Ob mit klassischen Sparprodukten, ETFs oder individuellen Lösungen – erfahren Sie, wie Sie Ihre Altersvorsorge gestalten und an Ihre persönlichen Lebensumstände anpassen können.
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Zuletzt aktualisiert: 18. Dezember 2025
Unter Altersvorsorge versteht man in Deutschland die in drei Säulen unterteilte Maßnahmen, die den Lebensunterhalt nach Ausscheiden aus dem Erwerbsleben sichern: die gesetzliche Vorsorge (meist die Rentenversicherung), die erwerbsbasierte (meist betriebliche) Altersvorsorge und die private Vorsorge.
Die Differenz zwischen der monatlichen Rente aus der Altersvorsorge und dem zuletzt erzielten Einkommen. Ist die Differenz negativ, kann der bisherige Lebensstandard nicht gehalten werden. Es besteht daher eine Rentenlücke. Das Ziel einer zusätzlichen Alterssicherung ist es, diese Lücke zu schließen.
Je früher Sie für die Rente sparen, desto mehr Geld steht Ihnen ab dem Renteneintrittsalter zur Verfügung. Als Faustregel gilt, dass monatlich beziehungsweise jährlich 10 % bis 15 % des Nettoeinkommens für die Rente gespart werden sollten.
Unter dem Begriff Altersvorsorge versteht man alle finanziellen Maßnahmen, die dazu dienen, den eigenen Lebensstandards im Ruhestand zu sichern. Diese Vorsorge ist erforderlich, da die gesetzliche Rente oft nicht ausreicht, um den gewohnten Lebensstandard im Alter zu erhalten.
In Deutschland basiert die Altersversorgung auf einem Drei-Säulen-Konzept. Diese bestehen aus der gesetzlichen Rente, der betrieblichen sowie der privaten Altersvorsorge:
Der Großteil aller Erwerbstätigen ist über die gesetzliche Säule (meist Rentenversicherung) als Basisvorsorge abgesichert. Dazu gehören:
Die zweite Säule bildet sich aus einer Zulage zur Altersvorsorge über den Arbeitgeber. Dazu zählen:
Die betriebliche Altersvorsorge kann über unterschiedliche Wege erfolgen. Einige Beispiele sind:
Bei einer Pensionskasse handelt es sich um eine rechtlich selbständige Versorgungseinrichtung. Der Arbeitgeber zahlt Beiträge ein, die am Kapitalmarkt angelegt werden. Daraus entstehen im Ruhestand Rentenzahlungen. Die Höhe der Auszahlung hängt vom eingezahlten Beitrag, der erzielten Rendite sowie den konkreten Satzungsregelungen ab.
Ein Pensionsfonds ist ein kapitalmarktorientierter Versorgungsträger, der ähnlich wie ein Investmentfonds funktioniert. Das Geld wird direkt in den Kapitalmarkt investiert – etwa in Aktien oder Anleihen. In der Regel werden Pensionsfonds von Versicherungen, Banken oder großen Unternehmen eingerichtet und als ergänzende Altersvorsorge angeboten. Sie sind staatlich gefördert und werden von Arbeitgebern mitfinanziert.
Die Unterstützungskasse ist ein von Arbeitgebern finanzierter Versorgungsträger. Sie dient dazu, dass Unternehmen ihren Beschäftigten – gerade bei einem hohen Einkommen – zusätzliche Versorgungsleistungen im Alter zusagen können.
Die private Vorsorge bildet die dritte Säule der Altersvorsorge. Einige der bekanntesten Möglichkeiten der privaten Altersvorsorge sind:
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Generell gilt: Je früher Sie mit der Altersvorsorge oder der Vorsorge für Ihre Kinder beginnen, desto besser. Für kapitalmarktbasierte Produkte ergibt sich ein zusätzlicher Vorteil: Längere Laufzeiten ermöglichen es, Marktschwankungen auszusitzen und die Chancen auf höhere Renditen besser zu nutzen. Hinzu kommt, dass Sie generell kleinere Beiträge pro Monat anlegen können, da mehr Zeit zur Verfügung steht, um finanzielle Ziele im Ruhestand zu erreichen. Zudem profitieren Sie stärker vom Zinseszins.
Gut zu wissen: Zinseszins bedeutet, dass das ursprünglich eingezahlte Kapital zuzüglich den bereits erhaltenen Zinsen wieder verzinst wird. Dadurch entsteht der Zinseszinseffekt: Mit jeder neuen Periode erhöht sich die Grundlage für die Verzinsung, sodass das Vermögen weiter wächst – je länger das Geld angelegt bleibt, desto stärker wirkt dieser Effekt.
Allerdings ist es auch in späteren Jahren jederzeit möglich, eine ergänzende Altersvorsorge aufzubauen. Zwar fällt der Zinseszinseffekt dann schwächer aus als bei einem früheren Einstieg, doch mit einer konsequenten Strategie, realistischen Zielen und gegebenenfalls höheren monatlichen Beiträgen lassen sich auch im späteren Lebensabschnitt noch finanzielle Rücklagen schaffen. Gerade in dieser Phase lohnt sich ein genauer Blick auf Fördermöglichkeiten, steuerliche Vorteile und flexible Produkte, die zur individuellen Lebenssituation passen.
Die Rentenlücke bezeichnet die Situation, wenn das Einkommen während des Erwerbslebens über den späteren Leistungen aus der gesetzlichen Rente liegt. In diesem Fall reicht die staatliche Rente nicht aus, um den bisherigen Lebensstandard zu erhalten. Um diese Lücke zu schließen, bietet sich eine rechtzeitige private Vorsorge an. Dazu zählen Sparprodukte wie Tages- und Festgeld oder langfristige Kapitalanlagen. Dadurch kann eine stabile finanzielle Basis für den Ruhestand geschaffen werden.

Laut Auswertungen von Raisin beträgt die Rentenlücke für durchschnittlich verdienende 40-Jährige rund 264.000 €. Um diese zu schließen, müssten schon heute 171.000 € angespart sein. Bei 50-Jährigen liegt die Rentenlücke bei 258.000 €, wofür Rücklagen von 198.000 € erforderlich sind. Wer bereits 60 Jahre alt ist, rechnet mit einer Rentenlücke von 245.000 €, für die ein Ersparnis von 221.000 € notwendig ist.
(Quelle: Raisin, Stand: 2024)
Für die Berechnung wurden die Durchschnittsgehälter in verschiedenen Altersklassen herangezogen und angenommen, dass 10,00 % des Nettogehaltes (Sparpotenzial) ab sofort bis zum Renteneintrittsalter (67 Jahre) gespart werden.
40 Jahre | 53.000 | 2.824 | 171.000 | 93.000 | 264.000 |
50 Jahre | 54.500 | 2.889 | 198.000 | 60.000 | 258.000 |
60 Jahre | 54.750 | 2.900 | 22.1000 | 24.000 | 245.000 |
(Quelle: Raisin, Stand: 2024)
„Je später man an seinen Ruhestand denkt, desto schwieriger wird es, genug zu sparen, um die Rentenlücke schließen zu können. Ein weiteres Problem: Die meisten unterschätzen ihre eigene Lebenserwartung – im Schnitt sogar um 7 Jahre. […] Nur wer frühzeitig mit der Geldanlage startet, nutzt den Zinseszinseffekt. Wer es richtig macht, kann im Alter nicht nur seinen Lebensstandard halten, sondern sogar noch den einen oder anderen Wunsch erfüllen.“
Wie viel Geld Sie für den Ruhestand sparen möchten, hängt von Ihren finanziellen Zielen und Ihrem angestrebten Lebensstandard im Alter ab. Als Faustregel gilt, dass monatlich beziehungsweise jährlich 10,00 % bis 15,00 % des Nettoeinkommens für die Rente gespart werden sollten. Um eine individuelle Sparsumme zu ermitteln, können Sie folgendermaßen vorgehen:
Jedes Jahr erhalten gesetzlich Versicherte von der Deutschen Rentenversicherung ihre Renteninformation. Es handelt sich hierbei um ein Dokument, das einen Überblick über den aktuellen Rentenstand gibt und die voraussichtliche zukünftige Altersrente prognostiziert. Die Höhe der angegebenen Altersrente wird unter der Annahme berechnet, dass Sie weiterhin Beiträge in ähnlicher Höhe leisten wie im Durchschnitt der letzten fünf Jahre.
Um Ihre persönliche Rentenlücke zu ermitteln, vergleichen Sie Ihre voraussichtliche gesetzliche Rente mit Ihrem heutigen Nettoeinkommen. Die Differenz zeigt, wie viel Geld Ihnen im Ruhestand monatlich fehlen wird – das ist die Rentenlücke. Hier ein Beispiel:
Bei der Planung der Altersvorsorge sollten Sie mögliche Veränderungen in Ihre Überlegungen einbeziehen. Dazu zählen beispielsweise mögliche Gehaltserhöhungen, aber auch steigende Lebenshaltungskosten, steigende Gesundheitsausgaben oder auch eine Veränderung Ihrer persönlichen Lebenssituation (beispielsweise Teilzeitarbeit, Jobwechsel, Familiengründung).
Auch die gesetzliche Rentenhöhe kann sich im Laufe der Zeit ändern – etwa durch Rentenanpassungen, politische Reformen oder wirtschaftliche Schwankungen. Ein realistischer Vorsorgeplan berücksichtigt daher den Status quo und auch zukünftige finanzielle Herausforderungen und Chancen.
Um ein Gefühl für die langfristige Versorgungslücke zu bekommen, lohnt sich ein Blick auf die gesamte Ruhestandsdauer. Wenn Sie beispielsweise mit 67 Jahren in Rente gehen und davon ausgehen, die durchschnittliche Lebenserwartung von 83 Jahren als Frau zu erreichen (Stand: 2024, Statistisches Bundesamt), haben Sie einen Ruhestand von 16 Jahren.
Angenommen, Ihre Rentenlücke beträgt 1.200 € im Monat. Dann ergibt sich folgende Berechnung:
1.200 € × 12 Monate × 16 Jahre = 230.400 €
Demnach müssten Sie 230.400 € zusätzlich aufbringen, um die Rentenlücke auszugleichen. Das geht zum Beispiel mit einem ETF-Sparplan, einer privaten Rentenversicherung oder anderen Kapitalanlagen wie Festgeld oder einer Vermögensverwaltung.
Für die richtige Altersvorsorge gibt es keine Patentlösung. Je nach persönlicher Präferenz und Zielen können Sie zwischen verschiedenen Möglichkeiten zur Altersvorsorge wählen. Möglicherweise ist auch eine Kombination aus mehreren Ansätzen die beste Altersvorsorge für Sie. Geeignete Vorsorgeformen sind beispielsweise:

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