Anleihen

Was ist eine Anleihe und welche Arten gibt es?

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Das Wichtigste in Kürze

  • Definition: Anleihen (Bonds) sind Wertpapiere mit fester Laufzeit. Sie verbriefen einen Anspruch auf Rückzahlung des Nennwerts am Laufzeitende sowie Zinszahlungen (Kupon).

  • Arten: Anleihen unterscheiden sich unter anderem nach Herausgeber (zum Beispiel Staat oder Unternehmen), Art der Verzinsung (fest, variabel, ohne Kupon) und besonderen Merkmalen wie Nachrangigkeit, Wandelrecht oder Besicherung.

  • Risiko: Das Spektrum bei Anleihen ist breit und reicht je nach Herausgeber und Bonität von vergleichsweise risikoärmeren Emittenten mit hoher Bonität und stabiler Rückzahlungswahrscheinlichkeit bis hin zu spekulativeren Titeln mit erhöhtem Ausfallrisiko.

Aktuelles zu Anleihen im Jahr 2026

Zum Jahresanfang 2026 stehen deutsche Staatsanleihen („Bunds“) wieder klar im Fokus, da die Renditen im Vergleich zu den Vorjahren deutlich höher sind. Die Rendite einer 10-jährigen Bundesanleihe lag Anfang Januar 2026 bei rund 2,8 % (Stand: 02.01.2026). Deutsche Staatsanleihen gelten weiterhin als vergleichsweise risikoarme Geldanlage. Generell gilt: Höhere Renditechancen gehen oft mit höheren Risiken einher. Besonders Anleihen von Herausgebern mit niedriger Bonität können deutlich höhere Verlustrisiken bis hin zu Ausfällen aufweisen.

Ein wichtiger Faktor bleibt die Geldpolitik: Die EZB hatte ihre Leitzinsen zuletzt im Dezember 2025 unverändert gelassen (Einlagefazilität 2,00 %, Hauptrefinanzierungssatz 2,15 %, Spitzenrefinanzierungssatz 2,40 %). Ein wesentlicher Einflussfaktor bleibt die weitere Zinspolitik der EZB sowie die Frage, ob sie weitere Zinsschritte einleitet oder eine längere Pause einlegt. Laut einer Reuters-Umfrage rechnet die Mehrheit der befragten Ökonominnen und Ökonomen damit, dass das aktuelle Zinsniveau bis 2026 bestehen bleibt.

Grundlegende Begriffe für den Handel mit Anleihen

Rund um das Thema Anleihen gibt es zahlreiche Fachbegriffe. Die wichtigsten sind in diesem Überblick erklärt:

BegriffErklärung

Anleihevolumen

Das Anleihevolumen (Emissionsvolumen) bezeichnet den Gesamtnennbetrag, den der Emittent mit dieser Anleihe ausgibt. Bei einheitlicher Stückelung ergibt sich der Nennwert je Anleihe aus: Anleihevolumen ÷ Stückzahl.

Bonität

Die Kreditwürdigkeit eines Wirtschaftssubjekts (Personen, Unternehmen, Staaten) wird als bezeichnet. Bei Anleihen hilft diese Einschätzung dabei, das Ausfallrisiko besser einzuordnen. Anhand des Ausfallrisikos werden Anleihen in unterschiedliche Kategorien – von investmentwürdig (klein) bis hin zu ...

Bonds

Bonds ist der englische Begriff für eine Anleihe. Die beiden Begriffe können als Synonyme verwendet werden.

Emission

Emission bezeichnet die Herausgabe von Anleihen. Unternehmen, Staaten oder Banken geben dabei neue Schuldverschreibungen heraus, um sich Kapital von Investorinnen und Investoren zu leihen. Die Emission kann beispielsweise vom Emittenten selbst (Selbstemission) oder über eine Bank (Fremdemission) erf...

Emittent

Der ist die Herausgeberin oder der Herausgeber einer Anleihe, zum Beispiel ein Staat, ein Unternehmen oder eine öffentliche Institution.

Kupon

Der Kupon (Zinskupon) ist der vertraglich festgelegte Zinssatz einer Anleihe. Er bezieht sich auf den Nennwert und bestimmt, welche regelmäßigen Zinsbeträge der Emittent während der Laufzeit zahlt (zum Beispiel jährlich oder halbjährlich). Die Kuponhöhe wird bei der Emission festgelegt und hängt unt...

Kurswert

Der Kurs bezeichnet den tagesaktuellen Marktpreis der Anleihe. Er wird in Prozent des Nennwertes angegeben (100 % = Nennwert) und kann während der Laufzeit schwanken. Der Kurs ist vor allem relevant, wenn die Anleihe vor Laufzeitende verkauft wird. 

Laufzeit

Die Laufzeit beschreibt den Zeitraum vom Ausgabedatum der Anleihe bis zu ihrer Fälligkeit.

Nennwert

Der Nennwert, ebenso Nominalwert genannt, ist der auf einer Anleihe vermerkte Betrag. Er wird am Ende der Laufzeit zurückgezahlt, sofern der Emittent zahlungsfähig ist.

Rendite

Die Rendite beschreibt den Gesamtertrag einer Anleihe. Sie ergibt sich aus den Zinszahlungen (Kupon) und eventuellen Kursgewinnen oder -verlusten – je nachdem, zu welchem Kurs die Anleihe gekauft und verkauft beziehungsweise zurückgezahlt wird.

Rendite bis Fälligkeit (YTM)

Die Rendite bis Fälligkeit gibt an, welche jährliche Rendite sich ergibt, wenn eine Anleihe bis zum Laufzeitende gehalten wird.

Rückzahlungskurs

Bei klassischen Anleihen beträgt der Rückzahlungskurs in der Regel 100 % des Nennwerts. Es gibt jedoch Ausnahmen, etwa bei strukturierten Produkten oder inflationsindexierten Anleihen.

Stückzinsen

Stückzinsen sind aufgelaufene Zinsen, die beim Kauf oder Verkauf einer Anleihe zwischen zwei Zinsterminen berücksichtigt werden.

Definition: Was sind Anleihen?

Anleihen, ebenfalls Bonds, Schuldverschreibungen oder Rentenpapiere genannt, sind verzinste Wertpapiere mit fester Laufzeit. Die Verzinsung kann fest, variabel oder indexiert sein. Staaten, Unternehmen oder andere Institutionen geben Anleihen heraus, um sich Kapital am Finanzmarkt zu beschaffen. Wer eine Anleihe kauft, stellt dem Emittenten für einen festgelegten Zeitraum Geld zur Verfügung. Mit dem Kauf einer Anleihe stellen Investorinnen und Investoren Kapital zur Verfügung und erwerben vertraglich zugesicherte Ansprüche auf Zinsen sowie die Rückzahlung des Nennwerts am Laufzeitende.

Wirtschaftlich betrachtet handelt es sich bei einer Anleihe um Fremdkapital. Anlegerinnen und Anleger werden nicht zu Miteigentümern, sondern zu Gläubigerinnen und Gläubigern des Emittenten. Sie erhalten einen vertraglich definierten Anspruch auf Zins- und Rückzahlungen.

Wie funktionieren Anleihen?

Anleihen sind Schuldverschreibungen: Ein Emittent nimmt Geld auf und legt dafür bei der Ausgabe Nennwert, Laufzeit und Kupon (Zins) fest. Für Anlegerinnen und Anleger sind die Art der Zinszahlung, der Ablauf der Rückzahlung bei Fälligkeit und die Folgen eines Verkaufs zum aktuellen Kurs vor Ende der Laufzeit entscheidend. Die drei Bausteine erklärt der folgende Überblick:

  • Zinszahlungen während der Laufzeit: Während der Laufzeit zahlt der Emittent in regelmäßigen Abständen Zinsen, den sogenannten Kupon. Meist erfolgen diese Zahlungen jährlich, möglich sind aber auch andere Intervalle. Bei festverzinslichen Anleihen bleibt der Kupon während der Laufzeit konstant. Es gibt zudem Anleihen mit variabler oder an einen Index gekoppelter Verzinsung.
  • Rückzahlung bei Fälligkeit: Mit dem Ende der Laufzeit wird die Anleihe fällig. Der Emittent zahlt den Nennwert an die Inhaberinnen oder Inhaber zurück, unabhängig davon, zu welchem Kurs die Anleihe zuvor gehandelt wurde. 
  • Handel am Sekundärmarkt: Anleihen lassen sich auch während der Laufzeit an Börsen oder außerbörslich handeln. Dieser Handel findet am sogenannten Sekundärmarkt statt. Der Kurs ergibt sich aus Angebot und Nachfrage und kann vom Nennwert abweichen. Kursveränderungen wirken sich auf den Ertrag aus, wenn die Anleihe vorzeitig verkauft wird.

Welche Arten von Anleihen gibt es?

Anleihen lassen sich unterscheiden nach Emittent (zum Beispiel Staat oder Unternehmen), Art der Verzinsung (fest, variabel, ohne Kupon), Laufzeit (kurz-, mittel-, langfristig) sowie ihrer Bonitätsbewertung. Eine weitere Art der Klassifizierung erfolgt anhand spezifischer Charakteristika. Dabei wird beispielsweise zwischen Fremdwährungsanleihen oder Genussscheine unterschieden. Nachranganleihen, Options- und Wandelanleihen sowie strukturierte Anleihen sind ebenfalls Unterarten. Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Anleihearten und ihre grundlegenden Eigenschaften:

Staatsanleihen

Staaten geben Staatsanleihen aus, um öffentliche Ausgaben oder bestehende Verbindlichkeiten zu finanzieren. Die Laufzeiten reichen von kurzfristigen Anleihen mit wenigen Monaten bis zu langfristigen Anleihen mit mehreren Jahrzehnten Laufzeit.

Die Rückzahlung und Verzinsung hängen von der Zahlungsfähigkeit des jeweiligen Staates ab. Entsprechend unterscheiden sich Staatsanleihen je nach Emittentenland in ihrem Risiko- und Renditeprofil.

Unternehmensanleihen

Unternehmen emittieren Unternehmensanleihen, um sich unabhängig von Bankkrediten Kapital zu beschaffen. Anlegerinnen und Anleger stellen dem Unternehmen Fremdkapital zur Verfügung und erhalten dafür Zinszahlungen.

Pfandbriefe und Covered Bonds

Pfandbriefe sind eine in Deutschland gesetzlich regulierte Form gedeckter Anleihen. International existieren vergleichbare Konstruktionen unter dem Begriff „Covered Bonds“. Beide sind durch einen separaten Sicherheitenpool gedeckt. Häufig handelt es sich dabei um Hypotheken oder öffentliche Kredite.

Kommunalanleihen

Kommunalanleihen werden von Städten, Gemeinden oder anderen öffentlichen Gebietskörperschaften ausgegeben. Sie sind in den USA weit verbreitet (‚Municipal Bonds‘), in Deutschland hingegen selten. Sie dienen typischerweise der Finanzierung von Infrastrukturprojekten.

Investment Grade und High Yield

Anleihen lassen sich auch nach ihrer Bonität einteilen. Anleihen mit höherer Bonität sind häufig dem sogenannten Investment-Grade-Bereich zugeordnet. Anleihen mit geringerer Bonität werden als High-Yield-Anleihen bezeichnet. Diese Einteilung basiert auf Bonitätsbewertungen durch Ratingagenturen und dient einer Orientierung. Sie ist keine Garantie für Rückzahlung oder Wertentwicklung.

Inflationsindexierte Anleihen

Bei inflationsindexierten Anleihen ist der Nennwert (oder ein Indexfaktor) an einen Preisindex gekoppelt. Dadurch passen sich die Zahlungen – je nach konkreter Ausgestaltung – an die Inflation an. Ziel ist es, die Kaufkraft der Zahlungen besser zu erhalten. Wie stark sich Kuponzahlungen und Rückzahlung verändern, hängt davon ab, ob der Nennwert indexiert ist (und der Kupon als fester Prozentsatz darauf berechnet wird) und wie sich die Inflation tatsächlich entwickelt. Ob es bei Deflation eine Untergrenze für die Rückzahlung gibt, hängt vom einzelnen Produkt ab. 

Inflationsindexierte Anleihen können gegen unerwartet hohe Inflation helfen, sind aber nicht risikofrei: Der Kurs kann schwanken – vor allem, wenn sich das allgemeine Zinsniveau bzw. die Realzinsen bewegen.

Wandelanleihen

Wandelanleihen enthalten neben der Anleihekomponente ein Umtauschrecht in Aktien. Dadurch vereinen sie Merkmale von Anleihe und Aktie. Der enthaltene Wandlungsanspruch hat einen eigenen Optionswert, der sich auf die Kursentwicklung auswirkt.

Nachrangige Anleihen

Nachranganleihen werden überwiegend von Banken oder Versicherungen ausgegeben. Kommt es zur Insolvenz des Schuldners, erhalten Anleger ihr Geld erst nach allen anderen Gläubigern zurück. Durch das erhöhte Risiko zahlen nachrangige Anleihen häufig höhere Zinsen.

Hochzinsanleihen

Bei Hochzinsanleihen handelt es sich meist um Unternehmensanleihen mit niedrigerer Bonität. Als Hochzinsanleihen gelten in der Regel Anleihen unterhalb von Investment Grade, also zum Beispiel mit einem Rating von BB+ (Standard and Poor's oder Fitch) beziehungsweise Ba1 (Moody’s) oder schlechter. Sie bieten oft höhere Renditechancen, sind aber mit einem höheren Ausfallrisiko verbunden.

Rendite bei Anleihen richtig verstehen

Der Kupon ist der vertraglich festgelegte Zinssatz einer Anleihe bezogen auf den Nennwert. Er ist nicht mit der tatsächlichen Rendite gleichzusetzen. Die Rendite einer Anleihe hängt davon ab, zu welchem Kurs sie gekauft wird und ob sie bis zur Fälligkeit gehalten oder vorzeitig verkauft wird. Entscheidend sind daher:

  • die Kuponzahlungen während der Laufzeit und

  • mögliche Kursgewinne oder -verluste bei Abweichung vom Rückzahlungskurs.

Bei einem Verkauf vor Fälligkeit hängt der tatsächliche Ertrag zusätzlich vom Marktpreis zum Verkaufszeitpunkt ab. Dieser kann über oder unter dem Kaufkurs liegen.

Beispiel: Eine Anlegerin kauft zehn Anleihen mit einem Nennwert von je 100 € – insgesamt 1.000 €. Der Kupon beträgt 3,00 % pro Jahr, die Laufzeit beträgt zehn Jahre. Sie erhält jährlich 30 € an Zinsen (3 % von 1.000 €). Wird die Anleihe am Ende der Laufzeit zu 100 % zurückgezahlt, ergibt sich eine Rendite von 3,00 %. Liegt der Kaufkurs jedoch unter 100 %, steigt die effektive Rendite. Liegt er darüber, sinkt sie entsprechend.

Kann man eine Anleihe vor Ablauf der Laufzeit verkaufen?

Anleihen können vor Laufzeitende verkauft werden. Anleihenkurse schwanken während der Laufzeit, unter anderem aufgrund von Änderungen des allgemeinen Zinsniveaus, der Bonität des Emittenten sowie von Angebot und Nachfrage am Markt. Am Ende der Laufzeit nähert sich der Kurs in der Regel dem Nennwert an, da dessen Rückzahlung kurz bevorsteht.

Beispiel: Die Anlegerin kauft eine Anleihe mit einem Nennwert von 100 €. Kurz nach dem Kauf sinkt der Kurs der Anleihe auf 93 %. Sie entscheidet sich, die Anleihe zu diesem Zeitpunkt zu verkaufen. Dafür erhält sie 93 € zurück, unabhängig davon, wie viel sie ursprünglich bezahlt hat. Es entsteht ein Kursverlust, sofern der Kaufpreis höher lag.

Steigt der Kurs jedoch auf 105 % und sie verkauft die Anleihe zu diesem Kurs, erhält sie 105 €. Sie erzielt einen Kursgewinn von 5 € pro Anleihe, wiederum unabhängig vom Kupon.

Was sagen Ratings bei Anleihen aus?

Ratingagenturen wie Moody’s, Standard & Poor’s oder Fitch bewerten die Kreditwürdigkeit von Emittenten und, je nach Fall, einzelner Anleihen. Die Skalen reichen bei Standard & Poor’s beispielsweise von AAA (höchste Bonität) bis D (Zahlungsausfall). Anleihen mit einem Rating von BBB– oder besser gelten als Investment Grade. Alles darunter wird als spekulativ (High Yield) eingestuft. 

Ein Rating ist keine objektive Messgröße, sondern eine fachliche Einschätzung auf Basis verfügbarer Informationen. Ratings können sich im Zeitverlauf ändern, etwa wenn sich die wirtschaftliche Lage eines Emittenten verbessert oder verschlechtert. Ein Rating ist keine Garantie für Zins- oder Rückzahlungen und keine Aussage über die künftige Wertentwicklung einer Anleihe. Es beschreibt ein Risiko, schließt es aber nicht aus.

Mit welchen Risiken sind Anleihen verbunden?

Die Risiken von Anleihen können je nach Emittent, Laufzeit und Marktumfeld unterschiedlich ausfallen. Zu den wichtigsten Risiken zählen:

  • Bonitätsrisiko: Risiko, dass der Emittent Zins- oder Rückzahlungen nicht (vollständig) leisten kann, insbesondere bei Anleihen mit einem Rating unterhalb von Investment Grade.

  • Zinsänderungsrisiko: Steigt das allgemeine Zinsniveau, sinken die Kurse bestehender Anleihen in der Regel. Bei längerer Restlaufzeit fällt dieser Effekt häufig stärker aus.

  • Liquiditätsrisiko: Manche Anleihen lassen sich nur eingeschränkt handeln. Bei einem Verkauf kann es dadurch zu Preisabschlägen kommen.

  • Währungsrisiko: Bei Fremdwährungsanleihen können Wechselkursveränderungen die Wertentwicklung positiv oder negativ beeinflussen.

  • Inflationsrisiko: Eine steigende Inflation kann die reale Kaufkraft von Zinszahlungen und Rückzahlung mindern, insbesondere bei festverzinslichen Anleihen.

Je nach Ausgestaltung können Anleihen eine andere Risiko- und Ertragsstruktur als Aktien aufweisen und damit die Zusammensetzung eines Portfolios verändern. Laufzeit, Bonität und Emittentenstruktur sind Kriterien, die bei der Einordnung von Anleihen eine Rolle spielen können.

Vor- und Nachteile von Anleihen auf einen Blick

Eine Investition in Anleihen hat Vor- und Nachteile. Dazu gehören:

Vorteile:

  • Regelmäßige und vorhersehbare Zinszahlungen

  • Anleihen können ein Aktienportfolio stabilisieren und diversifizieren

  • Anleihen mit hoher Bonität und kurzer Laufzeit gelten als vergleichsweise risikoarm

  • Vor Ende der Laufzeit verkäuflich

  • Renditechancen durch mögliche Kursgewinne

Nachteile:

  • Beim Verkauf vor Laufzeitende kann der Verkaufspreis unter dem ursprünglichen Kaufpreis liegen

  • Bei Fremdwährung bzw. hoher Inflation kann die reale Rendite sinken

  • Keine Einlagensicherung

  • Zins- und Rückzahlungen hängen von der Zahlungsfähigkeit des Emittenten ab

Wie kann man in Anleihen investieren?

Für den Kauf von Anleihen gibt es unterschiedliche Möglichkeiten: Anlegerinnen und Anleger können Anleihen als Einzelanlagen kaufen oder über Fonds oder Exchange Traded Funds (ETFs) erwerben:

  • Direktkauf einzelner Anleihen: Einzelne Anleihen lassen sich über ein Wertpapierdepot an Börsen oder außerbörslich kaufen und verkaufen. Der Handel erfolgt zum aktuellen Kurs, der vom Nennwert abweichen kann. Wer vor Laufzeitende verkauft, realisiert den aktuellen Marktpreis.

  • Anleihenfonds und Anleihen-ETFs: Fonds und ETFs bündeln mehrere Anleihen in einem Produkt und streuen auf mehrere Emittenten oder Laufzeiten. Im Gegensatz zu Einzeltiteln haben klassische Anleihenfonds und -ETFs in der Regel keine feste Endfälligkeit und ihr Wert schwankt fortlaufend je nach Zinsumfeld und Marktpreisen.

Gut zu wissen: Viele Anleihen sind an Börsen notiert und werden dort gehandelt. Zusätzlich gibt es den außerbörslichen Handel (englisch: Over-the-Counter; kurz: OTC), bei dem Käufer und Verkäufer Preise direkt miteinander aushandeln. Die Liquidität kann je nach Anleihe stark variieren.

In Anleihen investieren mit Raisin

Wer Kapitalmarktanlagen wie Anleihen nicht als Einzeltitel auswählen und verwalten möchte, findet mit der digitalen Vermögensverwaltung von Raisin einen einfachen und bequemen Zugang über breit gestreute ETF-Portfolios. Zu den Vorteilen gehören:

  • Breite Diversifikation über viele Wertpapiere statt Konzentration auf einzelne Emittenten

  • Auswahl aus fünf Anlagestrategien, die unterschiedliche Risikoprofile und Anlagezeiträume abbilden

  • Niedrige Kostenstruktur und die Depotführung der Raisin Bank ist kostenfrei.

  • Erfahrenes Management, geführt von Expertinnen und Experten aus traditionellen Banken und digitalen Investmentanbietern

  • Regelmäßige Portfolioanpassung an die vorgesehene Zielallokation

  • Konsolidierte Steuerbescheinigung für alle Ihre Anlagen zur optimalen Verrechnung von Gewinnen und Verlusten

  • Durchgehend digitaler Prozess von der Auswahl bis zur laufenden Betreuung – auch per App

Gut zu wissen: Die Anlage am Kapitalmarkt ist mit Risiken verbunden, die durch breite Streuung reduziert, aber nicht vollständig vermieden werden können.

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Häufige Fragen zu Anleihen

Anleihekurse reagieren vor allem auf Veränderungen des allgemeinen Zinsniveaus. Steigen die Marktzinsen, verlieren bestehende Anleihen mit niedrigerem Kupon in der Regel an Wert. Sinkende Zinsen können zu steigenden Kursen führen. Auch Angebot und Nachfrage sowie eine veränderte Einschätzung der Bonität beeinflussen den Kurs.

Steigende Zinsen machen neu ausgegebene Anleihen attraktiver, da sie höhere Kupons bieten. Bestehende Anleihen mit niedrigeren Zinsen verlieren dadurch an relativer Attraktivität, was zu fallenden Kursen führt, da der Markt neue Renditeanforderungen einpreist.

Die Duration beschreibt, wie empfindlich der Kurs einer Anleihe auf Zinsänderungen reagiert. Je höher die Duration, desto stärker wirkt sich eine Veränderung des Zinsniveaus auf den Kurs aus. Sie ist damit ein Maß für das Zinsänderungsrisiko.

Die Rendite bis Fälligkeit (Yield to Maturity, YTM) ist eine rechnerische Kennzahl. Sie gibt an, welche jährliche Rendite sich ergibt, wenn eine Anleihe zum aktuellen Kurs gekauft und bis zum Laufzeitende gehalten wird – unter bestimmten Annahmen. Sie ist eine Vergleichsgröße, keine Zusage.

Nein. Anleihen sind Wertpapiere und unterliegen keiner gesetzlichen Einlagensicherung. Zins- und Rückzahlungen hängen von der Zahlungsfähigkeit des jeweiligen Emittenten ab.

Risikohinweis: Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Alle ausführlichen Informationen können Sie unter Risikohinweise nachlesen.