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Zuletzt aktualisiert: 10. April 2026

Fonds einfach erklärt

Was sind Investmentfonds und welche Fondsarten gibt es?

Das Wichtigste in Kürze

  • Definition: Fonds – auch Investmentfonds genannt – zeichnen sich dadurch aus, dass Investoren nicht in Einzeltitel investieren, wie etwa in einzelne Aktien oder Anleihen, sondern in einen Verbund von Titeln. So kann das Portfolio diversifiziert und das Risiko gestreut werden.

  • Total Expense Ratio (TER): Die Gesamtkostenquote gibt an, welche Kosten für einen Fonds jährlich anfallen. Dabei werden die Gesamtkosten mit dem gemittelten Wert des Fonds in Verhältnis gesetzt. Der Ausgabeaufschlag ist nicht in der TER enthalten.

  • Arten: Investmentfonds ist ein Sammelbegriff für viele Fondsarten, beispielsweise Aktienfonds, Rentenfonds, Mischfonds, Immobilienfonds, Dachfonds sowie Indexfonds. Welcher der beste Fonds für Sie ist, ist von Ihren Zielen abhängig.

Definition: Was sind Fonds?

Fonds – oder auch Investmentfonds – sind eine Möglichkeit für Anleger, ihr Geld je nach Fonds sowie Risikoklasse in börsennotierte Wertpapiere zu investieren. Dabei unterscheidet man zwischen passiven und aktiven Fonds. 

Aktiv vs. Passiv: Die richtige Fondswahl für Ihr Depot

Aktive Investmentfonds: Werden von erfahrenen Fondsmanagern gesteuert. Diese bündelt das Kapital und investieren das Fondsvermögen je nach Strategie in Aktien, Anleihen, Rohstoffe, Immobilien oder andere Wertpapiere. Die Privatanlegenden sind an der Wertentwicklung des Fonds beziehungsweise der investierten Wertpapiere beteiligt. Das Ziel ist es, durch gezielte Auswahl eine Überrendite gegenüber dem Marktvergleich zu erzielen. Ideal für Anleger, die auf Expertise setzen. 

Passive Fonds (ETFs): Diese bilden einen Index (wie den DAX oder MSCI World) eins zu eins ab. Sie sind besonders kostengünstig, da kein aktives Management bezahlt werden braucht. Anleger erhalten jederzeit einen Einblick in die Zusammensetzung der Fonds und können diese nachverfolgen. 

Fonds einfach erklärt – Welche Fondsarten gibt es?

Wie funktionieren Fonds?

Nach deutschem Recht müssen in einem Investmentfonds mindestens 16 verschiedene Wertpapiere enthalten sein – tatsächlich beinhalten sie meist wesentlich mehr bis hin zu hunderten oder tausenden von Wertpapieren. Man kann also mit einer Investition in bestimmten Unternehmen, Themen, Branchen oder Länder investieren und gleichzeitig die Geldanlage breit streuen. Eine Rendite kommt zustande, wenn sich die Kurse des Fonds positiv entwickeln.

Rechtliche Absicherung durch Sondervermögen

Ein wesentliches Merkmal von Investmentfonds in Deutschland ist deren rechtliche Einordnung als Sondervermögen. Diese Struktur dient dem Schutz der Anleger und ist im Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) verankert.

Das von Ihnen investierte Kapital wird demnach strikt vom Vermögen der Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) getrennt. Es wird bei einer unabhängigen Verwahrstelle (Depotbank) geführt. 

  • Insolvenzschutz: Im Falle einer Insolvenz der Fondsgesellschaft oder der Depotbank gehört das Fondsvermögen nicht zur Konkursmasse. Es bleibt rechtlich selbstständig und im Eigentum der Alleininhaberin beziehungsweise des Anteilsinhaber. 
  • Herausgabeanspruch: Anlegerinnen und Anleger haben im Ernstfall ein Aussonderungsrecht. Das bedeutet, dass die Anteile auf eine andere Gesellschaft übertragen oder an sie ausgezahlt werden können. 
  • Regulierung: Dieser Schutzstatus gilt für alle in der EU zugelassenen Publikumsfonds (nach OGAW-Richtlinien) und bietet damit einen standardisierten Sicherheitsrahmen für Ihre Anlage.

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Welche Kosten fallen bei einem Fonds an?

Die Kosten für einen Fonds setzen sich unter anderem aus Transaktionsgebühren, Gebühren für das Fondsmanagement (bei aktiven Fonds) sowie für das Depot zusammen. Um die Kosten bei einem Fonds zu überblicken, hilft die Total Expense Ratio (TER) – also die Gesamtkostenquote. Die TER hilft dabei, den Vergleich von Investmentfonds zu ermöglichen. Dabei ist jedoch zu beachten, dass der Ausgabeaufschlag nicht in der TER inbegriffen wird und gegebenenfalls zusätzlich anfällt.

Für Anleger, die in Fonds investieren möchten, lohnt sich ein Vergleich der anfallenden Kosten. Beim Kauf von aktiven Fonds ist in der Regel ein Ausgabeaufschlag (auch Agio genannt) zu zahlen. Dabei handelt es sich um eine einmalige Gebühr, welche die Kosten für Verwaltung und Vertrieb decken soll.

Die Verwaltungsgebühr wird bei aktiven Fonds monatlich von den Fondsmanagern erhoben und dient dazu, die Beratung, Analysen, das Controlling und weitere Dienste zu begleichen. Diese Managementgebühr kann unterschiedlich hoch ausfallen. Generell werden zwischen 0,50 und 2,00 % veranschlagt. Darüber hinaus wird bei einigen aktiven Fonds zusätzlich eine Performancegebühr fällig, wenn gewisse Ziele übertroffen wurden.

Kosten, die bei einem Fonds anfallen können:

  • Depotgebühren: zwischen 0 und circa 50 € p. a.
  • Ausgabeaufschlag: 0,00 bis 7,00 %
  • Verwaltungsgebühr: 0,50 bis 2,00 % (aktive Fonds)
  • Performancegebühr: 5,00 bis 25,00 % (aktive Fonds)

Wie hoch sind die laufenden Kosten eines Fonds?

Zu den laufenden Kosten eines Fonds fallen vor allem die Verwaltungsgebühren. Diese können bei den verschiedenen Fondsarten unterschiedlich hoch ausfallen. Bei Aktienfonds sind es in der Regel 0,80 bis 3,00 %, bei Rentenfonds 0,50 bis 1,30 % Gebühren. Bei passiven Fonds, wie beispielsweise ETFs, entfallen diese Kosten größtenteils. In den geringeren Verwaltungsgebühren von ETFs sind dagegen beispielsweise Software- beziehungsweise Betriebskosten enthalten.

Wie kann man in Fonds investieren?

Der Kauf (und auch Verkauf) von Fondsanteilen kann bei passiven Fonds direkt bei einem entsprechenden Emittenten stattfinden. Dies kann ein Online-Anbieter, eine Fondsvermittlung oder eine Bank sein. Dort ist ein Depot zu eröffnen, über welches die Fonds, die zur persönlichen Anlagestrategie passen, ausgewählt und gekauft werden können.

Bei aktiven Investmentfonds bestimmt ein Fondsmanagement, wie und in welche Wertpapiere das Geld der Anleger aufgeteilt wird. Die Anlegenden haben auf die Strategie wenig bis keinen Einfluss.

Um das Beste aus der Fonds–Geldanlage herauszuholen, handeln Fondsmanager beispielsweise antizyklisch. Das Fondsmanagement kauft die Wertpapiere in schwachen Marktphasen und verkauft sie mit Gewinn in den starken. Zwischendurch optimiert es den Fonds durch den Kauf und Verkauf einzelner Wertpapiere immer wieder, um stark schwankende Kurse zu vermeiden, eine idealerweise kontinuierlich zunehmende Rendite zu erreichen und so möglichst langfristig die Anlageziele der Anlegenden am besten mit Fonds umzusetzen.

Andere Fondsmanager machen genau das Gegenteil und setzen auf relative Stärke von Aktien (sogenannte Momentum-Strategie). Das heißt, es wird in Wertpapiere investiert, die bereits stark gestiegen sind. Daneben gibt es selbstverständlich noch weitere Anlagestrategien, die im Rahmen eines Investmentfonds verfolgt werden können.

Eine weitere Strategie setzt beispielsweise auf langfristiges Wachstum (als Growth-Strategie bezeichnet) oder auf qualitativ hochwertige Aktien (Quality-Strategie). Zudem gibt es Anlagestrategien, die nur auf Aktien mit hohen Dividenden setzen oder auf nachhaltige Geschäftsmodelle der Aktienunternehmen, in die der Fonds investiert.

Viele dieser Anlagestrategien können auch mit passiven Fonds nachgebildet werden. Also ohne aktives Verwalten und Selektieren der Wertpapiere durch das Fondsmanagement.

Was ist der Unterschied zwischen aktiven und passiven Fonds

Aktive Fonds werden von einem Fondsmanagement verwaltet und meist von Banken oder Fondsgesellschaften verkauft. Das Fondsmanagement versucht, den zugrundeliegenden Index zu übertreffen. Passive Fonds bilden dagegen einen Index automatisiert nach, wodurch deren Gebühren deutlich geringer sind. Dabei ist die Rede von Exchange Traded Funds (ETFs) oder börsengehandelten Indexfonds.

Vor- und Nachteile von Investmentfonds

Vorteil

Nachteil

Bei offenen Investmentfonds kann man schon mit geringen Summen und auch monatlichen Sparplänen eintreten.

Es können je nach Fondsart hohe Gebühren anfallen.

Bei reinvestierten Gewinnen kommt es zu einem Zinseszinseffekt, der das Gewinnwachstum beschleunigen kann.

Viele Fonds können die Wertentwicklung des zugrunde liegenden Index nicht übertreffen.

Einfaches und übersichtliches Investieren, weil man nur einmal Fondsanteile kauft, statt in viele verschiedene Einzelaktien zu investieren.

Es braucht Zeit, bis das Geld effektiv vermehrt wird. Dies gilt für aktive Investmentfonds und für passive Fonds. Dabei dauert es meist mehrere Jahre, bis sich Fonds insbesondere mit ihrem Zinseszinseffekt tatsächlich entfalten.

Gestreutes Risiko durch viele verschiedene Einzeltitel innerhalb des Fonds – dadurch sicherer als Einzelinvestments und noch besser, wenn das Portfolio durch mehrere Fonds in sich diversifiziert ist. Trotz Streuung besteht das Risiko von Kursverlusten.

Wenn sich das Fondsmanagement bei der Umsetzung der Anlagestrategie verschätzt, macht sich das in der Rendite des Investments bemerkbar.

Welche Alternativen zu aktiven Investmentfonds gibt es?

Die wahrscheinlich bekannteste Alternative zu aktiven Fonds sind passiv verwaltete ETFs. Der Unterschied zwischen ETFs und aktiven Investmentfonds besteht darin, dass erstere kein aktives Fondsmanagement haben und automatisch ganze Märkte abbilden.

ETFs nehmen sich nur bestimmte Indizes vor und bilden diese auf verschiedene Arten nach. Sie erreichen dadurch dieselbe Wertentwicklung wie der Index, beispielsweise der deutsche Leitindex DAX oder der US-Index S&P 500. Weil ETFs nicht versuchen, die Wertentwicklung eines Index zu übertreffen, sondern versuchen, diesen passiv (also ohne Fondsmanagement) nachzubilden, reduziert sich der Verwaltungsaufwand der Fondsgesellschaft (Emittent). Dadurch zahlen Investoren keine hohen Gebühren, wie sie bei aktiven Investmentfonds üblich sind. Zudem entfällt bei ETFs der Ausgabeaufschlag und die Gebühr für die Performance, die bei einigen aktiven Fonds erhoben wird. Das wirkt sich langfristig positiv auf die Rendite aus und ist einer der größten Unterschiede zwischen Fonds und ETFs.

Alternativen zu Fonds findet man nicht nur in ETFs, sondern auch in Geldanlagen wie Crowdinvesting oder Immobilien. Mit Einlagenprodukten wie Sparkonten, Tagesgeld– oder Festgeldkonten lassen sich zusätzliche Sicherheitsbausteine in eine diversifizierte Geldanlage aufnehmen.

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In die für Sie besten Fonds investieren, Chancen nutzen und Risiken verringern

Auf die Frage, welcher der beste Fonds der Welt ist, gibt es keine eindeutige Antwort. Die Entscheidung für oder gegen einen bestimmten Fonds ist von den individuellen Anlagezielen der Anlegenden abhängig. Investmentfonds oder kurz Fonds können eine lohnenswerte Möglichkeit sein, Geld so zu investieren, dass es sich vermehrt, ohne dabei auf risikoreiche Einzeltitel wie etwa Aktien und Anleihen zu setzen. Dabei sollte jedoch berücksichtigt werden, dass insbesondere bei aktiv gemanagten Fonds höhere Kosten entstehen können, die beispielsweise durch Ausgabeaufschläge und Verwaltungsgebühren zustandekommen. ETFs sind dagegen kosteneffizienter.

Mit der Investition in ETFs können Sie langfristig Vermögen aufbauen und im Vergleich zu aktiven Investmentfonds Kosten einsparen. Informieren Sie sich über Ihre Alternativen zu aktiven Fonds.

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Häufige Fragen zur Fondsanlage

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Thesaurierende Fonds reinvestieren Erträge (wie Dividenden) automatisch, was den Zinseszins-Effekt maximiert. Ausschüttende Fonds zahlen Gewinne regelmäßig an Ihr Konto aus.
Investmentfonds sind in der Regel börsentäglich handelbar. Sie bleiben also flexibel und können bei Bedarf zeitnah über Ihr Kapital verfügen.