Aktuelle Inflation in Österreich (1/2026)

Zahlen, Ursachen & Auswirkungen – Alle aktuellen Infos zur Teuerung im Überblick.

Ein älterer Mann steht am Hafen.

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Zuletzt aktualisiert: 18. Dezember 2025

Das Wichtigste in Kürze

  • Inflation: Inflation beschreibt den allgemeinen Anstieg der Preise für Güter und Dienstleistungen. Dadurch sinkt die Kaufkraft des Geldes.

  • Wirtschaft: Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt eine Inflationsrate von 2,00 % an. Aktuell liegt sie in Österreich bei 4,00 % (Stand: 12.2025).

  • Einflussfaktoren: Energiepreise, Löhne und Geldpolitik wirken direkt auf die Preisentwicklung.

Definition: Was ist Inflation?

Der Begriff Inflation leitet sich vom lateinischen Wort „inflare“ ab, was „aufblähen“ bedeutet. Er bezeichnet den Anstieg des allgemeinen Preisniveaus sowie die damit verbundene Verringerung der Kaufkraft.  Steigen die Preise, kann man für denselben Betrag weniger Waren oder Dienstleistungen erwerben. Diese Entwicklung wird auch als Geldentwertung bezeichnet.

Wie hoch ist die aktuelle Inflation in Österreich (12/2025)?

Zuletzt aktualisiert: 01.12.2025

Die aktuelle Inflationsrate in Österreich beträgt 4,00 % (Stand: 12.2025). Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der monatlichen Inflationsraten in Österreich für die letzten zwölf Monate. Durchschnittlich betrug die Inflation in den vergangenen zwölf Monaten 3,20 %.

MonatInflationsrate

Oktober 2025

4,00 %

September 2025

4,00 %

August 2025

4,10 %

Juli 2025

3,60 %

Juni 2025

3,30 %

Mai 2025

3,00 %

April 2025

3,10 %

März 2025

2,90 %

Februar 2025

3,30 %

Jänner 2025

3,20 %

Dezember 2024

2,00 %

November 2024

1,90 %

Entwicklung der Inflation in Österreich von den Jahren 1970 bis 2024.

Historische Entwicklung der Inflation

In den 1970er-Jahren kam es zu starken Preisschüben infolge der Ölkrise. Zwischen 1990 und 2010 verlief die Preisentwicklung vergleichsweise moderat, bevor globale Ereignisse wie die Finanzkrise 2008 oder Lieferkettenstörungen und geopolitische Entwicklungen ab 2020 zu deutlicheren Ausschlägen führten. 

Prognose: Wie könnte sich die Inflationsrate 2026 in Österreich entwickeln?

Für das Jahr 2026 rechnen das Österreichische Wirtschaftsinstitut für Wirtschaftsforschung (WIFO) und das Institut für Höhere Studien (IHS) mit einer weiteren Senkung auf etwa 2,40 %. Damit könnte sich die Preisentwicklung erstmals seit Beginn der Energie- und Lieferkettenkrisen im Jahr 2022 in Richtung des Zielwerts der Europäischen Zentralbank (EZB) von 2,00 % bewegen. Wie sich die tatsächliche Teuerung entwickelt, hängt unter anderem von folgenden Faktoren ab:

  • Energiepreise: Energie ist ein zentraler Kostentreiber. Geopolitische Entwicklungen und Rohstoffpreise beeinflussen die Preisentwicklung unmittelbar.
  • Lohnabschlüsse: Steigende Löhne stärken die Kaufkraft, können aber gleichzeitig den Preisauftrieb etwas dämpfen oder verstärken – abhängig von der gesamtwirtschaftlichen Lage.
  • EZB-Geldpolitik: Zinsentscheidungen beeinflussen Kreditkosten, Konsum und Investitionen. Eine lockerere Geldpolitik kann die Nachfrage stützen, aber zugleich preiserhöhend wirken, da mehr Geld im Umlauf ist und die Nachfrage steigt.

Hinweis: Prognosen beruhen auf Annahmen und können von der tatsächlichen Entwicklung abweichen.

Ursachen: Wie entsteht Inflation?

Die Inflation kann verschiedene Ursachen haben. Grundsätzlich entsteht sie, wenn die Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen das Angebot übersteigt oder wenn sich Produktionskosten erhöhen. Zu den gängigsten Ursachen zählen:

  • Zunahme der Geldmenge im Umlauf: Eine wachsende Geldmenge kann langfristig zu steigenden Preisen führen, wenn ihr kein entsprechendes Wachstum des Waren- und Dienstleistungsangebots gegenübersteht.
  • Steigende Energie- und Rohstoffkosten: Höhere Kosten für Energie und Rohstoffe erhöhen  die Produktionskosten, die Unternehmen häufig an Konsumentinnen und Konsumenten weitergeben.
  • Anhaltend hohe Nachfrage: Inflation kann entstehen, wenn bestimmte Güter oder Dienstleistungen besonders stark nachgefragt werden.
  • Politische und wirtschaftliche Veränderungen: Ereignisse wie Handelskonflikte, Sanktionen oder Kriege können dazu führen, dass Lieferketten unterbrochen oder Märkte verknappt werden..
  • Die Geldpolitik der EZB: Durch Zinssätze und Anleihenkäufe beeinflusst die Europäische Zentralbank das Preisniveau und damit die Inflation.

Wie wird die Inflationsrate berechnet?

Die Inflationsrate zeigt an, wie stark sich die Verbraucherpreise innerhalb eines bestimmten Zeitraums (meist eines Jahres) verändert haben. Grundlage dafür ist der Verbraucherpreisindex (VPI) der Statistik Austria. Dieser bildet die Preisentwicklung eines typischen Warenkorbs und die Ausgaben der privaten Haushalte ab. Ungefähr 750 Waren und Dienstleistungen werden in diesem Warenkorb abgebildet. Dazu gehören unter anderem Nahrungsmittel, Bekleidung und Brennstoffe. 

Für die Berechnung wird verglichen, wie teuer der gesamte Warenkorb heute im Vergleich zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres ist. Die prozentuale Veränderung ergibt die Inflationsrate:

Inflationsrate = (VPI im aktuellen Zeitraum−VPI im Vorjahreszeitraum<wbr> /  VPI im Vorjahreszeitraum<wbr> )* 100

Auf EU-Ebene wird die Inflation durch den Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) erfasst. Der HVPI basiert auf einem Warenkorb von etwa 700 verschiedenen Gütern. Er stellt die Preisentwicklung in allen EU-Ländern einheitlich dar, um eine vergleichbare Inflationsrate im Euroraum zu berechnen.

Was hat die EZB mit der Inflation zu tun?

Das vorrangige Ziel der EZB besteht darin, die Preisstabilität im Euroraum zu gewährleisten. Durch stabile Preise trägt sie indirekt zu nachhaltigem Wirtschaftswachstum bei. Um dieses Ziel zu erreichen, strebt die EZB mittelfristig eine Inflationsrate von etwa 2,00 % an, die über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten werden soll. Dabei setzt sie die Leitzinsen fest, beeinflusst die Kreditvergabe der Banken und reguliert die Geldmenge im Umlauf. 

Erhöht die EZB beispielsweise die Leitzinsen, wird Geld teurer und die Nachfrage sinkt, was die Inflation dämpfen kann. Senkt sie die Zinsen oder kauft Anleihen, wird mehr Geld in die Wirtschaft geleitet, was die Inflation anregen kann. Die Entscheidungen der EZB haben daher direkten Einfluss darauf, wie sich Preise im Euroraum entwickeln.

Wie die EZB auf hohe Inflation reagierte

Lange Zeit lagen die EZB-Leitzinsen bei nahezu 0,00 %, um die wirtschaftliche Entwicklung im Euroraum zu stützen. Mit dem starken Anstieg der Inflation ab 2021 änderte sich jedoch der geldpolitische Kurs. Im Sommer 2022 sah sich die EZB veranlasst, eine Zinswende einzuleiten, um der überdurchschnittlich hohen Inflation entgegenzuwirken. Im Juli 2022 begann die EZB die erste Zinserhöhung nach elf Jahren, dem folgten weitere Erhöhungen. Seitdem ist größtenteils ein Rückgang der Inflation zu verzeichnen. Wie sich zukünftige Zinsentscheidungen auf die Inflation auswirken, bleibt abzuwarten.

Welche Auswirkungen hat die Inflation?

Die Auswirkungen der Inflation sind vielfältig und beeinflussen verschiedene Aspekte des täglichen Lebens.

  • Steigende Preise reduzieren die Kaufkraft
  • Ersparnisse verlieren an realem Wert, wenn Zinsen oder Renditen unter der Inflationsrate liegen
  • Unternehmen zahlen mehr für Energie, Rohstoffe und Vorprodukte – das kann zu höheren Endpreisen führen
  • Höhere Preise führen zu höheren Lohnforderungen, was Unternehmen wiederum zu Preiserhöhungen veranlassen kann
  • Haushalte verschieben oder reduzieren Ausgaben, was die Wirtschaft bremsen kann
  • Hohe Inflation kann die Konjunktur dämpfen; moderate Inflation gilt hingegen als Zeichen einer wachsenden Wirtschaft

Beispielhafte Kaufkraftentwicklung: 

Eine Person besitzt 1.500 € auf dem Bankkonto, die unverzinst sind:. Bei einer konstanten Inflationsrate von 2,00 % entspricht die Kaufkraft etwa:

  • nach einem Jahr 1.470 €
  • nach zehn Jahren 1.225 € 
  • nach zwanzig Jahren 1.000 €.

Hinweis: Dieses Beispiel dient zur Veranschaulichung und stellt keine Prognose dar.

Eine Analyse der VPI-Entwicklung in Österreich von 2015 bis 2024 verdeutlicht, dass die Inflation alle Lebensbereiche unterschiedlich stark betrifft. Beispielsweise steigen die Preise für Energie oder Lebensmittel oft stärker als jene für langlebige Konsumgüter. Das Basisjahr (zum Beispiel 2015 bei einem VPI-Index von 100) dient dabei als Vergleichspunkt. Ein Anstieg des Index auf 130 bedeutet, dass die betrachteten Preise im Durchschnitt um 30,00 % gestiegen sind. 

Was können Sie gegen die Inflation tun?

Inflation wirkt sich auf die reale Kaufkraft von Ersparnissen aus. Wer die Auswirkungen besser einordnen möchte, kann verschiedene Spar- und Anlageformen miteinander vergleichen – abhängig von:

  • persönlicher Liquidität
  • Anlagehorizont
  • Risikobereitschaft
  • aktuellen Zins- und Marktentwicklungen

Geld auf ein Tagesgeldkonto anlegen

Tagesgeldkonten zeichnen sich durch eine hohe Flexibilität aus, da das Geld jederzeit verfügbar ist. Das macht sie ideal für einen Notgroschen oder kurzfristige finanzielle Reserven. Zusätzlich bieten Tagesgeldkonten in der Regel eine höhere Verzinsung als traditionelle Sparbücher, was dazu beiträgt, die Minderung des Geldwerts durch die Inflation zu verringern.

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Geld auf ein Festgeldkonto anlegen

Festgeldkonten bieten eine feste Verzinsung über einen vereinbarten Zeitraum, der in der Regel von einigen Monaten bis zu mehreren Jahren reicht. Festgeldkonten bieten oft höhere Zinssätze und stellen eine attraktive Ergänzung zu Tagesgeld dar. Bei einer Anlage in Festgeld ist zu beachten, dass das Geld für einen festgelegten Zeitraum planbar gebunden bleibt.

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Wertpapiere

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, in Wertpapiere wie Aktien oder Anleihen zu veranlagen. Langfristige Investitionen können dabei helfen, die Inflation auszugleichen. Die Höhe der Renditen ist jedoch nicht garantiert, da bei einer Veranlagung stets die Risiken zu beachten sind (beispielsweise Kursschwankungen). Vor einer Entscheidung ist es daher von Vorteil, seine finanzielle Situation sorgfältig zu prüfen.

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  • Raisin Maria Bruetting Content Manager
    Autorin: Maria Brüttuing

    Content Manager, Marketing

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