Altersvorsorge ab 50

Auch ab 50 Jahren lässt sich die Rentenlücke noch gezielt verringern. Unterschiedliche Anlageformen können helfen, den finanziellen Spielraum im Ruhestand zu erweitern.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Altersvorsorge ab 50: Auch mit 50+ ist es nicht zu spät, die eigene Altersvorsorge aktiv zu gestalten. Das reguläre Rentenalter in Deutschland beträgt 67 Jahre für Jahrgänge ab 1964. Damit bleiben oft noch mehrere Jahre, um zusätzlich zur gesetzlichen Rente Vermögen aufzubauen.

  • Rentenlücke verstehen: Die Rentenlücke beschreibt die Differenz zwischen dem aktuellen Einkommen und der späteren gesetzlichen Rente. Private und betriebliche Vorsorge können dazu beitragen, diese Lücke zu verringern.

  • Möglichkeiten: Je nach persönlicher Situation kommen unter anderem Sparprodukte, Versicherungen oder Kapitalmarktanlagen wie Fonds und ETFs infrage. Jede Anlageform bringt eigene Chancen und Risiken mit sich.

Wieso sollte man sich ab 50 Jahren noch um die Altersvorsorge kümmern?

Auch ab 50 Jahren können Sie sich noch mit der eigenen Altersvorsorge beschäftigen. Denn viele Menschen stellen fest, dass die gesetzliche Rente allein nicht alle gewünschten Ausgaben im Ruhestand abdeckt. Ziel der zusätzlichen Vorsorge ist es, finanzielle Spielräume zu schaffen und Abhängigkeiten zu reduzieren.

Gründe zum Aufbau der Altersvorsorge ab 50:

  • Rentenlücke minimieren: Die Rentenlücke bezeichnet die Differenz zwischen dem Nettoverdienst im Erwerbsleben und der gesetzlichen Rente. Private und betriebliche Vorsorge können helfen, diese Lücke ab 50 abzufedern.

  • Lebensstandard weiterführen: Wer im Ruhestand weiterhin reisen, Hobbys pflegen oder kulturelle Aktivitäten genießen möchte, benötigt dafür ausreichend finanzielle Mittel. Zusätzliche Einkünfte können dazu beitragen, diese Ausgaben besser zu planen.

  • Anpassung an den demografischen Wandel: Die langfristige Finanzierung der gesetzlichen Rente gestaltet sich aufgrund des demografischen Wandels und der sinkenden Zahl von Beitragszahlerinnen und Beitragszahler schwieriger. Das bedeutet, dass die Rentenhöhe künftig weiter unter Druck geraten könnte. Private Vorsorge gewinnt dadurch an Bedeutung.

  • Inflation ausgleichen: Die Inflation wirkt sich auf die Kaufkraft der gesetzlichen Rente aus. Bestimmte Anlageformen können langfristig helfen, Kaufkraftverluste teilweise abzufedern – sie unterliegen jedoch Schwankungen und können Verluste verursachen.

  • Steuerliche Vorteile nutzen: Einige Vorsorgeprodukte, etwa die Rürup-Rente, bieten steuerliche Vorteile. Diese hängen von der individuellen Situation ab.

Wieso ist die Altersvorsorge unter anderem für Frauen ab 50 von Vorteil?

Für Frauen ab 50 kann die Altersvorsorge von großer Bedeutung sein. Denn insbesondere für alleinstehende Frauen ist der Ruhestand oftmals eine größere Herausforderung als für Männer, was mehrere Gründe hat.

Bei einigen Frauen kann es vorkommen, dass die Erwerbsbiografie lückenhaft ist, da sie sich zum Beispiel um Kinder, Haushalt und gegebenenfalls Verwandte gekümmert haben. Die Elternzeit und eine eventuell reduzierte Arbeitszeit in den ersten Jahren nach der Geburt sorgen für geringere Beiträge in die Rentenkasse. Hinzu kommt, dass Frauen teilweise noch immer weniger Gehalt bekommen als Männer. Weniger Gehalt bedeutet weniger Rente. Dadurch geraten Frauen öfter in Altersarmut.

Um dem entgegenzuwirken, ist es insbesondere für Frauen ab 50 von Vorteil, sich um ihre Altersvorsorge zu kümmern. Mit einer privaten Vorsorge können sie dazu beitragen, dass sie im Ernstfall ohne weitere Unterstützung von ihrer Rente leben können.

Was kann man mit 50 Jahren noch für die Rente tun?

Mit 50+ können Sie noch viel für Ihre Altersvorsorge tun. Sie haben unter anderem die Möglichkeit, eine private Rentenversicherung abzuschließen, einen Banksparplan anzulegen oder in Aktien oder aktive Fonds beziehungsweise passive ETFs zu investieren. Wichtig ist, die verbleibende Zeit bis zum Rentenbeginn und die persönliche Risikobereitschaft realistisch einzuschätzen.

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1. Bestandsaufnahme: Wie viel Geld bekommt man im Ruhestand?

Um die persönlich beste Altersvorsorge ab 50 zu finden, hilft eine Bestandsaufnahme. So können Menschen ab 50 bestehende Lücken in der Altersvorsorge identifizieren und gezielt schließen. Folgende Aspekte beeinflussen das Einkommen im Ruhestand:

  • Gesetzliche Rente: Die gesetzliche Rente ist die Grundlage für die meisten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Die voraussichtliche Höhe lässt sich aus der jährlichen Renteninformation entnehmen, die die Rentenversicherung zusendet. Diese Hochrechnung bietet einen ersten Anhaltspunkt.

  • Betriebliche Altersvorsorge: Diese Rente kann die gesetzliche Rente ergänzen und variiert je nach Arbeitgeber. Falls vorhanden, sollte die betriebliche Altersvorsorge in die Berechnung des zukünftigen Einkommens einfließen.

  • Private Altersvorsorge: Dazu gehören private Rentenversicherungen, Lebensversicherungen, Sparpläne oder andere individuelle Vorsorgemodelle. Berücksichtigen Sie alle bestehenden privaten Vorsorgeprodukte bei der Bestandsaufnahme, um die zukünftigen Einkommensquellen genau zu bestimmen.

Alle Bausteine sollten gemeinsam betrachtet werden, um ein realistisches Gesamtbild zu erhalten.

2. Hochrechnung: Wie viel Geld braucht man im Ruhestand?

Um den eigenen Ruhestand finanziell zu planen, sollten Sie die voraussichtlichen Ausgaben im Ruhestand ermitteln. Mit einer Hochrechnung lässt sich herausfinden, wie viel Geld sie tatsächlich benötigen, um den gewohnten Lebensstandard zu halten. Hier sind einige Punkte, die die Berechnung des Geldbedarfs beeinflussen:

  • Lebensstandard: Ziel ist es, etwa 70,00% bis 80,00% des letzten Nettoeinkommens im Ruhestand monatlich zur Verfügung zu haben, um den gewohnten Lebensstandard zu halten. 

  • Inflation: Personen, die für die Altersvorsorge planen, sollten berücksichtigen, dass die Inflation die Kaufkraft der Ersparnisse über die Jahre hinweg mindern kann.

  • Kranken- und Pflegeversicherung: Im Ruhestand sind Rentnerinnen und Rentner verpflichtet, weiterhin Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung zu zahlen. Der Beitragssatz für die Pflegeversicherung liegt aktuell (Stand: 02.2026) bei 3,60% oder 4,20% für Kinderlose Menschen. Bei mehreren Kindern unter 25 sind Abschläge möglich (Stand 02.2026).

  • Steuern: Die gesetzliche Rente unterliegt der Steuerpflicht. Der steuerpflichtige Anteil hängt vom Jahr des Rentenbeginns ab.

  • Schulden: Wenn möglich, sollten Personen bestehende Schulden vor dem Ruhestand abbauen, um monatliche Verpflichtungen zu minimieren. Dies trägt dazu bei, den gewohnten Lebensstandard im Ruhestand beibehalten zu können und unnötige Belastungen zu vermeiden.

  • Notfallabsicherung: Ein Notgroschen hilft, unerwartete Ausgaben zu decken, die während des Ruhestands auftreten können. 

  • Lebenserwartung: Die durchschnittliche Lebenserwartung sollte berücksichtigt werden, um genügend finanzielle Mittel für einen längeren Ruhestand einzuplanen.

  • Rentenalter: Wer ab 50 seine Altersvorsorge plant, sollte sich zunächst bewusst machen, wie viele Jahre noch bis zum Renteneintritt verbleiben und prüfen, ob sie bis zum gesetzlichen Rentenalter arbeiten oder einen früheren Ruhestand anstreben.

Ein Finanzplan unterstützt dabei, die eigene Altersvorsorge ab 50 zu optimieren. Er zeigt auf, welche Einkommensquellen zur Verfügung stehen, welche Ausgaben zu erwarten sind und wie Sie die Rentenlücke minimieren. Eine gezielte Strategie zur Vermögensbildung trägt dazu bei, den Ruhestand komfortabel zu gestalten.

Um den benötigten Betrag für den Ruhestand abzuschätzen, gibt es grobe Faustregeln, die eine einfache und schnelle Berechnung ermöglichen. Sie bieten eine Orientierung, wie viel Geld Personen bis zum Rentenbeginn ansparen sollten und wie hoch die Versorgungslücke sein könnte:

  • Berechnung mit der 10er-Regel: Multiplizieren Sie Ihr letztes Bruttojahreseinkommen mit 10, um das gesamte benötigte Vermögen zu ermitteln. Bei einem Bruttojahreseinkommen von 50.000€ ergibt sich ein benötigtes Vermögen von etwa 500.000€ für den Ruhestand.

  • Berechnung mit der 25er-Regel: Der jährliche Betrag, der im Ruhestand benötigt wird, wird mit 25 multipliziert. Wenn der Bedarf bei 50.000€ pro Jahr liegt, ergibt sich ein benötigtes Vermögen von insgesamt 1.250.000€.

3. Vorgehen: Rentenlücke ermitteln & Sparplan erstellen

Um bei der Altersvorsorge ab 50 Jahren zu ermitteln, wie viel Geld künftige Rentnerinnen und Rentner zusätzlich zur gesetzlichen Rente benötigen, empfiehlt es sich, die persönliche Rentenlücke zu berechnen und darauf aufbauend einen individuellen Sparplan zu entwickeln. Dieser Prozess hilft dabei, frühzeitig geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um die finanzielle Lücke zu schließen und den gewünschten Lebensstandard im Ruhestand zu sichern. 

Schritte zum Ermitteln der Rentenlücke sind:

  • Rentenansprüche zusammenstellen: Zunächst sollte man alle erwarteten Einkünfte im Ruhestand berücksichtigen. Dies umfasst die gesetzliche Rente (basierend auf der Renteninformation oder der digitalen Rentenübersicht), betriebliche Altersvorsorge, private Altersvorsorge sowie zusätzliche Einkünfte aus Mieten, Lebensversicherungen oder anderen Quellen.

  • Monatliche Ausgaben schätzen: Bei den voraussichtlichen monatlichen Ausgaben im Ruhestand sollten neben Grundkosten persönliche Faktoren wie der Lebensstil und besondere Ausgaben eingerechnet werden.

  • Berechnung der Rentenlücke: Die Differenz zwischen den geschätzten monatlichen Ausgaben und den monatlichen Einnahmen ergibt die monatliche Rentenlücke, die für das erste Jahr im Ruhestand zu erwarten ist. Beginnen Sie erst ab 50 Jahren mit dem Planen der Altersvorsorge, haben Sie dennoch gute Chancen, diese Lücke zu schließen.

  • Inflationsbereinigte Rentenlücke: Da die Inflation die Kaufkraft der Ersparnisse verringert, sollten zukünftige Rentnerinnen und Rentner die Versorgungslücke unter Berücksichtigung der Inflation berechnen. Dies erhöht den gesamten Kapitalbedarf, der zur Verringerung der Rentenlücke erforderlich ist.

Nachdem die Rentenlücke ermittelt wurde, geht es darum, einen individuellen Anlageplan zu entwickeln, um diese Lücke zu schließen. Dabei sollte man den Kapitalbedarf, die verfügbaren Einnahmequellen und die verbleibende Zeit bis zum Renteneintritt bedenken. Eine gut durchdachte Strategie hilft, die nötigen finanziellen Mittel effizient anzusparen und von Renditechancen zu profitieren.

  • Kapitalbedarf berechnen: Multiplizieren Sie die monatliche, inflationsbereinigte Rentenlücke mit der Anzahl der Jahre bis zum Rentenende, um den gesamten Kapitalbedarf für den Ruhestand zu ermitteln. Die Altersvorsorge ab 50 erfordert eine genaue Berechnung, da die Zeit für den Vermögensaufbau verkürzt ist.

  • Vorhandenes Vermögen abziehen: Zukünftige Rentnerinnen und Rentner ziehen von diesem Kapitalbedarf bereits vorhandenes Vermögen, Ersparnisse oder zu erwartende Einmalzahlungen wie Abfindungen ab. Dies reduziert den benötigten Betrag.

  • Sparrate festlegen: Personen sollten den verbleibenden Kapitalbedarf über die Zeit bis zum Renteneintritt ansparen oder durch Investitionen erzielen. Je früher Personen mit dem Sparen oder Investieren beginnen, desto geringer fällt die monatliche Sparrate aus. Der Zinseszinseffekt kann den Vermögensaufbau im Laufe der Jahre erheblich beschleunigen. Wer die Altersvorsorge ab 50 Jahren beginnt, hat mehrere Jahre Zeit, um von den Renditen der Investitionen oder Zinsen der Sparanlagen zu profitieren.

  • Geeignete Sparformen auswählen: Möglichkeiten, um für den Ruhestand vorzusorgen und von langfristigen Renditechancen zu profitieren, sind Geldanlagen wie ETFs und Aktien. Staatliche Förderungen wie die Riester- oder Rürup-Rente und Sparprodukte wie Festgeld können ebenfalls dazu beitragen, Vermögen aufzubauen.

Regelmäßig überprüfen und anpassen: Der individuelle Anlageplan sollte regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst werden. Veränderungen in der finanziellen Situation erfordern möglicherweise eine Anpassung der Sparrate oder der gewählten Anlageformen.

Sinnvolle Altersvorsorge ab 50: Das sind die Möglichkeiten

Bei der Altersvorsorge ab 50, können Sie die gleichen Anlagemöglichkeiten wie in jüngeren Jahren nutzen. Dazu gehören Investitionen in Aktien, Fonds oder ETFs. Dabei sollten sie das Risiko berücksichtigen, da weniger Zeit bleibt, um mögliche Wertschwankungen bis zum Rentenbeginn auszugleichen. 

Wer eine größere Summe erhält, beispielsweise durch Lebensversicherungen oder Erbschaften, kann über eine Sofortrente nachdenken. Diese Option ermöglicht eine sofortige Auszahlung ab Rentenbeginn, jedoch sollte man die Kosten des Vertrags beachten. Im Folgenden finden Sie einen Überblick über die Möglichkeiten zur Altersvorsorge ab 50.

Betriebliche Altersvorsorge

Die betriebliche Altersvorsorge (bAV) ermöglicht es Arbeitnehmenden, über die Entgeltumwandlung für den Ruhestand vorzusorgen. Dabei wird ein bestimmter Betrag in einen Vertrag zur betrieblichen Altersvorsorge eingezahlt. Da diese Beiträge vom Bruttogehalt abgezogen werden, können Sie Steuervorteile und Entlastungen bei Sozialabgaben nutzen.

Vorteile der betrieblichen Altersvorsorge

  • Steuer- und sozialabgabenbegünstigt: Beiträge zur bAV werden vom Bruttogehalt abgezogen, was zu einer Reduzierung der Steuerlast und Sozialabgaben führt.

  • Arbeitgeberzuschuss: Bei Entgeltumwandlung muss der Arbeitgeber grundsätzlich 15% Zuschuss leisten, sofern er dadurch Sozialversicherungsbeiträge einspart.

  • Langfristiger Vermögensaufbau: Die Beiträge und Zinsen sammeln sich über die Jahre hinweg an.

Nachteile der betrieblichen Altersvorsorge

  • Geringere Flexibilität: Das Geld ist in der Regel bis zum Rentenbeginn gebunden.

  • Abhängigkeit vom Arbeitgeber: Beim Wechsel des Arbeitgebers werden die bisherigen Beiträge unter Umständen in einen neuen Vertrag überführt, was zu Verwaltungsaufwand oder Abgaben führen kann.

  • Teilweise geringe Verzinsung: Einige betriebliche Altersvorsorgen bieten eine niedrige Verzinsung, was sich auf den langfristigen Kapitalaufbau auswirkt.

Die betriebliche Altersvorsorge eignet sich besonders für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die sich in einem Arbeitsverhältnis befinden und von Steuervorteilen profitieren möchten. Zusätzlich können Vermögenswirksame Leistungen eine gute Ergänzung zur bAV darstellen. Dabei übernimmt der Arbeitgeber Zahlungen in einen Sparvertrag

Versicherungen

Eine private Rentenversicherung bietet eine Möglichkeit, zusätzlich zur gesetzlichen Rentenversicherung für den Ruhestand vorzusorgen. Hierbei wird ein Vertrag abgeschlossen, bei dem die Versicherung eine Einmalzahlung oder ab dem vereinbarten Rentenbeginn lebenslang eine monatliche Rente auszahlt. Es gibt verschiedene Arten von Rentenversicherungen:

  • Riester-RenteEine staatlich geförderte private Altersvorsorge. Besonders attraktiv für Sparerinnen und Sparer mit Kindern. Zulagen und Steuervergünstigungen sind möglich.

  • Rürup-Rente: Besonders für Selbstständige und gut verdienende Personen geeignet, da sie steuerliche Vorteile bietet. Die Auszahlung der Rente findet ab Rentenbeginn lebenslang statt.

  • Fondsgebundene Rentenversicherung: Diese Investition erfolgt in Investmentfonds und bietet die Möglichkeit, von höheren Renditen zu profitieren, birgt jedoch ein höheres Risiko durch Marktschwankungen.

Für alle Rentenversicherungsarten gilt, dass sie eine einmalige oder monatliche Auszahlung der Rente nach dem Rentenbeginn vorsehen. Abhängig von der gewählten Variante und dem persönlichen Risikoprofil können die Renditen ebenso wie die Vor- und Nachteile variieren.

Vorteile der privaten Rentenversicherung

  • Lebenslange Rente: Festgelegte monatliche Zahlungen oder Einmalzahlung für den Ruhestand.

  • Steuerliche Vorteile: Besonders bei der Riester- und Rürup-Rente können Sie Steuervorteile nutzen.

  • Flexibilität bei der Auszahlung: Sie können sich für eine monatliche Rente oder eine Einmalzahlung entscheiden.

  • Zinsen: Die klassischen Rentenversicherungen ermöglichen eine planbare Verzinsung, während fondsgebundene Versicherungen höhere Renditen bieten können.

Nachteile der privaten Rentenversicherung

  • Geringe Renditen bei klassischen Versicherungen: Die zinsgebundenen klassischen Rentenversicherungen bieten im Vergleich zu fondsgebundenen Modellen eine geringere Rendite.

  • Hohes Risiko bei fondsgebundenen Versicherungen: Diese Art der Rentenversicherung investiert in Investmentfonds und unterliegt daher Kursschwankungen.

  • Weniger Zeit zur Erholung bei negativem Markttrend: Wer mit 50 Jahren in die Altersvorsorge einsteigt, hat weniger Zeit, mögliche Wertschwankungen wieder auszugleichen.

Für Sparerinnen und Sparer, die eine kosteneffiziente Lösung suchen, kann der ETF-Rürup von Raisin eine gute Wahl darstellen. Mit der nachgelagerten Besteuerung und den kostengünstigen ETFs entsteht ein Rentenprodukt, das Vorteile bei der Steuer und Chancen auf höhere Erträge bei höherem Risiko ermöglicht.

Sparkonten

Ein Sparkonto kann eine Möglichkeit zur Altersvorsorge ab 50 sein, um Ersparnisse gezielt anzulegen. Auf einem klassischen Sparbuch oder Girokonto gibt es heutzutage jedoch kaum Zinsen. Tagesgeld und Festgeld sind Alternativen, die höhere Zinsen bieten und sich besonders für eine risikoarme Altersvorsorge eignen. Beide Anlageformen – Tagesgeld und Festgeld – sind durch die EU-weit harmonisierte Einlagensicherung bis zu 100.000€ je Person und Bank abgesichert.

Vorteile von Tagesgeld

  • Hohe Flexibilität: Das Geld ist auf einem Tagesgeldkonto jederzeit verfügbar und Sie können es bei Bedarf sofort abheben, was eine schnelle Reaktion auf unerwartete Ausgaben ermöglicht.

  • Profitieren von Zinserhöhungen: Tagesgeldkonten profitieren von Zinserhöhungen, da die Zinsen regelmäßig angepasst werden. Wenn die Marktzinsen steigen, erhöhen sich die Zinsen für Tagesgeld in der Regel mit.

Nachteile von Tagesgeld

  • Niedrigere Verzinsung: Tagesgeldkonten bieten in der Regel einen niedrigeren Zinssatz als Festgeldkonten.

  • Geringe langfristige Ertragsmöglichkeiten: Aufgrund der niedrigen Zinsen ist Tagesgeld weniger geeignet für den langfristigen Vermögensaufbau, da das Kapital lediglich langsam wächst.

Vorteile von Festgeld

  • Höhere Zinsen: Im Vergleich zu Tagesgeldkonten bieten Festgeldkonten in der Regel attraktivere Zinssätze.

  • Planbarkeit: Festgeld bietet eine klare und langfristige Anlage, bei der der Zinssatz für die gesamte Laufzeit festgelegt ist.

Nachteile von Festgeld

  • Weniger Flexibilität: Bei einem Festgeldkonto ist das Geld über einen festen Zeitraum gebunden. Dies schränkt die Flexibilität ein, falls das Guthaben kurzfristig benötigt wird.

  • Ausbleibender Nutzen bei Zinserhöhungen: Wenn die Marktzinsen steigen, bleibt eine Anpassung der Festgeldzinsen aus, da der Zinssatz für die gesamte Laufzeit fix ist.

Tagesgeld eignet sich besonders für Sparerinnen und Sparer ab 50, die einen Teil ihres Geldes für die Altersvorsorge liquide anlegen möchten, beispielsweise zum Aufbau eines Notgroschens. Festgeld hingegen kann für Sie infrage kommen, wenn Sie Ihr Kapital über eine längere Zeit bis zum Rentenbeginn anlegen möchten. Wenn noch 10 Jahre bis zum Rentenbeginn verbleiben, kann beispielsweise ein Festgeldkonto mit einer Laufzeit von 10 Jahren nutzen.

Aktien, Fonds & ETFs

Zu den chancenreicheren Möglichkeiten zur Altersvorsorge ab 50 gehören Aktien, aktiv gemanagte Fonds und passive ETFs. Diese Anlageformen bieten langfristig Chancen auf Wertentwicklung, unterliegen jedoch Marktschwankungen und können zu Verlusten führen. Mit zunehmendem Alter ist eine ausgewogene Streuung besonders wichtig.

  • Aktien: Aktien sind Anteile an einem Unternehmen, die es Aktionärinnen und Aktionären ermöglichen, von dessen Gewinnen in Form von Dividenden oder Kurssteigerungen zu profitieren. Aktien unterliegen starken Schwankungen, bieten jedoch hohe Renditechancen.

  • Fonds: Ein Fonds ist eine Sammlung von Aktien, Anleihen oder anderen Vermögenswerten, die ein Fondsmanagement aktiv verwaltet. Diese Form der Geldanlage ermöglicht eine breitere Risikostreuung, ist in der Regel jedoch mit höheren Gebühren für das Fondsmanagement verbunden.

  • ETFs (Exchange Traded Funds): ETFs sind eine spezielle Art von Fonds, die an der Börse gehandelt werden. Sie bilden die Wertentwicklung eines Index, wie des DAX oder des MSCI World, automatisch nach und bieten eine kostengünstige Möglichkeit, in viele verschiedene Titel gleichzeitig zu investieren.

Vorteile von Aktien, Fonds und ETFs

  • Hohe Renditechancen: Vor allem bei Aktien können über längere Zeiträume hohe Renditen erzielen.

  • Diversifikation: Fonds und ETFs bieten eine breite Streuung von Investitionen, was das Risiko der Anlage reduziert.

  • Geringe Kosten: ETFs sind in der Regel kostengünstiger als aktiv gemanagte Fonds.

  • Flexibilität: Aktien, Fonds und ETFs bieten die Möglichkeit, ihr Portfolio flexibel anzupassen und auf Marktveränderungen zu reagieren.

Nachteile von Aktien, Fonds und ETFs

  • Hohes Risiko: Die Anlageformen unterliegen Marktschwankungen und können in Krisenzeiten zu Verlusten führen.

  • Geringe Planbarkeit der Rendite: Im Gegensatz zu Festgeld sind die Renditen bei Aktien, ETFs und Fonds flexibel, da sie von den Marktbedingungen abhängen.

  • Zeit bis zum Rentenbeginn: Ab 50 Jahren bleibt weniger Zeit, um eventuelle Marktschwankungen auszusitzen.

Aktien, Fonds und ETFs sind besonders geeignet für Anlegerinnen und Anleger, die bereit sind, ein Risiko einzugehen, um von potenziellen Renditen zu profitieren. Personen ab 50 können bei der Auswahl der Anlageform darauf achten, eine ausgewogene Mischung aus verschiedenen Titeln zu wählen, um das Risiko zu streuen und gleichzeitig Chancen auf Wachstum zu erhalten. 

Sparpläne, beispielsweise ETF-Sparpläne, ermöglichen eine regelmäßige, automatische Investition in eine breite Auswahl von Aktien und Anleihen. Anlegerinnen und Anleger profitieren von attraktiven Renditechancen und einer breiten Diversifikation, ohne einen großen Kapitalaufwand auf einmal zu leisten.

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Häufige Fragen zur Altersvorsorge ab 50

Nein, mit 50 Jahren ist es keineswegs zu spät, um mit der Altersvorsorge zu beginnen und sich ein finanzielles Polster für den Ruhestand aufzubauen. Entscheidend ist, die persönliche Rentenlücke zu ermitteln und gezielt eine Anlagestrategie zu wählen, die zu den eigenen Bedürfnissen passt. Durch gezieltes Sparen und Investieren, etwa in ETFs, Fonds oder eine private Rentenversicherung, können Menschen ab 50 ihre Altersvorsorge angehen.

Es gibt keine pauschale Antwort auf die Frage, wie die beste Altersvorsorge ab 50 Jahren aussieht. Bevor Personen mit der Altersvorsorge ab 50 beginnen, sollten sie ihre persönliche finanzielle Situation gründlich analysieren. Ein Plan für die Altersvorsorge könnte wie folgt aussehen:

Eine Altersvorsorge ab 50 könnte die Nutzung der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) in Kombination mit chancenreichen Anlagen wie ETFs umfassen. Eine solche Strategie könnte die Einbeziehung staatlich geförderter Produkte wie der Riester- oder Rürup-Rente beinhalten, die eine feste Zusatzrente bieten. Zusätzlich könnten freiwillige Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung in Betracht gezogen werden, um etwaige Abschläge bei einer früheren Rentenbeantragung auszugleichen.

Manche internationalen Faustregeln (z. B. aus den USA) nennen als Orientierung etwa das 6-Fache des Jahresgehalts bis 50 – übertragbar ist das nur eingeschränkt, weil das deutsche Rentensystem anders funktioniert. Wer beispielsweise 4.000 € netto im Monat verdient, sollte ein Vermögen von etwa 240.000 bis 288.000 € an Rücklagen oder investiertem Kapital besitzen. Diese Faustregel kann je nach individuellem Lebensstandard und der Höhe des aktuellen Einkommens variieren.

Hinweis: Die Inhalte auf dieser Seite dienen der allgemeinen Information und stellen keine steuerliche Beratung dar. Für detaillierte Informationen oder zur individuellen Klärung steuerrechtlicher Fragen empfehlen wir die Hinzuziehung eines Steuerberaters oder einer anderen gemäß § 2 StBerG befähigten Person.