funktioniert, welche steuerlichen Vorteile es bietet und was es zu beachten gibt, erfahren Sie in unserem ausführlichen Kinderdepot-Ratgeber.

Jetzt registrieren

Risikohinweis: Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Alle ausführlichen Informationen können Sie unter Risikohinweise nachlesen.