Der „Raisin Geldbeutel-Index“ 2026 misst finanzielle Zuversicht in 11 Ländern. Deutschland belegt Platz 2 trotz hoher Lebenshaltungskosten.

Willkommen zum ersten „Raisin Geldbeutel-Index“ („Money Confidence Index“). Unsere Vision als globale Plattform ist es, einfaches Sparen und Investieren ohne Hürden anzubieten. Wir sind davon überzeugt, dass finanzielles Wohlbefinden mehr ist als nur ein Kontostand.
Die Welt erlebt eine Phase wirtschaftlicher Unsicherheit. Schwankende Zinsen und hohe Lebenshaltungskosten setzen Haushalte in Europa und den USA unter Druck. Sie müssen sich an eine „neue Normalität“ anpassen. Der „Raisin Geldbeutel-Index“ soll als verlässliches Barometer dafür dienen, wie zuversichtlich oder gestresst die Menschen in Bezug auf ihre Finanzen sind.
Wir möchten Klarheit für Verbraucherinnen und Verbraucher schaffen und gleichzeitig ein Signal an die Politik senden. Unsere Mission bei Raisin ist unverändert: Jeden und jede dabei zu unterstützen, die finanzielle Zukunft zu gestalten und das Beste aus dem eigenen Geld zu machen.

Der „Raisin Geldbeutel-Index“ basiert auf einer Skala von 0 bis 100 Punkten und zeigt, wie stark die finanzielle Zuversicht von Land zu Land variiert.
Deutschland im Ranking: Deutschland zählt zu den Spitzenreitern und belegt mit 49,7 Punkten den zweiten Platz. Diese Resilienz wurzelt in einer stark ausgeprägten Sparkultur. 70 % der deutschen Befragten priorisieren den Aufbau eines Notgroschens vor fast allen anderen finanziellen Zielen, obwohl die Lebenshaltungskosten für 74 % der Befragten die größte Herausforderung darstellen.
Spitzenreiter und Schlusslichter: Die Niederlande führen das Ranking an (55,3), was auf eine resiliente Bevölkerung hindeutet, die das Gefühl hat, ihre finanzielle Situation weitgehend selbst im Griff zu haben. Irland bildet das Schlusslicht (41,1), vor allem bedingt durch Wohnkosten und Inflationsdruck. Während Spanien (48,2) neben Deutschland das Podium komplettiert, rangieren das Vereinigte Königreich (43,3) und Frankreich (43,7) im unteren Drittel.

Niederlande – 55,28
Deutschland – 49,69
Spanien – 48,20
Polen – 48,00
Österreich – 47,72
USA – 44,33
Finnland – 44,13
Italien – 44,11
Frankreich – 43,73
Vereinigtes Königreich – 43,33
Irland – 41,09
Globaler Durchschnitt: 46,47

Hinter dem „Raisin Geldbeutel-Index“ stehen Menschen und ihre individuellen Geldsorgen.
In Spanien ist die finanzielle Besorgnis am weitesten verbreitet: 60 % der Bevölkerung geben an, häufig oder ständig besorgt zu sein. Die USA verzeichnen jedoch die höchste psychische Belastung. Über ein Viertel (26,9 %) dort gibt an, „die ganze Zeit“ an Geld denken zu müssen – mehr als das Dreifache im Vergleich zur entspannten Bevölkerung in den Niederlanden (8,1 %).
Generation- und Gender Gap: Im gesamten Index zeigt sich ein wiederkehrender Unterschied zwischen den Geschlechtern. In Italien machen sich 57,2 % der Frauen häufig oder ständig Sorgen, verglichen mit 44 % der Männer. Auch in Deutschland (54,8 % vs. 42,7 %) und vor allem in Finnland (63,5 % vs. 44,9 %) ist dies sichtbar. Ein weiterer Faktor für Stress scheint das Alter zu sein. Im Vereinigten Königreich spüren 60,3 % der „Sandwich-Generation" (35-49 Jahre) den Druck besonders stark, während in Österreich vor allem die jüngere Generation (18–34 Jahre) unter hohem Druck steht (52,2 %).

Finanzielle Zuversicht ist untrennbar damit verbunden, wie stark Menschen das Gefühl haben, ihre Finanzen selbst steuern zu können.
Die Niederlande (59,4 %), Deutschland (54,6 %) und Österreich (53,7 %) sind führend bei der gefühlten finanziellen Autonomie. Besonders bei älteren Deutschen (50–69 Jahre) ist das Gefühl stark ausgeprägt: 62 % haben ihre Finanzen fest im Griff. Auch in Polen ist die finanzielle Selbstsicherheit mit 48,9 % vergleichsweise hoch.
Wenig Autonomie in Westeuropa: Im Gegensatz dazu steht die Situation im Vereinigten Königreich, Irland und Frankreich. Nur 28,6 % der Briten haben das Gefühl, ihre Finanzen aktiv zu managen; sie nehmen eher eine passive Rolle gegenüber ihrer wirtschaftlichen Situation ein. In den USA zeigt sich eine finanzielle Polarisierung: Während 12,5 % volle Kontrolle erleben, fühlen sich 33,5 % vollkommen fremdbestimmt.
Die finanziellen Prioritäten haben sich grundlegend verschoben: Anstatt an den langfristigen Vermögensaufbau zu denken, betreiben viele Haushalte heute reines Krisenmanagement. Sie konzentrieren sich schlicht darauf, ihren Alltag zu finanzieren.
Lebenshaltungskosten im Fokus: Für Frankreich (46,3 %), Deutschland (40,1 %), das Vereinigte Königreich (39,4 %), und Irland (35,7 %) hat die Deckung der alltäglichen Ausgaben oberste Priorität.
Herausforderung Schuldentilgung: Ähnlich wie die USA (23,5 %) ist Finnland (21,3 %) stark auf den Abbau von Verbindlichkeiten fokussiert und nennt ihn als wichtigstes finanzielles Ziel.

Der „Raisin Geldbeutel-Index“ zeigt eine Welt unter finanziellem Anpassungsdruck.
Von der „niederländischen Gelassenheit“ bis zu den „ständigen Sorgen in den USA“ machen die Daten deutlich, dass finanzielle Zuversicht ebenso viel mit psychologischer Sicherheit zu tun hat wie mit dem reinen Einkommen. Ob Schuldentilgung in Nordamerika oder Sicherung der Grundbedürfnisse in Kerneuropa, der Weg zu mehr Zuversicht erfordert intuitivere Spar-Tools und eine klarere Orientierung.
Zuversicht bedeutet nicht nur, wie viel man verdient. Es geht auch um die Sicherheit zu wissen, dass man für morgen planen kann.
Hintergrund: Der „Raisin Geldbeutel-Index“ („Money Confidence Index“) misst das finanzielle Wohlbefinden in elf wichtigen Märkten weltweit.
Datenerhebung: Die Studie wurde von Raisin in Auftrag gegeben und vom unabhängigen Marktforschungsinstitut INNOFACT AG durchgeführt. Die Daten wurden im Rahmen einer repräsentativen Online-Umfrage in den folgenden elf Ländern erhoben:
Europa: Deutschland, Vereinigtes Königreich, Italien, Spanien, Niederlande, Frankreich, Polen, Österreich, Irland, Finnland.
Nordamerika: USA.
Stichprobengröße: Der „Raisin Geldbeutel-Index“ basiert auf den Antworten von 11.403 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Um sicherzustellen, dass die Daten für die Gesamtbevölkerung im jeweiligen Markt repräsentativ sind, wurde die Stichprobe nach Alter und Geschlecht innerhalb jedes Landes gewichtet.
Berechnung des Index: Der „Raisin Geldbeutel-Index“ wird auf einer Skala von 0 bis 100 Punkten berechnet, wobei höhere Werte eine größere Zuversicht und eine geringere Sorgenlast signalisieren. Der Wert für jedes Land ist ein aggregierter Index, der aus fünf Faktoren abgeleitet wird:
Geldsorgen: Wie oft finanzielle Ängste den Alltag belasten.
Kontrolle: Inwieweit Befragte ihre Finanzen aktiv steuern können.
Erwartungen: Die Einschätzung, ob es im nächsten Jahr finanziell bergauf oder bergab geht.
Widerstandskraft: Die Fähigkeit, unvorhergesehene Kosten oder „Schocks“ abzufedern.
Planungsfähigkeit: Das Vertrauen, langfristige Ziele erfolgreich umsetzen zu können.
Der Index-Wert wird berechnet, indem die Antworten zu den Fragen auf eine einheitliche Skala umgerechnet werden und daraus ein Mittelwert gebildet wird. Dadurch wird ein direkter Vergleich zwischen den verschiedenen Ländern möglich.
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