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Zuletzt aktualisiert: 2. Oktober 2026

Sparbrief: Zinsen, Sicherheit und alternative Geldanlagen

Alternativen zum Sparbrief bei Raisin

Das Wichtigste in Kürze

  • Planbare Erträge: Ein Sparbrief bietet eine feste Zinsgarantie über die gesamte Anlagedauer (1 bis 10 Jahre). Zinsänderungen am Markt haben während der Vertragslaufzeit keinen Einfluss auf die Rendite.

  • Hohe Sicherheit: EU-weit harmonisierte Sicherungssysteme schützen Spareinlagen bis zu 100.000 € für jede Anlegerin und jeden Anleger pro Bank. Bei Institutsgruppen sichert der jeweilige Haftungsverbund die Einlagen ab.

  • Flexibilität bei Zinsvarianten: Anlegerinnen und Anleger wählen zwischen jährlicher Zinsgutschrift, aufzinsenden Papieren mit Zinseszinseffekt oder abgezinsten Sparbriefen.

Was ist ein Sparbrief?

Ein Sparbrief (oft auch Sparkassenbrief genannt) ist eine risikoarme Einmalanlage für Ihren mittel- bis langfristigen Vermögensaufbau. Sie überlassen einem Kreditinstitut dabei eine festgelegte Summe – üblicherweise mit einer Mindesteinlage zwischen 250 € und 2.500 € – für einen vereinbarten Zeitraum von meist einem bis zehn Jahren und erhalten im Gegenzug über die gesamte Laufzeit einen festen, garantierten Zinssatz.

Ihr Wissensvorsprung für Tagesgeld, Festgeld und ETFs

Sichern Sie sich den entscheidenden Vorteil:

  • Zins-Alarm: Spitzenkonditionen für Tages- und Festgeld sofort im Posteingang.
  • ETF-Fokus: Clevere Impulse für Ihre digitale Vermögensverwaltung.
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Welche Arten von Sparbriefen gibt es?

Banken bieten Sparbriefe in unterschiedlichen Zinsvarianten an. Der Hauptunterschied liegt im Zeitpunkt der Zinszahlung und der Auswirkung auf die Gesamtrendite.

Abgezinsten Sparbrief berechnen

Bei einem abgezinsten Sparbrief (Abzinsungspapier) wird der Kaufpreis (Ausgabepreis) anhand des Nennwerts und der Zinsen nach hinten abgezinst: Ausgabepreis = Nennwert / (1 + r)^n.

  • Beispiel: Ein Sparbrief hat einen Nennwert von 20.000 €, eine Laufzeit (n) von 5 Jahren und einen Zinssatz (r) von 3 % p. a.

  • Berechnung: 20.000 / (1 + 0,03)^5 = 20.000 / 1,159274 = 17.252,18 €.

  • Ergebnis: Sie zahlen beim Kauf nur 17.252,18 €. Am Ende der Laufzeit erhalten Sie also den vollen Nennwert von 20.000 € zurück. Der Gesamtertrag beträgt 2.747,82 € (Rendite/Effektivzins: 3 % p. a.).

Formel: So wird die Rendite bei einem aufgezinsten Sparbrief berechnet

Bei einem aufgezinsten Sparbrief werden die gesamten Zinsen addiert und erst am Ende der Laufzeit zusammen mit dem Nennwert ausgezahlt. Die vereinfachte Formel lautet demnach:

Auszahlung = Nennwert + Zinsen

Ausgehend von einem Nennwert von 20.000 €, einer Laufzeit von 5 Jahren und einem Zinssatz von 3,00 % p. a., erhält der Sparer am Ende der Laufzeit eine Auszahlung von 23.185,48 €.

Risiken: Wie sicher sind Sparbriefe?

Ein klassischer Sparbrief gilt als risikoarme Geldanlage, da er vertraglich weder Kursschwankungen noch Zinsänderungen unterliegt.

Ist das Guthaben des Sparbriefs zu versteuern?

Bei Sparbriefen werden die Zinseinnahmen versteuert, da diese zu den Einkünften aus Kapitalvermögen zählen. Die Zinsen unterliegen der Abgeltungssteuer in Höhe von 25,00 % sowie dem Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls der Kirchensteuer.

Zudem kann bei der Bank ein Freistellungsauftrag für den Freibetrag (Sparerpauschbetrag) von 1.000 € je Sparer und 2.000 € bei gemeinsam Veranlagten (Stand: 2026) erteilt werden. Kapitalerträge bis zu diesem Betrag bleiben dadurch steuerfrei. Dabei ist zu beachten, dass beim abgezinsten Sparbrief der Zinsertrag bei Fälligkeit auf den Freistellungsauftrag angerechnet wird. Reicht dieser nicht aus, wird die Abgeltungssteuer fällig.

Eignet sich ein Sparbrief für mich?

Sparbriefe eignen sich vor allem für sicherheitsorientierte Anlegerinnen und Anleger, die eine planbare Sparanlage ohne Wertschwankungen suchen. Da Ihr Kapital über Kündigungssperrfristen gebunden ist, sollten nur Beträge angelegt werden, die Sie während der vereinbarten Anlagedauer nicht als Notgroschen benötigen. Auch für Minderjährige oder zur gezielten Erreichung fester Sparziele sind Sparbriefe eine strukturierte Option.

Alternativen zum Sparbrief

Zu Zeiten, in denen die Zinsen sinken, können Sparbriefe von Vorteil sein, da Sparer von den zuvor festgelegten höheren Zinsen profitieren können. In einer Phase von Zinssteigerungen können lange Laufzeiten von Sparbriefen hingegen dafür sorgen, dass durch die Zinsbindung an die festgelegten niedrigen Zinsen mit anderen Geldanlagen attraktivere Gewinne erzielt werden können. Festgelder, Tagesgelder oder die Investition in ETFs können daher Alternativen zu Sparbriefen sein.

Festgeld

Festgelder und Sparbriefe ähneln sich in vielerlei Hinsicht. Beim Festgeld wird ebenfalls eine festgelegte Summe für einen bestimmten Zeitraum zu einem festen Zinssatz angelegt. Die Zinsen der beiden Produkte sind auf ähnlichem Niveau, weshalb viele Kreditinstitute häufig nur eine der beiden Anlageformen anbieten. Seit der Zinswende steigen die Zinsen für Sparbriefe und Festgelder in Deutschland wieder. Allerdings sind die Zinssätze in anderen Ländern Europas häufig deutlich höher.

Mit Raisin können Sparer von attraktiven Konditionen profitieren und in nur wenigen Schritten ein Festgeldkonto in der EU eröffnen. Die Einlagen sind gemäß EU-Recht bis zu 100.000 € pro Kunde und Bank durch das nationale Einlagensicherungssystem des jeweiligen Landes geschützt.

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Tagesgeld

Im Vergleich zum Sparbrief ist ein Tagesgeldkonto flexibler. Durch diese Flexibilität fallen die Zinsen hingegen meist geringer aus als beim Festgeldkonto oder dem Sparbrief. Beim Tagesgeld wird Geld ohne feste Laufzeit zu einem variablen Zinssatz angelegt. Es können jederzeit Ein- oder Auszahlungen vorgenommen werden. Steigen die Marktzinsen, können Banken den variablen Zinssatz bei Tagesgeldkonten anpassen. Ob und wann dies erfolgt, hängt von der jeweiligen Bank ab. Die Beträge auf einem Tagesgeldkonto unterliegen ebenfalls der gesetzlichen Einlagensicherung des jeweiligen Landes.

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Investition in Wertpapiere

Die Geldanlage am Kapitalmarkt bietet Chancen auf höhere Renditen, ist jedoch ebenfalls mit einem höheren Risiko verbunden. Raisin bietet die Möglichkeit, langfristig in ETFs (Exchange Traded Funds) zu investieren und von Renditechancen am Kapitalmarkt zu profitieren. Anleger können mit wenigen Klicks beispielsweise in ETF-Sparpläne investieren und bereits ab einer Sparrate von 25 € monatlich Geld anlegen. Die digitale Vermögensverwaltung bietet fünf Strategien für ETF-Portfolios mit unterschiedlichen Risikoprofilen.

Globale und diversifizierte Portfolios

Globale und diversifizierte Portfolios

Die Portfolios der digitalen Vermögensverwaltung investieren Ihr Vermögen breit gestreut. Das heißt für Sie, dass Sie mit nur einem Portfolio von den globalen Aktien- und Anleihenmärkten profitieren.

Dabei folgt unser Anlageteam einer Strategie, in die 50 Jahre führender Finanzforschung eingeflossen sind.

Häufig gestellte Fragen zum Sparbrief

Eine Namensschuldverschreibung ist ein auf eine bestimmte Person ausgestelltes Wertpapier. Im Gegensatz zu Inhaberschuldverschreibungen ist eine börsliche Handelbarkeit nicht vorgesehen. Sie können diese Anlage daher nicht ohne Weiteres an Dritte verkaufen oder vorzeitig auflösen.

Eine vorzeitige Kündigung des Sparbriefs ist während der Laufzeit vertraglich ausgeschlossen. Auch im Todesfall läuft der Vertrag für die Erben bis zum vereinbarten Vertragsende weiter. Einzelne Banken gestatten in Ausnahmefällen eine Abtretung oder einen Verkauf, was jedoch meist mit Abschlägen verbunden ist.

Wenn Sie kurzfristig Liquidität benötigen, kann der Sparbrief als Sicherheit für ein Darlehen (Lombardkredit) genutzt werden. Die maximale Kredithöhe orientiert sich am Nennwert des Sparbriefs.en.

Ein Sparbrief ist eine reine Einmalanlage mit festem Zinssatz. Formate wie der Bausparvertrag, der Ratensparvertrag oder Verträge zum Bonussparen/Prämiensparen basieren hingegen auf regelmäßigen Sparraten, oft kombiniert mit Zinsstaffeln oder staatlichen Prämien.

Nein, die Eröffnung, Führung und Verwahrung von Namessparbriefen sind bei der ausgebenden Bank in der Regel vollständig kostenlos. Es fallen keine laufenden Kontoführungs- oder Depotgebühren an. Die vereinbarte Rendite bleibt bis auf gesetzliche Abgaben (z. B. Kapitalertragsteuer oder ausländische Quellensteuer bei Partnerbanken im Ausland) in voller Höhe erhalten. Kosten oder finanzielle Einbußen können lediglich entstehen, wenn die Bank einer vorzeitigen Auflösung aus Kulanz zustimmt und dafür Zinsabschläge berechnet.

Hinweis: Die Inhalte auf dieser Seite dienen der allgemeinen Information und stellen keine steuerliche Beratung dar. Für detaillierte Informationen oder zur individuellen Klärung steuerrechtlicher Fragen empfehlen wir die Hinzuziehung eines Steuerberaters oder einer anderen gemäß § 2 StBerG befähigten Person.