Passive Exchange Traded Funds sind börsengehandelte Indexfonds, die die Wertentwicklung eines bestehenden Index, wie des DAX oder des MSCI World, nachbilden, statt von einem Fondsmanagement aktiv gemanagt zu werden.
ETFs versuchen, eine ähnlich hohe Rendite wie der abgebildete Index zu erwirtschaften. Das ist anders als bei aktiv gemanagten Fonds, bei denen das Fondsmanagement versucht, einen Markt zu übertreffen. Da ETFs kein Fondsmanagement haben, sind sie deutlich kosteneffizienter.
Die Kosten von ETFs umfassen alle Positionen, die in der Total Expense Ratio – kurz „TER“ – enthalten sind. Es können weitere Gebühren, wie Transaktionskosten hinzukommen, die beim Handel der Wertpapiere entstehen und so Auswirkungen auf die Rendite von ETFs haben.
Die Rendite ist der Ertrag beziehungsweise Gewinn nach Kosten, der beispielsweise mit ETFs pro Jahr oder im kompletten Investitionszeitraum erzielt werden kann. Üblicherweise stellen Anbieter die Rendite für die Anlage prozentual dar. Bei Wertminderungen spricht man von einer Negativrendite.
Die Rendite eines Investments kann sich aus positiver Wertentwicklung von Wertpapieren, Dividenden, Zinsen und anderen Einnahmen zusammensetzen. Die einzelnen Renditequellen wirken sich wiederum auf den Kurs des ETFs aus, der für Anleger am Ende relevant ist.
Breit gestreute Weltportfolios haben über die letzten Jahrzehnte eine durchschnittliche jährliche Rendite von etwa 7 % bis 9 % erzielt. Dieser Wert dient als Orientierungspunkt, ist jedoch keine garantierte Konstante, sondern das Ergebnis aus langfristigen Marktzyklen.
Die tatsächliche Wertentwicklung eines Portfolios wird maßgeblich durch die Marktrendite des zugrunde liegenden Index bestimmt. Dabei ist es entscheidend, die Volatilität als natürlichen Bestandteil der Rendite zu sehen. Renditen fließen nicht linear; auf Jahre mit zweistelligen Zuwächsen können Phasen der Konsolidierung folgen. Für den langfristigen Erfolg ist daher nicht der richtige Zeitpunkt des Einstiegs entscheidend, sondern die Zeit, die das Kapital im Markt verbringt. Erst über einen Anlagehorizont von zehn bis fünfzehn Jahren glätten sich kurzfristige Schwankungen, und der Zinseszinseffekt kann wirken.
Hinweis: Frühere Wertentwicklung, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Berechnen Sie Ihre erwarteten Erträge über verschiedene Zeiträume. Die prognostizierte Wertentwicklung liegt mit einer geschätzten Wahrscheinlichkeit von 90 % innerhalb des schattierten Bereichs.
Für die ausgewählten Parameter sind aktuell keine Daten verfügbar. Bitte versuchen Sie eine andere Kombination.
Frühere Wertentwicklung, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftigen Wertentwicklung.
Bitte beachten Sie unsere Risikohinweise.
Das folgende Beispiel zeigt, wie Anleger die Rendite vom Kauf bis zum Verkauf der ETFs berechnen können. Angenommen, ein Anleger kauft 20 Anteile an einem ETF. Ein Anteil kostet 50 €. Es wird somit eine Summe von 1.000 € investiert.
Der ETF entwickelt sich über das erste Jahr bereits positiv, beispielsweise, da die Unternehmen im Index (zum Beispiel MSCI World) überwiegend Gewinne erzielen. Die Aktienkurse der Unternehmen steigen und somit ebenfalls der Kurs der ETF-Anteile. Der Anleger verkauft die ETF-Anteile nach einem Jahr wieder und erhält nun 60 € pro Anteil.
Dementsprechend hat er (vor Kosten) eine Rendite in Höhe von 20 x 10 € = 200 € für sein Investment erzielt. Angenommen, die Kosten betragen 0,57 % p. a. der Anlagesumme. Abzüglich der Kosten sinkt die Rendite um 5,90 € auf 194,10 € ab und der Anleger bekommt 1.194,10 € ausbezahlt.
Die Formel lautet: (Gewinn durch investiertes Kapital) * 100 = Rendite in Prozent
Für das Beispiel bedeutet dies: (194,10 € durch 1.000 €) * 100 = 19,41 %
Somit umfasst die Rendite der Geldanlage im Beispiel 19,41 %. Bei teureren Anbietern würde die Rendite aufgrund der höheren Kosten entsprechend geringer ausfallen.
Hinweis: Es gilt zu beachten, dass es sich hierbei um ein Beispiel handelt. Es illustriert, wie sich die Rendite eines Anlegers bei einer Investition zusammensetzen kann und wie sie berechnet wird. Zahlen und Wertentwicklung sind fiktiv ohne direkten Bezug zu realen Wertentwicklungen. Wie viel Rendite mit ETFs genau erzielt werden kann, hängt von schwankenden Kursen ab, sodass eine konkrete Prognose für die Zukunft schwer festzulegen ist.
Anleger können ihre Strategie an die Marktentwicklung anpassen und Chancen gezielt nutzen. So kann beispielsweise die Anlagestrategie so adaptiert werden, dass höhere Renditechancen möglich sind. Dazu können unter anderem die Kosten verschiedener Anbieter miteinander verglichen werden. Der Wechsel zu einem kostengünstigeren Depot mit niedrigeren Orderkosten oder Depotführungsgebühren kann dazu beitragen, dass ein größerer Teil der Rendite erhalten bleibt. Zudem kann die Wahl eines ETFs mit einer niedrigen Gesamtkostenquote (TER) langfristig einen Unterschied machen.
Eine Haltedauer von mehreren Jahren beziehungsweise die regelmäßige Investition in einen ETF-Sparplan kann gleichzeitig dazu beitragen, Kursschwankungen auszugleichen und vom Zinseszinseffekt zu profitieren. Die breite Diversifikation verringert zudem das Risiko und kann die Ertragschancen verbessern. Diversifikation beschreibt die Streuung über verschiedene Anlageklassen sowie innerhalb eines Segments, beispielsweise durch einen weltweit investierenden Aktien-ETF.
Melden Sie sich kostenlos an und bleiben Sie bestens informiert! Erhalten Sie regelmäßig exklusive Angebote und fundierte Finanznews, um Ihre Geldanlage noch erfolgreicher zu gestalten.
Das erwartet Sie:
Starten Sie jetzt und machen Sie mehr aus Ihrem Geld!
ETFs haben eine Total Expense Ratio, kurz TER, auszuweisen. Dabei handelt es sich um die Gesamtkostenquote pro Jahr. Sie fasst alle Positionen zusammen, die Kosten verursachen und somit die Rendite der ETFs mindern. Unvorhersehbare Positionen – wie beispielsweise die Transaktionskosten durch den Handel der Wertpapiere – bleiben in der TER unbeachtet. Die TER hat zum Ziel, maximale Transparenz für bevorstehende Investitionen zu schaffen und enthält unter anderem:
Vertriebskosten
Gegebenenfalls Depotkosten
Personalkosten
Softwarekosten
Neben den Kosten ist zudem zu berücksichtigen, dass Steuern auf ETFs die Rendite minimieren können. Gewinne aus Geldanlagen, wie ETFs, unterliegen der Abgeltungssteuer in Höhe von 25,00 %, zuzüglich Solidaritätszuschlag sowie gegebenenfalls Kirchensteuer. Die Steuer wird direkt beim Depot abgeführt. Anleger haben die Möglichkeit, einen Freistellungsauftrag zu erteilen. Durch diesen ist jährlich ein Freibetrag von bis zu 1.000 € pro Person und 2.000 € für Ehegatten und eingetragene Lebenspartner steuerfrei (Stand: 2026).
Beim langfristigen Vermögensaufbau ist die Brutto-Wertentwicklung eines Portfolios maßgeblich und die tatsächliche Rendite nach Abzug aller steuerlichen Verpflichtungen. In Deutschland unterliegen Kapitalerträge aus ETFs der Abgeltungssteuer in Höhe von 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Durch spezifische steuerliche Regelungen lässt sich diese Belastung jedoch systematisch reduzieren. Ein zentrales Instrument ist hierbei die Teilfreistellung: Bei Aktien-ETFs mit einer Quote von mindestens 51 % bleiben 30 % der Erträge steuerfrei, um eine steuerliche Doppelbelastung auf Fondsebene auszugleichen.
Zusätzlich lässt sich die Steuerlast durch den Sparerpauschbetrag mindern, der es ermöglicht, jährlich Gewinne bis zu 1.000 € (bzw. 2.000 € bei Zusammenveranlagung) steuerfrei zu vereinnahmen. Zu berücksichtigen bleibt die Vorabpauschale, die bei thesaurierenden Fonds während der Haltedauer eine geringe Vorauszahlung auf zukünftige Kursgewinne darstellt, sofern das Zinsniveau positiv ist. Diese Vorauszahlung wird beim späteren Verkauf vollständig angerechnet, sodass die Steuerlast insgesamt nicht steigt, sondern lediglich zeitlich vorgezogen wird. Durch die Kombination aus niedrigen Produktkosten und diesen steuerlichen Rahmenbedingungen bleibt die Anlage in ETFs eine effiziente Methoden, um den Zinseszinseffekt für den Kapitalerhalt und den Vermögenszuwachs zu nutzen.
Bereits ab einer Sparrate von 25 € monatlich kann mit dem Vermögensaufbau begonnen werden. Mit der digitalen Vermögensverwaltung von Raisin erhalten Anleger genau die Anlagestrategie, die zu ihrer Risikobereitschaft und den persönlichen Anlagezielen passt. Dabei gilt: Je höher das Risiko, desto größere Chancen auf attraktive Renditen für ETFs bestehen.

Die Portfolios der digitalen Vermögensverwaltung investieren Ihr Vermögen breit gestreut. Das heißt für Sie, dass Sie mit nur einem Portfolio von den globalen Aktien- und Anleihenmärkten profitieren.
Dabei folgt unser Anlageteam einer Strategie, in die 50 Jahre führender Finanzforschung eingeflossen sind.
Aktive Investmentfonds und Indexfonds – wie passive ETFs – können sich in ihrer Rendite unterscheiden. Denn sie verfolgen unterschiedliche Anlagestrategien.
Indizes sind lediglich eine Benchmark, an der sie sich messen lassen | Bilden die Wertentwicklung eines bestehenden Index, zum Beispiel des DAX oder des MSCI World, nach (= Replikation) |
Das Fondsmanagement versucht aktiv, den Markt zu übertreffen, um maximale Rendite zu erwirtschaften | Automatisierte, passive Nachbildung des Index ohne Fondsmanagement |
Die Arbeit dieses Fondsmanagements ruft hohe Kosten hervor (durchschnittlich 2,26 % p. a.) | Durch die passive Anlagestrategie fallen weniger Kosten an, durchschnittlich 0,75 % |
Bei einer durchschnittlichen Rendite von 5 % und durchschnittlichen Kosten von 2,26 % würden am Ende 2,74 % der Rendite übrig bleiben | Bei einer durchschnittlichen Rendite von 5 % und durchschnittlichen Kosten von 0,75 % würden am Ende 4,25 % der Rendite übrig bleiben |
Damit Anleger höhere Gewinne mit aktiven Fonds als mit passiven ETFs erzielen, hat das Fondsmanagement deutlich höhere Renditen zu erzielen als ETFs | Sind die Renditen von aktiven Fonds und passiven ETFs vergleichbar, bleibt Anlegern durch die geringeren Kosten am Ende mehr von der Rendite übrig |
Zwar kann es hinsichtlich der auf Seiten des ETFs entstehenden Kosten zu Differenzen zwischen der Rendite des Index und der Rendite des ETFs kommen (Tracking-Differenz). Diese Differenzen sind jedoch meist niedrig, sodass ETFs weiterhin als renditestark gelten. Dennoch sind wie bei allen Anlagen am Kapitalmarkt Risiken durch Kursschwankungen zu berücksichtigen.
Es ist das Ziel eines ETFs, an seinen Index heranzukommen. Deshalb existieren beispielsweise die verschiedenen Replikationsmethoden. Wenn durch die Größe des Index etwa zu hohe Transaktionskosten zu erwarten sind, bilden ETFs ihren Index nicht 1:1 nach. ETFs nutzen dann entweder die synthetische Replikation oder sie sampeln ihren Index. Sampeln heißt, dass sie lediglich die Wertpapiere aufnehmen, die sich wesentlich auf die Rendite des Index auswirken. Andere Titel, die für die Rendite des Index eine untergeordnete Rolle spielen, lassen sie aus.
Risikohinweis: Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Alle ausführlichen Informationen können Sie unter Risikohinweise nachlesen.
© 2026 Raisin SE, Berlin