Erfahren Sie, wie Spareinlagen in Tagesgeld und Festgeld funktionieren und wovon deren Zinssätze abhängen.
Startseite > Geldanlage > Spareinlage
: Spareinlagen sind Bankguthaben, die dem Vermögensaufbau dienen und nicht für den Zahlungsverkehr bestimmt sind. Im engen (bilanzrechtlichen) Sinne gelten als Spareinlagen nur unbefristete Gelder mit bestimmten Merkmalen.
: Zu den klassischen Spareinlagen zählen beispielsweise Sparbücher und Sparbriefe. Tagesgeld und Festgeld sind . sind ‚Spareinlagen‘ jedoch enger definiert (u. a. Kündigungsfrist von mindestens drei Monaten). Je nach Zielsetzung und Anlagedauer bieten die jeweiligen Spareinlagen unterschiedliche Vorteile.
: Rechtlich sind Einlagen bei Banken typischerweise als Darlehensverhältnis einzuordnen. Für den Begriff ‚Spareinlage‘ im engen Sinn sind in Deutschland vor allem die Merkmale nach § 21 Abs. 4 RechKredV maßgeblich.
Spareinlagen sind Bankguthaben, die dem Vermögensaufbau dienen und nicht für den laufenden Zahlungsverkehr gedacht sind. Im engen bilanzrechtlichen Sinn (nach § 21 Abs. 4 RechKredV) sind Spareinlagen unbefristete Gelder, die bestimmte Merkmale erfüllen – unter anderem eine Kündigungsfrist von mindestens drei Monaten und nicht für Zahlungsverkehr bestimmt. Welche Einlegergruppen als ‚Spareinlage‘ im engen Sinn berücksichtigt werden können, ist dort ebenfalls geregelt.
Spareinlagen sind die klassische und ursprüngliche Form des Sparens. Dabei war der Begriff „Spareinlage” bis zum Jahr 1993 rechtlich geschützt. Sparprodukte galten lediglich dann als Spareinlagen, wenn sie bestimmte gesetzliche Voraussetzungen erfüllten. Zwar ist diese strenge Definition mittlerweile überholt, dennoch erfüllen viele klassische Spareinlagen weiterhin diese Merkmale. Zu den ursprünglichen Faktoren, die eine Spareinlage als solche klassifizierten, gehören:
Vermögensbildung: Spareinlagen sind dazu gedacht, Vermögen anzusparen und zu vermehren. Im Gegensatz zu einem Girokonto ist die Nutzung von Spareinlagen für den täglichen Zahlungsverkehr ausgeschlossen.
Unbefristete Laufzeit: Klassische Spareinlagen wie Sparbücher oder Sparbriefe unterscheiden sich von modernen Varianten wie Festgeld vor allem durch ihre unbefristete Laufzeit. Während Ihr Geld bei Festgeld für eine festgelegte Dauer gebunden ist, bieten klassische Spareinlagen eine größere Flexibilität, da sie ohne feste Laufzeit auskommen und grundsätzlich auf unbestimmte Zeit bestehen können, jedoch in der Regel mit einer Kündigungsfrist verbunden sind.
Kündigungsfrist: Der Zugriff auf das Guthaben klassischer Spareinlagen ist eingeschränkt und erfordert in der Regel eine Kündigung mit einer Frist von drei Monaten. Diese Kündigungsfrist führt dazu, dass die Nutzung des angelegten Geldes über einen bestimmten Zeitraum ausgeschlossen ist.
Verzinsung: Für die Einlage werden Zinsen gezahlt, die das Guthaben im Laufe der Zeit erhöhen. Die Höhe der Zinsen variiert je nach Sparprodukt und Kreditinstitut.
Dokumentation: Traditionell wird eine Spareinlage mit einem Sparbuch oder einer ähnlichen Sparurkunde dokumentiert, die als Nachweis für die Einlage dienen.
Einlagensicherung: In Deutschland sind Spareinlagen durch die EU-weit harmonisierte Einlagensicherung bis zu 100.000 € pro Person und Bank abgesichert.
Verfügbarkeit und Auszahlungen: Der Zugriff auf Spareinlagen ist in der Regel eingeschränkt. Für klassische Spareinlagen wie Sparbücher gilt häufig eine Begrenzung für monatliche Auszahlungen von bis zu 2.000 €, ohne dass eine Kündigung erforderlich ist. Höhere Beträge erfordern in der Regel eine Kündigung der Spareinlage mit der üblichen Frist von mindestens drei Monaten.
Seit 1. Juli 1993 ist der Begriffsschutz im KWG entfallen; seither wird ‚Spareinlage‘ im Wesentlichen bilanzrechtlich über § 21 RechKredV abgegrenzt. Banken können Produkte zwar marketingseitig unterschiedlich benennen – als ‚Spareinlagen‘ im engen Sinn dürfen in der Bilanz aber nur Einlagen ausgewiesen werden, die die Voraussetzungen erfüllen. Tagesgeld und sehr kurzfristige Festgelder sind demnach keine Spareinlagen, sondern Sparprodukte/Bankeinlagen, die in der Regel höhere Zinsen bieten als klassische Spareinlagen wie das Sparbuch.
Klassische Spareinlagen
Sparbrief (je nach Produkt)
Modernen Spareinlagen
Modernen Spareinlagen (nicht im engeren Sinne)
Früher hatten klassische Spareinlagen bestimmte gesetzliche Voraussetzungen wie eine unbefristete Laufzeit zu erfüllen, um als solche anerkannt zu werden. Zu den klassischen Spareinlagen gehören:
Im Gegensatz zu klassischen Spareinlagen bieten moderne Spareinlagen mehr Flexibilität und eine breitere Palette an Möglichkeiten, die mit unterschiedlichen Zinssätzen und Konditionen verbunden sind. Zu den modernen Spareinlagen gehören:
Tagesgeldkonto (Bankeinlage): Ein Tagesgeldkonto ist ein Sparprodukt/Bankeinlage und zählt nicht zu den Spareinlagen im engen bilanzrechtlichen Sinn. Es wird jedoch im weiteren Sinn als Spareinlage benannt, das eine flexible Möglichkeit zum Sparen bietet. Ein Tagesgeldkonto ermöglicht eine unbegrenzte Einzahlung und eine tägliche Verfügbarkeit, wobei die Zinsen variabel sind und sich nach den aktuellen Marktbedingungen richten. Mit Raisin haben Sie die Möglichkeit, Tagesgeldkonten mit derzeit bis zu 2,06 % Zinsen p. a. abzuschließen.
Festgeldkonto: Das Festgeldkonto ist eine Spareinlage, bei der das Geld über einen festen Zeitraum zu einem bestimmten Zinssatz angelegt wird. Während der Laufzeit ist der Zugriff auf das Guthaben in der Regel ausgeschlossen, wodurch das Festgeldkonto im Vergleich zu anderen modernen Spareinlagen häufig eine höhere Verzinsung bietet. Bei Raisin bieten wir Ihnen bis zu 3,25 % Zinsen p. a. für Festgeld erhalten.
Flexgeldkonten: Flexgeld ist eine Mischung aus Tagesgeld und Festgeld: Es bietet die Möglichkeit, Geld für einen bestimmten Zeitraum zu einem höheren Zinssatz anzulegen, bleibt dabei aber flexibler als klassisches Festgeld. Bei Bedarf ist ein Zugriff auf das Guthaben möglich – unter Einhaltung einer Kündigungsfrist.
Kündigungsgeld: Kündigungsgeld ist eine spezielle Form der Spareinlage: Das Geld wird zu einem festen Zinssatz angelegt, kann jedoch erst nach Ablauf einer festgelegten Kündigungsfrist abgehoben werden. Im Vergleich zum flexibleren Tagesgeld bietet Kündigungsgeld oft höhere Zinsen – dafür wird auf kurzfristigen Zugriff zugunsten besserer Erträge verzichtet.
Melden Sie sich kostenlos an und bleiben Sie bestens informiert! Erhalten Sie regelmäßig exklusive Angebote und fundierte Finanznews, um Ihre Geldanlage noch erfolgreicher zu gestalten.
Das erwartet Sie:
Starten Sie jetzt und machen Sie mehr aus Ihrem Geld!
Die Zinssätze für Spareinlagen werden von mehreren Faktoren beeinflusst, die die Geldpolitik und wirtschaftliche Rahmenbedingungen betreffen. Aspekte, die die Höhe der Zinsen bestimmen, sind:
Leitzinsen der Europäischen Zentralbank (EZB): Die Leitzinsen der EZB sind ein geldpolitisches Instrument und haben maßgeblichen Einfluss auf die Zinssätze, die Banken ihren Kundinnen und Kunden für Spareinlagen bieten. Hohe Leitzinsen führen in der Regel zu höheren Zinsen für Spareinlagen, während niedrige Leitzinsen tendenziell zu niedrigeren Zinsen führen.
Allgemeine Zinsentwicklung: Die Zinssätze für Spareinlagen richten sich nach dem allgemeinen Zinsniveau am Geldmarkt, das wiederum von der EZB beeinflusst wird. Eine Erhöhung oder Senkung der Leitzinsen hat somit direkte Auswirkungen auf die Sparzinsen.
Wirtschaftliche Lage: Die allgemeine wirtschaftliche Lage und die Marktstabilität beeinflussen direkt die Zinssätze für Spareinlagen. In wirtschaftlich stabilen Zeiten tendieren Banken dazu, höhere Zinsen anzubieten, während in unsicheren Zeiten die Zinsen häufig niedriger ausfallen.
Inflation: Eine hohe Inflationsrate führt oft zu einer Erhöhung der Leitzinsen, da die EZB versucht, die Inflation zu kontrollieren. Diese Zinserhöhungen wirken sich wiederum auf die Zinsen für Spareinlagen aus und können dazu führen, dass Sparerinnen und Sparer höhere Zinsen auf ihre Einlagen erhalten.
Wettbewerb zwischen den Banken: Der Wettbewerb unter den Banken hat ebenfalls einen erheblichen Einfluss auf die Zinssätze. Banken, die mehr Einlagen gewinnen möchten, bieten oft höhere Zinsen als ihre Konkurrenten, um Kundinnen und Kunden zu gewinnen.
Kündigungsfrist der Spareinlage: Bei Spareinlagen mit einer Kündigungsfrist variiert der Zinssatz in der Regel je nach Länge der Frist. Längere Kündigungsfristen führen oft zu höheren Zinssätzen, da Sie Ihr Geld für einen längeren Zeitraum binden.
Wahl der Spareinlage: Die Wahl der Spareinlage hat ebenfalls Einfluss auf den Zinssatz. Je nach Art der Anlage variieren die Zinssätze, beispielsweise sind die Zinsen bei Festgeld in der Regel höher als bei Tagesgeld.
Klassische Sparbücher sind häufig niedriger verzinst als viele Tages- oder Festgeldangebote. Moderne Spareinlagen, insbesondere aus dem europäischen Ausland, bieten oft attraktivere Zinssätze. Bei Raisin können Sie derzeit von Zinssätzen bis zu 3,25 % p. a. profitieren.
Sie können verschiedene Alternativen zu Spareinlagen wählen, die über unterschiedliche Risiken, Renditen und Anlagestrategien verfügen. Zu den Alternativen gehören:
Aktien: Aktien stellen Anteile an einem Unternehmen dar. Sie bieten die Möglichkeit auf hohe Renditen, sind jedoch mit einem höheren Risiko verbunden als Spareinlagen, da der Wert von Aktien stark schwankt. Der Kurs einer Aktie wird von vielen Faktoren beeinflusst, darunter Unternehmensperformance, Marktbedingungen und politischen Ereignissen.
Anleihen: Anleihen sind Schuldverschreibungen, bei denen Sie einem Schuldner, zum Beispiel einem Unternehmen oder Staat, Geld leihen und dafür regelmäßige Zinszahlungen erhalten. Anleihen bieten in der Regel eine geringere Rendite als Aktien, sind jedoch mit weniger Risiko verbunden.
Immobilien: Eine weitere Alternative zu Spareinlagen ist das Investieren in Immobilien. Diese Geldanlage erfolgt direkt, beispielsweise durch den Kauf einer Immobilie, oder indirekt über Immobilienfonds. Bei einer direkten Investition profitieren Anlegerinnen und Anleger von möglichen Wertsteigerungen und Mieteinnahmen, die jedoch mit höheren Anfangsinvestitionen und einem gewissen Marktrisiko verbunden sind. Immobilienfonds hingegen bündeln das Geld vieler Anlegerinnen und Anleger, um in verschiedene Immobilienprojekte zu investieren. Dadurch verteilt sich das Risiko auf mehrere Objekte.
Aktiv gemanagte Fonds (Fonds) beziehungsweise ETFs: Fonds und ETFs (Exchange Traded Funds) sind Investmentprodukte, mit denen in eine Vielzahl von Unternehmen oder Vermögenswerte investiert werden kann. Sie bieten den Vorteil der Diversifikation, da das Risiko auf mehrere Unternehmen oder Sektoren verteilt wird, anstatt auf einen einzelnen Aktientitel. Fonds werden in der Regel aktiv gemanagt, was bedeutet, dass ein Fondsmanagement entscheidet, in welche Aktien oder Wertpapiere investiert wird. Daher ist die Verwaltungsgebühr für aktiv gemanagte Fonds in der Regel höher als bei ETFs, die die Wertentwicklung eines Index automatisch nachbilden, wodurch ein Fondsmanagement entfällt.
Möchten Sie Ihr Risiko individueller steuern, bietet Raisin Ihnen eine digitale Vermögensverwaltung mit fünf vorab zusammengestellten ETF-Portfolios. Diese sind jeweils auf unterschiedliche Risikoprofile abgestimmt und unterscheiden sich in Zusammensetzung und Risikoniveau. Je nach persönlicher Risikobereitschaft können Sie die für Sie passende Strategie auswählen und profitieren dabei von einer breiten Diversifikation und einem effizienten Marktzugang.

Die Portfolios der digitalen Vermögensverwaltung investieren Ihr Vermögen breit gestreut. Das heißt für Sie, dass Sie mit nur einem Portfolio von den globalen Aktien- und Anleihenmärkten profitieren.
Dabei folgt unser Anlageteam einer Strategie, in die 50 Jahre führender Finanzforschung eingeflossen sind.
Mit Raisin können Sie bequem auf Tagesgeld- und Festgeldangebote von Banken aus Deutschland und dem europäischen Ausland zugreifen und dabei von attraktiven Zinsen profitieren. Alle über Raisin abgeschlossenen Tagesgeld- und Festgeldanlagen sind inklusive der aufgelaufenen Zinsen bis zu 100.000 € pro Person und Bank durch die gesetzliche Einlagensicherung des jeweiligen Landes der Partnerbank abgesichert. Der Ablauf ist einfach und übersichtlich:

Um ein Angebot abzuschließen, registrieren Sie sich einmalig bei Raisin. Nach einer Identifizierung per PostIdent oder VideoIdent wird automatisch ein Verrechnungskonto eröffnet. Dieses Konto dient als Schnittstelle für alle Ihre Anlagen. So haben Sie mit einer einzigen Anmeldung Zugriff auf eine Vielzahl von Spareinlagen im EU-Ausland.

Im Tagesgeld- und Festgeldvergleich wählen Sie die gewünschte Anlagesumme und bei Festgeld die passende Laufzeit. Die verfügbaren Angebote unserer Partnerbanken werden übersichtlich dargestellt, inklusive Zinssätzen und den zu erwartenden Erträgen.

Sobald Sie Ihr bevorzugtes Angebot ausgewählt haben, überweisen Sie die gewünschte Anlagesumme auf das Verrechnungskonto. Den Rest der Abwicklung übernimmt Raisin für Sie.
Risikohinweis: Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Alle ausführlichen Informationen können Sie unter Risikohinweise nachlesen.
© 2026 Raisin SE, Berlin