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Zuletzt aktualisiert: 9. März 2026

ETFs kaufen

Wie finden und vergleichen Sie ETFs und worauf sollten Sie beim Kauf über ein Depot achten?

Das Wichtigste in Kürze

  • ETF: Ein ETF (englisch Exchange-Traded Fund) ist ein börsengehandelter Investmentfonds, der in der Regel einen Index passiv abbildet (zum Beispiel MSCI World, DAX). ETFs bieten eine Möglichkeit, kostengünstig in eine Vielzahl von Wertpapieren zu investieren und das Vermögen zu streuen.

  • Kauf: Der Kauf von ETFs erfolgt über die Börse. Die Anbindung bieten Filialbanken, Direktbanken oder Online-Broker als sogenannte „depotführende Stelle“ zusammen mit dem dazugehörigen Wertpapierdepot an.

  • Auswahl: Neben dem zugrunde liegenden Index spielen auch Kostenstruktur und Fondsvolumen eine Rolle bei der Auswahl. Sie beeinflussen langfristig Rendite und Handelbarkeit.

Was sind ETFs?

ETFs (Exchange Traded Funds) sind börsengehandelte Investmentfonds. Viele ETFs bilden die Wertentwicklung eines Index nach, etwa des DAX, des MSCI World oder des Euro Stoxx 50. Sie bündeln die Wertpapiere, die im jeweiligen Index enthalten sind, sodass Anlegerinnen und Anleger mit einem einzigen Fondsanteil Zugang zu mehreren Titeln erhalten. Je nach Index können dazu Aktien, Anleihen oder andere Wertpapiere gehören. Wie breit ein ETF streut, hängt vom zugrunde liegenden Index ab. Die Streuung macht die Wertentwicklung des ETFs weniger abhängig von einzelnen Wertpapieren.

Die meisten ETFs folgen einem festen Regelwerk und bilden ihren Index passiv nach. Dadurch fallen oft geringere laufende Fondskosten an als bei aktiv verwalteten Fonds. Daneben gibt es auch aktiv verwaltete ETFs, bei denen ein Fondsmanagement die Auswahl der enthaltenen Wertpapiere steuert.

Wo kann man ETFs kaufen?

Um ETFs zu kaufen, benötigen Sie ein Wertpapierdepot. Dieses lässt sich bei verschiedenen Anbietern eröffnen, die sich in Kosten, Funktionsumfang und Bedienung unterscheiden. Grundsätzlich stehen drei Kategorien zur Auswahl:

  • Direktbanken bieten Depots, die vollständig online geführt werden. Sie haben oft ein breites ETF-Angebot, einfache Benutzeroberflächen und transparente Gebührenmodelle. Die Depoteröffnung erfolgt digital. Ordergebühren variieren je nach Anbieter.

  • Filialbanken ermöglichen neben dem Online-Depot auch persönliche Beratung vor Ort. Dafür fallen häufig höhere Depot- und Ordergebühren an als bei Direktbanken oder Brokern.

  • Online-Broker sind auf den Handel mit Wertpapieren spezialisiert und bieten häufig besonders günstige Konditionen. Broker bieten in der Regel zahlreiche ETFs an, viele von ihnen sparplanfähig. Der gesamte Service findet digital statt, meist ohne persönliche Beratung.

Über das Depot lassen sich einmalige Investments und ETF-Sparpläne verwalten. Bei einem ETF-Sparplan wird automatisiert und zu einem festen Intervall ein bestimmter Geldbetrag in einen oder mehrere ETFs investiert. 

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Wie kann man ETFs kaufen?

Der Kauf eines ETFs folgt bei allen Anbietern einem ähnlichen Ablauf. Die folgenden Schritte zeigen, wie eine ETF-Order typischerweise abläuft – unabhängig davon, ob Sie eine Einmalanlage oder einen Sparplan nutzen möchten.

1. Depot eröffnen: Für den Kauf benötigen Sie ein Wertpapierdepot sowie ein zugehöriges Verrechnungskonto. 

2. ETF auswählen: Sobald das Depot aktiv ist, wählen Sie einen ETF aus. Wichtige Kriterien sind unter anderem der abgebildete Index, die Kostenstruktur, die Replikationsmethode oder die Fondswährung. Jeder ETF lässt sich eindeutig über die Internationale Wertpapierkennnummer (International Securities Identification Number, kurz: ISIN) oder die Wertpapierkennnummer (WKN) suchen und identifizieren.

3. ETF im Angebot Ihres Anbieters suchen: Über die Suchfunktion Ihres Anbieters geben Sie ISIN oder WKN ein und sehen den handelbaren ETF, die verfügbaren Handelsplätze und die aktuellen Kurse.

4. Orderart wählen und Kauf ausführen: Bei der Ordervergabe entscheiden Sie unter anderem:

  • ob der Kauf über die Börse oder außerbörslich erfolgen soll

  • welchen Ordertyp Sie nutzen (zum Beispiel Market-Order zum Kauf zum nächstverfügbaren Marktpreis oder Limit-Order mit festgelegtem Höchstpreis)

  • das Ordervolumen (wie viele Anteile beziehungsweise welchen Betrag Sie investieren möchten)

5. Einmalanlage oder Sparplan nutzen: Neben Einmalinvestitionen bieten viele Anbieter ETF-Sparpläne an. Dabei wird automatisch und regelmäßig ein fester Betrag investiert. Ob ein bestimmter ETF sparplanfähig ist, hängt vom Angebot des jeweiligen Brokers ab – nicht vom ETF selbst.

6. Bestand und Kursentwicklung im Depot einsehen: Nach dem Kauf erscheinen die ETF-Anteile in Ihrem Depot. Dort können Sie Kursverläufe verfolgen und weitere Käufe oder Sparraten anpassen.

Welche ETFs gibt es?

ETFs unterscheiden sich je nach Index, Anlageschwerpunkt und Marktsegment deutlich voneinander. Die Auswahl reicht von breit gestreuten globalen Aktienindizes bis hin zu spezialisierten Themenfonds. Damit Anlegerinnen und Anleger die passende Auswahl treffen können, lohnt sich ein Blick auf die wichtigsten ETF-Kategorien. Die folgende Übersicht zeigt, welche ETF-Arten es gibt, wie sie sich unterscheiden und in welche Märkte oder Themen investiert werden können.

  • Aktien-ETFs: Aktien-ETFs bilden die Wertentwicklung eines Aktienindex ab, zum Beispiel des DAX oder des MSCI World. Sie investieren indirekt in die Unternehmen, die im jeweiligen Index enthalten sind. Wie breit ein Aktien-ETF streut, hängt vom Index ab: Dieser kann weltweit, regional oder sehr spezifisch ausgerichtet sein. 

  • Anleihen-ETFs: Anleihen-ETFs bündeln verschiedene festverzinsliche Wertpapiere wie Staatsanleihen oder Unternehmensanleihen. Sie unterscheiden sich in Laufzeiten, Bonitäten und Regionen. Im Vergleich zu Aktien-ETFs schwanken sie in der Regel weniger, sind jedoch ebenfalls markt- und zinsabhängig.

  • Branchen- und Themen-ETFs: Diese ETFs konzentrieren sich auf bestimmte Wirtschaftssektoren, beispielsweise auf Technologie, Gesundheit oder Energie, oder auf langfristige Trends wie Digitalisierung, Wasserstoff oder künstliche Intelligenz. Aufgrund ihrer thematischen Fokussierung sind sie oft weniger breit gestreut.

  • Dividenden-ETFs: Konzentrieren sich auf Unternehmen, die regelmäßig Dividenden ausschütten. Welche Titel enthalten sind, legt der jeweilige Dividendenindex fest.

  • Geldmarkt-ETFs und kurzfristige Strategien: Es gibt ETFs, die sehr kurzfristige zinstragende Wertpapiere abbilden. Diese dienen häufig dazu, Liquidität zwischenzuparken. Das Angebot ist EU-weit begrenzt und unterscheidet sich je nach Marktphase. Trotz ihrer kurzen Laufzeiten reagieren diese Produkte weiterhin auf Zinsänderungen und Marktbewegungen.

  • Immobilien-ETFs: Enthalten Aktien von Immobilienunternehmen oder Real-Estate-Investmentgesellschaften. Sie investieren nicht direkt in Immobilien, sondern in börsennotierte Unternehmen aus dem Immobiliensektor.

  • Krypto-ETFs: Unter der Bezeichnung Krypto-ETF werden häufig Produkte angeboten, die rechtlich keine Fonds sind, sondern börsengehandelte Schuldverschreibungen (Exchange Traded Notes). Sie bilden die Preisentwicklung digitaler Vermögenswerte wie Bitcoin oder Ethereum nach und unterliegen zusätzlich einem Emittentenrisiko.

  • Multi-Asset-ETFs: Kombinieren mehrere Anlageklassen wie Aktien, Anleihen und teilweise weitere Segmente in einem einzigen Produkt. Die Gewichtung ergibt sich aus dem jeweiligen Index; Multi-Asset-ETFs sind seltener als reine Aktien- oder Anleihen-ETFs.

  • Nachhaltige ETFs: Diese ETFs berücksichtigen Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien (ESG). Der zugrunde liegende Index schließt Unternehmen aus, die bestimmte Nachhaltigkeitsanforderungen nicht erfüllen, oder gewichtet diese entsprechend.

  • Regionen- oder Länder-ETFs: Diese ETFs bilden Märkte bestimmter Regionen (zum Beispiel Europa, Asien, Nordamerika) oder einzelner Länder (zum Beispiel USA oder Japan) ab. Sie eignen sich, um gezielt regionale Marktbewegungen abzubilden, können aber aufgrund der Fokussierung höhere Schwankungen aufweisen.

  • Rohstoff- und Edelmetallprodukte: Unter der Bezeichnung Rohstoff-ETFs werden in der EU häufig Produkte angeboten, die rechtlich keine Fonds sind, sondern börsengehandelte Rohstoffzertifikate (Exchange Traded Commodities, kurz: ETC) oder börsengehandelte Schuldverschreibungen (Exchange Traded Notes, kurz: ETN).

  • Strategie- und Faktor-ETFs (Smart Beta): Diese ETFs folgen einer regelbasierten Strategie, die von klassischen, nach Marktkapitalisierung gewichteten Indizes abweicht. Beispiele sind Indizes, die gezielt auf bestimmte Merkmale setzen, etwa geringe Volatilität (Kursschwankungen), günstige Bewertungskennzahlen oder hohe Bilanzqualität von Unternehmen. Solche Faktoransätze können langfristig unterschiedliche Renditechancen und Risikoeigenschaften mit sich bringen.

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Was kostet es, in ETFs zu investieren?

Beim Investieren in ETFs entstehen verschiedene Kostenarten, die sich je nach Anbieter und Produkt unterscheiden. Dazu gehören laufende Fondskosten sowie Gebühren für Handel und Depotführung.

1. Laufende Fondskosten: Laufende Kosten für ETFs werden als Ongoing Charges ausgewiesen (umgangssprachlich oft noch Total Expense Ratio (TER) genannt). Sie betragen einen jährlichen Prozentsatz des Fondsvermögens und werden direkt aus dem Fonds entnommen. Bei vielen breit gestreuten ETFs liegen sie zwischen 0,10 % und 0,50 % pro Jahr.

2. Depotgebühren: Je nach Anbieter können für die Führung eines Wertpapierdepots Gebühren anfallen. Viele Online-Broker bieten kostenlose Depots an, Filialbanken erheben häufiger Depotgebühren.

3. Ordergebühren: Sie können pauschal, prozentual oder volumenabhängig anfallen und unterscheiden sich je nach Bank oder Broker. Für ETF-Sparpläne können separate Ausführungsgebühren anfallen. Einige Anbieter bieten bestimmte ETFs kostenlos oder rabattiert im Sparplan an.

4. Transaktionskosten auf Fondsebene: Zusätzlich zu den laufenden Kosten entstehen im ETF Handelskosten, wenn der Fonds Wertpapiere kauft oder verkauft, etwa beim Rebalancing eines Index. Diese sogenannten Transaktionskosten sind nicht Teil der Ongoing Charges und können von Jahr zu Jahr schwanken. Sie werden im Basisinformationsblatt (KID) separat ausgewiesen.

5. Spread (Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs): Da ETFs börsengehandelt sind, entsteht beim Handel ein Unterschied zwischen Geld- und Briefkurs. Der Geldkurs ist der Verkaufspreis, der Briefkurs der Kaufpreis. Die Differenz zwischen beiden heißt Spread. Er entsteht auf dem Handelsplatz und ist keine Gebühr, die ein Anbieter erhebt. Er kann je nach Handelszeit und Liquidität variieren und wirkt sich indirekt auf die tatsächlichen Kosten aus.

Wann ist der Kauf von ETFs möglich?

ETFs handeln Sie an der Börse zu den üblichen Handelszeiten. Diese Zeiten unterscheiden sich je nach Handelsplatz: In Deutschland öffnen viele Börsen am Vormittag und schließen am späten Nachmittag oder Abend. Viele Broker kooperieren außerdem mit außerbörslichen Handelspartnern. Dadurch haben Sie häufig auch außerhalb der regulären Börsenzeiten Zugriff auf Kauf- und Verkaufsangebote.

Vorteile beim Kauf von ETFs

ETFs gehören zu den beliebtesten Anlageprodukten, weil sie viele praktische Eigenschaften miteinander verbinden. Die wichtigsten Vorteile sind: 

  • Breite Streuung: Viele ETFs bilden die Wertentwicklung eines Index nach und bündeln dafür mehrere Wertpapiere gleichzeitig. Wie breit ein ETF streut, hängt vom jeweiligen Index ab.

  • Einfacher Zugang: Über ein Depot lassen sich ETFs bereits mit kleinen Beträgen kaufen, zum Beispiel im Rahmen eines Sparplans.

  • Leichter Handel: ETFs werden börsengehandelt und können während der Handelszeiten gekauft und verkauft werden.

  • Hohe Transparenz: Die Zusammensetzung eines ETFs und der zugrunde liegende Index sind jederzeit öffentlich einsehbar.

  • Geringe laufende Kosten: Da viele ETFs einem festen Index folgen, fallen häufig niedrigere Fondskosten an als bei aktiv verwalteten Fonds.

Hinweis: Wie alle Wertpapierinvestitionen unterliegen auch ETFs Kursschwankungen. Der Wert der Anlage kann steigen oder fallen – die Vorteile eines ETFs ersetzen kein Marktrisiko.

Möglichkeiten, in ETFs zu investieren

Anlegerinnen und Anleger können auf zwei Wegen in ETFs investieren: per ETF-Sparplan oder Einmalanlage. Mit einer Einmalanlage investieren Sie einen bestimmten Betrag direkt in den ausgewählten ETF. Der gesamte Betrag hängt vom Einstiegszeitpunkt ab, sodass kurzfristige Marktschwankungen stärker ins Gewicht fallen können. Sie sind sofort investiert und nehmen an Marktbewegungen teil – sowohl nach oben als auch nach unten.

Mit einem ETF-Sparplan investieren Sie regelmäßig einen festen Betrag in einen oder mehrere ETFs. So können Sie schrittweise Vermögen aufbauen und verteilen den Einstieg über viele Zeitpunkte, was das Risiko eines einzelnen ungünstigen Kaufmoments reduziert, schließt Verlustrisiken jedoch nicht aus. Durch regelmäßige Zahlungen entsteht ein Durchschnittskurs über die Zeit, der Kursschwankungen glätten kann. Bei ETF-Sparplänen können Steuern wie die Vorabpauschale eine Rolle spielen. Diese wird jährlich berechnet und hängt von Wertentwicklung und Basiszins ab.

Mit Raisin schnell und einfach ETFs kaufen

Die digitale Vermögensverwaltung bietet Anlegerinnen und Anlegern Zugang zu Portfolios aus mehreren ETFs, die unterschiedliche Märkte und Anlageklassen abbilden. Raisin überprüft regelmäßig die Portfolioaufteilung und übernimmt das automatische Rebalancing und die Wiederanlage von Ausschüttungen. Dadurch entfällt für Sie der Aufwand, selbst passende ETFs auszuwählen oder die Gewichtung im Blick zu behalten. Basierend auf Ihren persönlichen Zielen und Bedürfnissen ermittelt Raisin, welche Anlagestrategie bestmöglich zu Ihnen passt.

Globale und diversifizierte Portfolios

Globale und diversifizierte Portfolios

Die Portfolios der digitalen Vermögensverwaltung investieren Ihr Vermögen breit gestreut. Das heißt für Sie, dass Sie mit nur einem Portfolio von den globalen Aktien- und Anleihenmärkten profitieren.

Dabei folgt unser Anlageteam einer Strategie, in die 50 Jahre führender Finanzforschung eingeflossen sind.

Das Investieren ist per Einmalanlage oder ab 25 Euro monatlich im Sparplan möglich. Die jährlichen Gesamtkosten liegen, je nach Risikoklasse und Anlagesummen, zwischen 0,34 % und 0,59 %, einschließlich Fondskosten und Verwaltungsgebühren. Weitere Depot-, Order- oder Auszahlungsgebühren fallen für Sie nicht an. 

Risikohinweis: Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Alle ausführlichen Informationen können Sie unter Risikohinweise nachlesen.