Erfahren Sie mehr über Funktionsweise, Auswahlkriterien und Unterschiede zwischen verschiedenen Momentum-ETFs.
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Die Momentum-Strategie basiert basiert auf der empirischen Beobachtung, dass Aktien mit einer starken Kursentwicklung in der jüngeren Vergangenheit diese Entwicklung oft noch eine Zeit lang fortsetzen. Eine solche Entwicklung ist jedoch nicht garantiert.
Momentum-ETFs bilden einen speziellen Aktienindex nach. Dieser wählt nach festen Regeln gezielt Aktien aus, die zuletzt eine überdurchschnittliche Wertentwicklung gezeigt haben.
Momentum-ETFs können in bestimmten Marktphasen höhere Renditen erzielen als breite Marktindizes. Gleichzeitig sind sie anfälliger für stärkere Schwankungen, insbesondere wenn sich Markttrends abrupt ändern.
Ein Momentum-ETF ist ein börsengehandelter Fonds, der die Wertentwicklung eines Momentum-Index nachbildet. Momentum-Indizes wählen Aktien aus, die in der jüngeren Vergangenheit eine vergleichsweise starke Wertentwicklung gezeigt haben. Grundlage dafür ist der sogenannte Momentum-Faktor: Er beschreibt einen Auswahlansatz, bei dem Aktien anhand ihrer relativen Kursentwicklung über einen definierten Zeitraum – häufig sechs bis zwölf Monate – miteinander verglichen und entsprechend gewichtet werden.
Die Momentum-Strategie beruht auf folgender Annahme: Aktien mit einer starken Kursentwicklung in den vergangenen Monaten können ihren Trend oft noch eine Zeit lang fortsetzen. Momentum-Indizes setzen diese Idee um, indem sie vergangene Kursentwicklungen analysieren und daraus einen Momentum-Score ableiten. Ein Index setzt sich aus mehreren Wertpapieren (beispielsweise Aktien und Anleihen) zusammen, die an der Börse gehandelt werden. In den Index aufgenommen und dort höher gewichtet werden je nach Indexmethodik diejenigen Aktien, die im betrachteten Zeitraum die höchsten Momentum-Scores beziehungsweise die stärkste relative Kursstärke aufweisen. Die konkreten Auswahl- und Gewichtungskriterien unterscheiden sich je nach Indexanbieter und Methodik.
Anlegerinnen und Anleger setzen damit auf eine regelbasierte Faktorstrategie, die auf Aktien mit hoher relativer Kursstärke ausgerichtet ist. Obwohl vergangene Kursentwicklungen kein Indikator für einen zukünftig positiven Trend sind, stellen Momentum-ETFs eine Investition mit attraktiven Renditechancen dar.
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Zusätzlich zu der vergangenen Wertentwicklung spielen bei der Auswahl geeigneter ETFs auf den Momentum-Faktor weitere Aspekte eine Rolle. Zum Vergleich der ETFs können folgende Fondsinformationen berücksichtigt werden:
Ob ETFs thesaurierend oder ausschüttend sind, hilft bei der Entscheidungsfindung. Bei den meisten Momentum-ETFs handelt es sich um thesaurierende ETFs. Das heißt, dass deren Erträge automatisch reinvestiert werden. Bei ausschüttenden ETFs werden die Dividenden beziehungsweise Zinsen direkt an die Anlegerinnen und Anleger ausgezahlt.
Je älter ein Fonds ist, desto besser ist dieser bereits am Markt etabliert. Ein höheres Fondsalter ermöglicht es, die Wertentwicklung eines ETFs über einen längeren Zeitraum zu analysieren und mit vergleichbaren Produkten zu vergleichen.
Das Fondsvolumen spielt bei der Auswahl geeigneter ETFs ebenfalls eine Rolle. Viele Anlegerinnen und Anleger orientieren sich an einem Mindestvolumen von etwa 50, da größere Fonds als weniger schließungsanfällig gelten. Bei einem Mindestvolumen von 100 Millionen Euro ist das Risiko nochmals geringer. Die Größe des Fonds wirkt sich auch auf die Liquidität und die Kosten der ETFs aus. ETFs mit sehr geringem Fondsvolumen können im Handel höhere indirekte Kosten verursachen, zum Beispiel durch breitere Geld-Brief-Spannen.
Ein Fondsdomizil bezeichnet den rechtlichen Sitz eines Investmentfonds, in dem er registriert ist und unter dessen Gesetzen tätig ist. ETFs, die in Europa aufgelegt sind, tragen den Zusatz UCITS (Undertakings for Collective Investments in Transferable Securities) im Namen. Im Deutschen wird hierfür der Begriff OGAW (Organismus für gemeinsame Anlage in Wertpapiere) verwendet. Die OGAW-Richtlinie (UCITS) ist eine EU-Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates, die Anforderungen an solche Investmentfonds festlegt. Ziel ist es, den Anlegerschutz zu verbessern und einen einheitlichen europäischen Markt für Investmentfonds zu schaffen. Der UCITS-Status stellt sicher, dass der ETF strenge Vorgaben einhält, wie etwa zur Risikostreuung, zur Verwahrung der Vermögenswerte und zur Anlegerinformation.

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Aktuell gibt es sechs Momentum-ETFs (Stand: 02.2026). In den folgenden Fonds können Anleger ihr Geld investieren:
iShares Edge MSCI World Momentum Factor UCITS ETF
Xtrackers MSCI World Momentum UCITS ETF
iShares Edge MSCI Europe Momentum Factor UCITS ETF (Acc)
iShares Edge MSCI USA Momentum Factor UCITS ETF (Acc)
Amundi MSCI Europe Momentum Factor UCITS ETF
Amundi MSCI World Momentum Advanced UCITS ETF
Ein weit verbreitetes Beispiel für einen Momentum-ETF ist der iShares Edge MSCI World Momentum Factor UCITS ETF, der darauf abzielt, die Wertentwicklung des MSCI World Momentum Index nachzubilden. Darin sind die Aktien von Unternehmen aus dem Index MSCI World enthalten, die in den vergangenen Monaten den größten Kursanstieg aufgewiesen haben. Welche Aktien in einem Momentum-Index enthalten sind, hängt von der jeweiligen Indexmethodik ab. Typische Bedingungen für die Aufnahme der Aktien sind:
Hoher Momentum-Score der Aktie
Ausreichende Liquidität der einzelnen Titel
Erfüllung der Indexregeln des jeweiligen Anbieters
Der MSCI World Momentum Index besteht aus insgesamt 350 Titeln mit einer starken Gewichtung auf die USA sowie weiteren Industrieländern (Stand: 02.2026). Die Ländergewichtung kann sich je nach Marktphase und Indexanpassung ändern.
Weitere ETFs mit einem hohen Fondsvolumen bilden der iShares Edge MSCI Europe Momentum Factor UCITS ETF (Acc) und der iShares Edge MSCI USA Momentum Factor UCITS ETF (Acc). Diese ETFs zielen darauf ab, die Wertentwicklung von Momentum-Indizes auf Europa- beziehungsweise USA-Aktien nachzubilden.
Der Vergleich zeigt, dass Momentum-Strategien nicht in jeder Marktphase eine höhere Rendite erzielen. In bestimmten Zeiträumen kann der MSCI World Momentum Index hinter dem breiten Markt zurückbleiben, insbesondere bei abrupten Trendwechseln oder in Seitwärtsmärkten. In den letzten fünf Jahren betrug die jährliche Rendite des MSCI World Momentum Index 11,84 % und die Rendite des MSCI World Index 12,45 %. In den letzten zwölf Monaten lag die Rendite des MSCI World Momentum bei 17,32 % und die des MSCI World Index bei 17,48 % (Stand: 12.2025).
Momentum-ETFs bringen sowohl Vorteile als auch Nachteile mit sich. Die Vor- und Nachteile im Überblick:
Vorteile:
Attraktive Renditechancen
Niedrige Gebühren im Vergleich zu aktiv gemanagten Fonds
Die Momentum-Strategie ergänzt ein diversifiziertes Portfolio
Keine Mindesteinlagebeträge
Nachteile:
Hohes Marktrisiko mit damit verbundenen Kursschwankungen
Momentum-ETFs können empfindlich auf wirtschaftliche und politische Schwankungen reagieren
Mögliche Währungsrisiken, da viele Momentum-ETFs in US-Dollar notiert sind
Da Momentum-ETFs häufig weniger Unternehmen als klassische, nach Marktkapitalisierung gewichtete Indizes enthalten, können sie sich nach stärkeren Markteinbrüchen unter Umständen langsamer erholen. Deswegen können sich Momentum-ETFs als Beimischung zu einem diversifizierten Portfolio eignen.
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Diversifiziert: Aufteilung des investierten Kapitals auf verschiedene Anlageklassen, Regionen und Unternehmen, um das Risiko zu minimieren.
Kostengünstig: Von niedrigen Kosten langfristig profitieren.
Einfach: Online abschließen und jederzeit Ein- und Auszahlungen vornehmen.
Es gibt fünf verschiedene Strategien, die sich in ihrer Asset Allokation (Aufteilung zwischen Aktien und Anleihen) und ihrem Risiko-Rendite-Profil unterscheiden. Die wählbaren Anteile an Aktien liegen bei 0,00 % (Zinsportfolio), 30 %, 50 %, 70 % oder 100 %.
Risikohinweis: Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Alle ausführlichen Informationen können Sie unter Risikohinweise nachlesen.
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