Was sind Stammaktien und welche Rechte haben Anlegerinnen und Anleger?
Stammaktien sind Unternehmensanteile, die Eigentumsrechte verbriefen und Anlegerinnen und Anleger zu stimmberechtigten Miteigentümern einer Aktiengesellschaft machen.
Die Rechte der Inhaberinnen und Inhaber von Stammaktien umfassen unter anderem Stimmrecht, Teilnahme an Kapitalmaßnahmen und Beteiligung am Unternehmenserfolg.
Stammaktien bieten die Möglichkeit auf variable Dividendenzahlungen, die von der Geschäftsentwicklung und dem Unternehmensbeschluss abhängen.
Stammaktien sind Unternehmensanteile, die grundlegende Eigentums- und Mitwirkungsrechte an einer Aktiengesellschaft (AG) verbriefen. Inhaberinnen oder Inhaber einer Stammaktie gelten als stimmberechtigte Aktionärin beziehungsweise stimmberechtigter Aktionär und können an Unternehmensentscheidungen teilhaben. Neben einem möglichen Anspruch auf Dividenden umfasst die Stammaktie das Recht auf Beteiligung am Liquidationserlös, falls das Unternehmen aufgelöst wird.
Unternehmen können Stammaktien als Inhaber- oder Namensaktien ausgeben. Namensaktien werden im Aktienregister geführt und ermöglichen der Gesellschaft einen direkten Kontakt zu Aktionärinnen und Aktionären. Inhaberaktien hingegen wechseln ohne Registereintrag den Besitz, was insbesondere bei börsennotierten Unternehmen verbreitet ist.
Wenn Sie Aktien erwerben, treffen Sie häufig auf zwei gängige Aktienarten: Stammaktien und Vorzugsaktien. Beide verbriefen Anteile an einer Aktiengesellschaft, unterscheiden sich jedoch in Rechten und wirtschaftlichen Merkmalen. Die größten Unterschiede auf einen Blick:
Merkmal | Stammaktien | Vorzugsaktien |
Stimmrecht | Inhaberinnen und Inhaber verfügen in der Regel über ein Stimmrecht auf der Hauptversammlung | meist ohne Stimmrecht; kann nach § 140 AktG wieder aufleben. |
Dividende | mögliche Dividenden abhängig von Gewinn und Hauptversammlungsbeschluss; keine Vorrangstellung | häufig mit bevorzugter oder erhöhter Dividende ausgestattet, sofern die Satzung dies vorsieht |
Ausschüttungsrang | nachrangig, wenn Vorzugsaktien existieren und deren Vorrang satzungsmäßig festgelegt ist | vorrangig gegenüber Stammaktien, sofern in der Satzung definiert |
Kursverhalten | Schwankungen können stärker ausfallen, abhängig von Handelsvolumen und Marktliquidität | oft geringere Volatilität, weil die Aktie weniger handelbar ist |
Stammaktionärinnen und Stammaktionäre verfügen über grundlegende Rechte, die im Aktiengesetz verankert sind. Dazu gehören das Stimmrecht auf der Hauptversammlung, ein Anspruch auf Dividenden sowie das Bezugsrecht bei Kapitalerhöhungen. Diese Rechte umfassen im Detail:
Als Stammaktionärin oder Stammaktionär haben Sie bei Kapitalerhöhungen ein gesetzlich verankertes Bezugsrecht, das im Aktiengesetz geregelt ist. Es ermöglicht Ihnen, für jede bereits gehaltene Aktie neue Stammaktien zu einem festgelegten Bezugspreis zu erwerben, bevor diese am freien Markt angeboten werden. So erhalten Sie Ihre Beteiligungsquote und Ihr Stimmrecht im Unternehmen. Zudem schützt es Sie vor einer Verwässerung Ihrer Anteile und stärkt Ihre Position als Teilhaberin oder Teilhaber der Aktiengesellschaft.
Mit Stammaktien erhalten Sie das Recht, auf der Hauptversammlung eines Unternehmens bei Themen wie Dividendenpolitik, Kapitalmaßnahmen oder der Wahl des Aufsichtsrats mit abzustimmen. In der Regel entspricht jede Stammaktie einer Stimme. Sie können Ihr Stimmrecht persönlich ausüben, eine bevollmächtigte Person einsetzen oder sich einer Aktionärsvereinigung anschließen, um gemeinsam Einfluss zu nehmen. Anders als Vorzugsaktien ermöglichen Stammaktien eine aktive Mitwirkung an der Unternehmensentwicklung.
Aktionärinnen oder Aktionäre von Stammaktien können über Dividenden am Unternehmensgewinn beteiligt werden, sofern die Hauptversammlung eine Ausschüttung beschließt. Ob und in welcher Höhe eine Dividende ausgezahlt wird, hängt von der wirtschaftlichen Lage und der Dividendenpolitik der Aktiengesellschaft ab. Im Vergleich zu Vorzugsaktien, bei denen meist eine bevorzugte oder höhere Ausschüttung erfolgt, variiert die Dividende bei Stammaktien in der Regel stärker. Existieren Vorzugsaktien, erfolgt die Ausschüttung an Stammaktionärinnen und Stammaktionäre in der Regel nachrangig.
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Stammaktien sind mit verschiedenen Merkmalen verbunden, die sowohl Chancen als auch Risiken für Anlegerinnen und Anleger mit sich bringen. Die Vorteile und Nachteile von Stammaktien sind:
Viele börsengehandelte Indexfonds (Exchange Traded Funds, kurz: ETFs) investieren in breite Aktienkörbe, die mehrere Stammaktien oder andere Aktienarten enthalten können. Dadurch erhalten Anlegerinnen und Anleger Zugang zu zahlreichen Unternehmen aus verschiedenen Regionen und Branchen, ohne einzelne Aktien auswählen zu müssen. Je nach Index und Fondsstrategie können ETFs neben Stammaktien auch Vorzugsaktien oder weitere Wertpapiere wie beispielsweise Anleihen umfassen.
Die breite Streuung über mehrere Titel reduziert das Risiko einzelner Aktien und kann das Verhältnis von Renditechancen zu Risiko verbessern. Stammaktien spielen in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle, da sie Beteiligungsrechte mit potenziellen Erträgen wie Dividenden und Kursgewinnen verbinden.
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Risikohinweis: Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Alle ausführlichen Informationen können Sie unter Risikohinweise nachlesen.
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