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Zuletzt aktualisiert: 13. März 2026

IBAN: So funktioniert die internationale Bankkontonummer

Erfahren Sie, was die IBAN ist und warum sie im europäischen Zahlungsverkehr so wichtig ist.

Das Wichtigste in Kürze

  • Erklärung: Die IBAN kennzeichnet ein Konto eindeutig und wird für Überweisungen und Lastschriften im SEPA-Zahlungsraum verwendet.

  • Zusammensetzung: Der Aufbau der IBAN folgt festen Regeln und umfasst Länderkennzeichen, Prüfziffer, Bankleitzahl und Kontonummer.

  • Nutzen: Durch die standardisierte Struktur erleichtert die IBAN den Zahlungsverkehr innerhalb Europas und ermöglicht eine schnelle, eindeutige Zuordnung von Zahlungen.

Was ist die IBAN?

Die Abkürzung IBAN steht für „Internationale Bankkontonummer“ und stammt vom Englischen „International Bank Account Number“. Sie kennzeichnet ein Konto bei einer Bank eindeutig und wird für Überweisungen im nationalen und internationalen Zahlungsverkehr verwendet. Die IBAN wird aus dem Länderkennzeichen, der Bankkennung (z. B. Bankleitzahl) und der Kontonummer nach einem festgelegten Standard gebildet. Sie ersetzt bei SEPA-Zahlungen nationale Kontonummern und Bankleitzahlen, um Zahlungen zwischen verschiedenen Ländern zu vereinheitlichen.

Wie ist eine IBAN aufgebaut?

Wie ist eine IBAN aufgebaut?

Der Aufbau der IBAN folgt festen Regeln. Sie setzt sich aus mehreren Teilen zusammen, die gemeinsam ein Bankkonto eindeutig kennzeichnen: dem Länderkennzeichen, einer Prüfziffer, der Bankleitzahl und der individuellen Kontonummer. In Österreich umfasst die Länge der IBAN 20 Stellen. 

Die IBAN-Zusammensetzung im Detail:

  • Länderkennzeichen: Zwei Buchstaben geben das Land an, in dem das Konto geführt wird. In Österreich ist das „AT“.
  • Prüfziffer: Jede IBAN enthält eine zweistellige Prüfziffer, die mit einem mathematischen Verfahrenaus der gesamten IBAN-Basis (u. a. Länderkennzeichen, Bankleitzahl und Kontonummer) berechnet wird. Diese Ziffer zeigt, ob die eingegebene Nummer logisch aufgebaut ist und deckt dadurch Tippfehler sofort auf.
  • Bankleitzahl: Sie besteht aus fünf Ziffern, die angeben, welche österreichische Bank der IBAN zugeordnet ist und diese eindeutig kennzeichnen.
  • Kontonummer: Sie setzt sich aus elf Ziffern zusammen, die das konkrete Bankkonto der Zahlungsempfängerin oder des Zahlungsempfängers ausweisen (ggf. mit führenden Nullen).

Wo finde ich meine IBAN?

Die IBAN ist auf mehreren Dokumenten und digitalen Plattformen zu finden. Sie steht auf jedem Kontoauszug, im Onlinebanking und teilweise direkt auf der Bankkarte. Bei einer Karte ohne aufgedruckte IBAN erhalten Kontoinhaberinnen und Kontoinhaber die Information über die Internationale Bankkontonummer bei der Bank oder berechnen sie über einen IBAN-Rechner. 

So finden Sie Ihre persönliche IBAN:

  • Onlinebanking: Nach dem Einloggen sind die Kontodetails meist im Bereich Kontoinformationen oder auf der Startseite sichtbar.
  • Kontoauszüge: Die IBAN befindet sich in der Regel im oberen oder unteren Abschnitt jedes Kontoauszugs.
  • Bankkarte: Je nach Bank drucken Banken die IBAN auf die Vorder- oder Rückseite der Bankkarte oder stellen sie in der Banking-App bereit.
  • Bankkontakt: Die Hausbank, eine Bankberaterin oder Bankberater geben Auskunft über die IBAN.
  • IBAN-Rechner: Online-Tools ermitteln die IBAN automatisch, wenn Bankleitzahl und Kontonummer eingegeben werden.

Wofür braucht man eine IBAN?

Die IBAN ist bei jeder Überweisung oder Lastschrift erforderlich und stellt sicher, dass Geldbeträge korrekt bei der jeweiligen Bank ankommen. Durch die einheitliche Struktur ist die IBAN ein Bestandteil des europäischen Zahlungsverkehrs und ermöglicht eine schnelle, automatisierte und kosteneffiziente Abwicklung von Transaktionen, unabhängig davon, in welchem Land das Konto geführt wird. Der Überblick zeigt, wofür Kontoinhaberinnen und Kontoinhaber die IBAN benötigen: 

  • Überweisungen: Mit der IBAN werden Geldbeträge von einem Konto auf ein anderes übertragen, innerhalb Österreichs und im europäischen Ausland.
  • Lastschriften: Unternehmen und Dienstleister verwenden die IBAN, um Abbuchungen für Rechnungen, Abonnements oder Mitgliedsbeiträge zu verarbeiten.
  • Automatisierte Zahlungen: Durch die standardisierte Internationale Bankkontonummer laufen Transaktionen im europäischen Zahlungsverkehrsraum schneller ab.
  • Eindeutige Identifikation: Die IBAN enthält Angaben wie Länderkennzeichen, Prüfziffer, Bankleitzahl und Kontonummer und macht jedes Bankkonto weltweit eindeutig erkennbar. (bei Zahlungen außerhalb des SEPA-Raums können je nach Bank zusätzlich weitere Angaben nötig sein).

Was ist der Unterschied zwischen IBAN und BIC?

Was ist der Unterschied zwischen IBAN und BIC?

Die IBAN und der BIC sind international standardisierte Codes, die unterschiedliche Informationen im Zahlungsverkehr übermitteln. Während die IBAN ein bestimmtes Konto identifiziert, weist der BIC auf die Bank hin, bei der dieses Konto geführt wird.

IBAN (International Bank Account Number – Internationale Bankkontonummer)

  • Bedeutung: Die IBAN ist eine international standardisierte Nummer, die ein bestimmtes Konto eindeutig identifiziert.
  • Funktion: Sie kennzeichnet ein bestimmtes Konto, damit Überweisungen, Daueraufträge und Lastschriften eindeutig der richtigen Empfängerin oder dem richtigen Empfänger zugeordnet werden.
  • Aufbau: Die Zusammensetzung der IBAN umfasst das Länderkennzeichen, die Prüfziffer, die Bankleitzahl und die Kontonummer. Die Länge der IBAN umfasst 20 bis 34 Stellen, je nach Land.
  • Verwendung: Innerhalb des SEPA-Raums reicht für viele Zahlungen die IBAN aus; in bestimmten Fällen kann zusätzlich der BIC abgefragt werden (z. B. bei Zahlungen außerhalb SEPA oder je nach Bankprozess). SEPA (Single Euro Payments Area) beschreibt den gemeinsamen europäischen Zahlungsraum, in dem Überweisungen und Lastschriften nach einheitlichen Regeln abgewickelt werden.

BIC (Bank Identifier Code)

  • Bedeutung: Beim BIC handelt es sich um einen international gültigen Bankcode, der häufig als SWIFT-Code bezeichnet wird. SWIFT steht für Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication und ist das weltweite Kommunikationsnetzwerk für Banken. 
  • Funktion: Der BIC identifiziert die Bank, die ein bestimmtes Konto führt, und sorgt dafür, dass das Geld beim richtigen Institut ankommt.
  • Aufbau: Der BIC besteht aus acht oder elf Zeichen, die Informationen über Bank, Land und gegebenenfalls einen Filialcode enthalten.
  • Verwendung: Für internationale Überweisungen außerhalb des SEPA-Zahlungsraums (z. B. über SWIFT) ist der BIC weiterhin notwendig. Innerhalb des SEPA-Zahlungsraums reicht die IBAN aus.

Besonderheiten bei der Verwendung der IBAN

Eine fehlerhafte Eingabe der IBAN führt dazu, dass Überweisungen zurückgewiesen oder verspätet gebucht werden. Damit Zahlungen korrekt ankommen und richtig zugeordnet werden, sollten folgende Punkte beachtet werden:

  • Eingabefehler oder fehlende Ziffern: Ein Zahlendreher löst eine „ungültige IBAN“-Meldung aus. Jede IBAN enthält eine Prüfziffer, die Eingabefehler automatisch erkennt. Eine kurze Kontrolle verhindert Rückbuchungen und Nachfragen der Bank.
  • Überweisungen außerhalb des SEPA-Raums: Bei Zahlungen in Länder außerhalb des SEPA-Systems ist neben der IBAN der BIC oder SWIFT-Code zur eindeutigen Identifizierung der Bank erforderlich.

Gut zu wissen: Zur Überprüfung der Internationalen Bankkontonummer stehen verschiedene IBAN-Rechner und Check-Tools zur Verfügung. Diese Anwendungen zeigen sofort an, ob eine IBAN formal korrekt aufgebaut ist und sich für Überweisungen im europäischen Zahlungsverkehr eignet.

Wie Sie Ihre IBAN bei Raisin verwenden

Bei Raisin benötigen Sie Ihre IBAN, um Geld von Ihrem eigenen Konto auf Ihr Raisin-Konto zu überweisen. Dieses Konto wird Ihnen nach der Registrierung eingerichtet und bildet die Verbindung zwischen Ihrem Girokonto und den Partnerbanken von Raisin, bei denen Sie Geld in Festgeld oder Tagesgeld anlegen können. 

Alle Zahlungen erfolgen im europäischen SEPA-Zahlungsraum. Ihre Transaktionen werden über regulierte Banken abgewickelt und sind durch die gesetzliche Einlagensicherung des jeweiligen Landes der Partnerbank bis zu 100.000 € pro Person und Bank abgesichert.

Häufige Fragen zum Thema IBAN

Die IBAN identifiziert Ihr Konto im Zahlungsverkehr, ohne dass dadurch direkt auf das Konto zugegriffen werden kann. Den Zugriff steuern zusätzliche Sicherheitsmerkmale wie die Authentifizierung im Onlinebanking. Für Überweisungen sind weitere Daten wie Name und Betrag erforderlich. 

Eine falsch eingegebene IBAN führt im Zahlungsverkehr meist dazu, dass die Überweisung automatisch abgewiesen wird. Die Prüfziffer in der Internationalen Bankkontonummer erkennt unlogische Kombinationen von Ziffern und verhindert so fehlerhafte Buchungen. Wichtig: Ist eine IBAN formal gültig, kann eine Zahlung unter Umständen trotzdem ausgeführt werden – dann aber möglicherweise an das falsche Konto. Wer eine formal gültige, dennoch falsche IBAN eingibt, erhält seit dem 9. Oktober 2025 bei vielen SEPA-Überweisungen einen Hinweis auf die Abweichung zwischen Empfängername und IBAN (Empfängerüberprüfung), bevor die Zahlung weitergeht.

Für Überweisungen im europäischen SEPA-Zahlungsraum ist die IBAN verpflichtend. Sie ersetzt frühere Angaben wie Kontonummer und Bankleitzahl und sorgt für eine eindeutige Zuordnung des Kontos. Bei internationalen Zahlungen außerhalb des SEPA-Raums verlangen manche Banken zusätzliche Angaben wie den BIC oder den SWIFT-Code.

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