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Zuletzt aktualisiert: 1. Juni 2026

Tagesgeldkonto kündigen: Fristen & Checkliste 2026

Ein Tagesgeldkonto kann jederzeit und ohne Angabe von Gründen gekündigt werden, da es keine gesetzliche Kündigungsfrist gibt. In diesem Beitrag wird erklärt, wie man in wenigen Schritten ein Konto auflöst und von attraktiven Zinsen am Tagesgeldmarkt profitieren kann

Mögliche Alternativen zum bisherigen Tagesgeld

Das Wichtigste in Kürze

  • Kündigungsfrist: Tagesgeld hat keine Kündigungsfrist und ist außerdem an keine Laufzeiten gebunden.

  • Form: Die Kündigung erfolgt meist schriftlich oder per Online-Banking (Postfach). Ein formelles Kündigungsschreiben kann erforderlich sein. Wichtig sind dabei folgende Angaben: Name, Kontodaten sowie der Kündigungstermin.

  • Guthaben: Nach der Kontoschließung erfolgen die Zinsgutschrift und die Überweisung des Saldos auf das hinterlegte Referenzkonto.

Schritt-für-Schritt: So löst man ein Tagesgeldkonto auf

Die Kündigung eines Tagesgeldkontos ist einfach. Um ein ein Tagesgeldkonto zu kündigen, gilt es die folgenden Punkte zu beachten: 

  1. Kündigungsweg wählen: Zuerst prüft man, ob die Hausbank ein Online-Kündigungsformular anbietet oder ob ein klassisches Kündigungsschreiben verlangt wird.

  2. Kündigungsschreiben in schriftlicher Form: Für ein Kündigungsschreiben können Vorlagen der entsprechenden Bank verwendet werden. Alternativ können Sparerinnen und Sparer selbst ein formelles Schreiben zur Kündigung aufsetzen.

  3. Vollständigkeit der Angaben: Auf dem Schreiben sind der vollständige Name, die Anschrift und die Kontonummer des Tagesgeldkontos, das aufgelöst werden soll, anzugeben.

  4. Referenzkonto angeben: Anlegerinnen und Anleger geben an dieser Stelle das Zielkonto für die finale Auszahlung von Kapital und Zinsen an.

  5. Handschriftliche Unterschrift notwendig: Wurde das Tagesgeldkonto vor dem 1. Oktober 2016 eröffnet, kann eine Kündigung mit handschriftlicher Unterschrift erforderlich sein, wenn die damaligen Vertragsbedingungen dies ausdrücklich vorschreiben.

  6. Tagesgeldkonto per Einschreiben kündigen: Es kann sinnvoll sein, das Tagesgeldkonto per Einschreiben zu kündigen. Für den Nachweis der Kündigung im Streitfall können Sparerinnen und Sparer den Beleg zusammen mit einer Kopie des Kündigungsschreibens aufbewahren.

  7. Bestätigung der Bank & Auszahlung: Nach Eingang des Kündigungsschreibens wird die Kündigung von der Bank schriftlich bestätigt und die Auszahlung auf das angegebene Referenzkonto veranlasst.

Für Verträge, die ab dem 1. Oktober 2016 abgeschlossen wurden, reicht die Textform, also E-Mail oder Online-Banking, gesetzlich aus. Um das Konto schnell und erfolgreich zu schließen, empfiehlt sich eine frühzeitige Information über die notwendigen Schritte.

So lösen Sie Ihr Tagesgeldkonto bei Raisin auf

Wenn Sie ein über Raisin vermitteltes Tagesgeldkonto kündigen möchten, erledigen Sie dies bequem und mit wenigen Klicks direkt in Ihrem Online-Banking. Sowohl die Führung als auch die Schließung des Kontos sind für Sie kostenlos.

  1. Loggen Sie sich in Ihr Raisin-Onlinebanking ein.

  2. Gehen Sie zu „Meine Anlagen“ → „Tagesgeld“.

  3. Öffnen Sie die Details der entsprechenden Anlage.

  4. Im Bereich „Verfügbarkeit“ finden Sie den Button „Kündigen“.

Gut zu wissen: Bitte beachten Sie, dass die Schaltfläche für die Kündigung nicht angezeigt wird, solange noch Ein- oder Auszahlungen verarbeitet werden. Sobald alle Buchungen vollständig abgeschlossen sind, ist die Funktion für Sie sichtbar. Ausführliche Informationen und Details zu diesem Thema haben wir auf unserer Informationsseite Wie kann ich mein Tagesgeldkonto kündigen? für Sie zusammengefasst.

Kündigungsschreiben: Welche Angaben sind erforderlich, um ein Tagesgeldkonto aufzulösen?

Wenn eine schriftliche Kündigung einzureichen ist, bieten viele Banken ein bereits vorbereitetes Kündigungsschreiben an, um Sparerinnen und Sparern die Kündigung zu erleichtern. 

Dabei sind diese Angaben notwendig: 

  • Vollständiger Name

  • Komplette Anschrift

  • Kundennummer

  • Nummer des Tagesgeldkontos

  • Kontonummer eines Referenzkontos (zum Beispiel Girokonto)

  • Handschriftliche Unterschrift

Einige Anlegerinnen und Anleger weisen die Bank im Kündigungsschreiben darauf hin, persönliche Daten gemäß den Datenschutzbestimmungen zu löschen. Kreditinstitute halten diese gesetzlichen Aufbewahrungs- und Löschfristen in der Regel eigenständig ein.

Da das Tagesgeldkonto generell keiner Kündigungsfrist unterliegt, können Personen, die kündigen möchten, auf ein Kündigungsdatum verzichten. Ein Kündigungsgrund ist ebenfalls nicht notwendig.

Kann man ein Tagesgeldkonto jederzeit kündigen?

In aller Regel kann ein Tagesgeldkonto jederzeit gekündigt werden. Bietet eine andere Bank ein attraktives Angebot für Tagesgeld an, können Sparerinnen und Sparer das Konto direkt wechseln, da es nicht an eine Laufzeit gebunden ist.

Mit Raisin erhalten Sie flexiblen Zugang zu passenden Tagesgeldangeboten von Partnerbanken aus ganz Europa. Nach einer einmaligen, kostenlosen Registrierung wählen Sie das für Sie passende Angebot aus und profitieren von attraktiven Zinsen bei einem einfachen Wechsel. Dabei ist Ihr Sparguthaben über die gesetzliche Einlagensicherung des jeweiligen Partnerlandes bis zu 100.000 € pro Bank und Anlegerin oder Anleger geschützt.

Wie lange dauert es, bis die Kündigung wirksam ist?

Die Dauer der Kontoauflösung hängt maßgeblich vom gewählten Kommunikationsweg und der Bearbeitungszeit des jeweiligen Kreditinstituts ab. In der Regel ist mit folgendem Zeitrahmen zu rechnen: 

  • Online-Kündigung: Nutzt man ein internes Web-Formular im Online-Banking, wird die Kündigung oft unmittelbar im System vermerkt. Die Abwicklung und Auszahlung erfolgen meist innerhalb von 24 bis 48 Stunden.

  • Postalischer Weg: Hier gilt es, die Postlaufzeit (etwa ein bis zwei Werktage) sowie die manuelle Bearbeitungszeit der Bank (rund zwei bis drei Werktage) einzuplanen. 

  • Bankarbeitstage: Zu beachten ist außerdem, dass Überweisungen und Kontoschließungen nur an Bankarbeitstagen (Montag bis Freitag, außer an Feiertagen) bearbeitet werden. Erfolgt die Kündigung an einem Freitagabend, startet der Prozess also erst am darauffolgenden Montag.

Insgesamt ist die Kündigung rechtlich mit dem Zugang bei der Bank wirksam. Die technische Umsetzung inklusive der finalen Zinsberechnung nimmt jedoch meist drei bis fünf Werktage in Anspruch, bis das Geld auf Ihrem Referenzkonto eintrifft.

Was passiert mit dem Freistellungsauftrag, wenn man das Tagesgeldkonto kündigt?

Es ist sinnvoll, gleichzeitig mit der Kündigung des Tagesgeldkontos auch den erteilten Freistellungsauftrag zu löschen. Dadurch wird es einfacher, einen Überblick über den bereits ausgeschöpften Sparerpauschbetrag zu behalten. 

Bei diesem Pauschbetrag handelt es sich um einen jährlichen Freibetrag in Höhe von 1.000 € und für gemeinsam Veranlagte von 2.000 € (Stand: 2026). Bis zu dieser Summe sind die Zinserträge steuerfrei. Richtet man einen Freistellungsauftrag ein, besteht keine automatische Abführung der Steuer. Den Freibetrag können Sparerinnen und Sparer einfach auf das neue Tagesgeldkonto oder ein anderes Konto übertragen.

Wann erhält man nach der Schließung des Tagesgeldkontos die Steuerbescheinigung?

Nach der Schließung eines Tagesgeldkontos stellt die Bank automatisch eine Steuerbescheinigung über die im laufenden Kalenderjahr gutgeschriebenen Zinsen aus. Sie dient als Nachweis für die Einkommensteuererklärung. Folgende Punkte sind zu beachten:

  • Kontoauflösung während des Jahres: Die Bescheinigung wird in der Regel direkt nach der finalen Zinsabrechnung ausgestellt. Die Erstellung zum 31. Dezember des jeweiligen Jahres entfällt damit.

  • Freistellungsauftrag vollständig ausgeschöpft: Wurde der Sparerpauschbetrag überschritten, hat die Bank die Kapitalertragsteuer bereits automatisch abgeführt. Die Steuerbescheinigung dient als Nachweis gegenüber dem Finanzamt.

  • Freistellungsauftrag nicht eingerichtet: In diesem Fall wurden alle Zinserträge versteuert. Eine Rückerstattung ist über die Steuererklärung möglich, sofern der Gesamtbetrag der Kapitalerträge unterhalb des Sparerpauschbetrags liegt.

Welche Optionen bestehen nach der Kündigung des Tagesgeldkontos?

Sobald die Kündigung wirksam und das Guthaben auf dem Referenzkonto eingegangen ist, stellt sich die Frage nach der optimalen Reinvestition. Der Tagesgeldmarkt 2026 bietet hierfür verschiedene attraktive Wege.

Auszahlung der Einlagen auf ein Referenzkonto

Sobald die Kündigung des Tagesgeldkontos rechtskräftig ist, wird der Anlagebetrag zusammen mit den Zinsen auf das angegebene Konto überwiesen. Bevor das Guthaben ausgezahlt wird, bestätigt die Bank die Kündigung sowie die Auszahlung schriftlich. Bis die Bank die Auszahlung veranlasst, kann es unter Umständen einige Geschäftstage dauern. In dieser Zeit können Anlegerinnen und Anleger bereits Zinsen auf einem anderen Tagesgeldkonto erwirtschaften. Daher kann es sich lohnen, den Betrag vom Anlagekonto selbst auf ein Raisin-Konto zu überweisen und sich nach einem Tagegeld mit attraktiveren Zinsen umzusehen. 

Erneute Anlage als flexibles Tagesgeld

Ist das Tagesgeldkonto gekündigt und der Betrag auf dem Referenzkonto eingegangen, können Sparerinnen und Sparer das Geld samt Zinsen für eine geplante Anschaffung ausgeben oder erneut als flexibles Tagesgeld zu attraktiveren Zinsen anlegen.

Festgeld als renditestarke Alternative

Für Sparerinnen und Sparer, die ihr Geld dagegen über einen längeren Zeitraum (zum Beispiel 6, 12 oder 24 Monate) anlegen möchten, kann Festgeld eine Option sein. Hier sichert man sich einen festen Zinssatz über die gesamte Laufzeit und schützt sich so vor sinkenden Zinsen am variablen Tagesgeldmarkt.

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Für die Geldanlage in Festgeld oder Tagesgeld lassen sich bei Banken im EU-Ausland häufig höhere Zinsen erzielen als bei deutschen Hausbanken. Raisin ermöglicht Ihnen einen kostenlosen Zugang zu zahlreichen Tages- und Festgeldern. Sowohl in Deutschland als auch im europäischen Ausland unterliegen Tagesgeld- und Festgeldanlagen der gesetzlichen Einlagensicherung des jeweiligen Landes, die Geldanlagen bis zu 100.000 € pro Anlegerin beziehungsweise Anleger und Bank absichert.

Ein Mann auf einer Holzbank vor einem Haus. Im Vordergrund eine blaue Box mit dem Text ‚3,00 % p. a. für 3 Monate, nur für Neukundinnen und Neukunden‘. Oben links ist das Siegel ‚Finanz-Award 2026 – Bestes Tagesgeld‘ zu sehen.

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Welche Gründe gibt es, ein Tagesgeldkonto zu kündigen?

Es kann verschiedene Gründe geben, ein Tagesgeldkonto zu kündigen beziehungsweise es zu wechseln. Sparerinnen und Sparer möchten beispielsweise einen Kontowechsel zu einer anderen Bank vornehmen, um von höheren Zinsen zu profitieren. Ein weiterer Grund kann sein, dass die gesamte Summe oder nur ein Teil des angelegten Tagesgeldes für eine private Anschaffung verwendet werden soll.

Fristen und Gebühren am Tagesgeldmarkt

Ein wesentliches Merkmal des Tagesgeldmarktes ist die hohe Flexibilität. Da das Geld für eine unbestimmte Laufzeit angelegt wird, können Sparerinnen und Sparer jederzeit über ihre Einlagen verfügen. Es gibt keine Kündigungsfristen.

Hinsichtlich der Kosten erweist sich der Tagesgeldmarkt als äußerst verbraucherfreundlich, da für die Eröffnung und Führung des Kontos im Regelfall keine Gebühren anfallen. Auch reguläre Ein- und Auszahlungen auf das hinterlegte Referenzkonto sind üblicherweise kostenfrei. Anlegerinnen und Anleger sollten vor dem Abschluss lediglich prüfen, ob die genutzte Hausbank eventuell eigene Gebühren für Buchungen auf dem verknüpften Girokonto erhebt. Bei Raisin ist die Nutzung der Plattform sowie die Verwaltung der Tagesgeldangebote für Sie kostenfrei.

Hinweis zu Zinsgarantien: Man sollte darauf achten, ob bei Angeboten mit Zinsgarantie eine Kündigung vor Ablauf der Garantiezeit Auswirkungen auf den Zinssatz hat. In der Regel bleibt der Zinsanspruch bis zum Tag der Schließung bestehen.

Zinshopping bei Raisin: Tagesgeldkonto wechseln ohne Kündigung

Da die Banken die Tagesgeldzinsen variabel senken oder anheben können, kann sich ein täglicher Vergleich der Tagesgeldzinsen lohnen. Haben Sie ein Tagesgeld mit höherer Verzinsung gefunden, können Sie das Konto einfach wechseln. Das sogenannte Zinshopping war früher mit sehr großem Aufwand verbunden, da man für jede Kontoeröffnung persönlich vor Ort erscheinen oder sich jedes Mal neu legitimieren musste.

Mit Raisin können Sie schon nach wenigen Schritten von besseren Konditionen profitieren. Über eine Legitimierung erhalten Sparerinnen und Sparer einen dauerhaften Zugang zu zahlreichen Tagesgeldern in Europa. 

Und so geht’s:

  1. Geld auszahlen lassen: In Ihrem Onlinebanking können Sie Ihr Geld einfach vom Tagesgeldkonto auf Ihr Raisin-Konto überweisen.

  2. Neues Angebot auswählen: Suchen Sie sich unter „Angebote“ das für Sie passende Tagesgeld aus und wählen Sie den Betrag aus, den Sie zuvor auf Ihr Konto überwiesen haben.

  3. Bestätigung erhalten: Sie erhalten einen Hinweis, dass die Anlage erst abgeschlossen werden kann, wenn Ihr Raisin-Konto ein ausreichend hohes Guthaben aufweist. Sobald das Geld eingegangen ist, wird der Betrag bereits nach wenigen Tagen von Ihrem Raisin-Konto automatisch auf das der Partnerbank überwiesen. 

Sollten Sie noch über kein Tagesgeldkonto bei Raisin verfügen, ist lediglich eine einmalige Registrierung erforderlich. Diese ist kostenlos. Nach einer Legitimierung per PostIdent oder VideoIdent können Sparerinnen und Sparer das passende Angebot auswählen und im Anschluss ein oder mehrere Tagesgeldkonten besparen.

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Häufige Fragen und Antworten zum Thema Tagesgeldkonto kündigen

Die Überweisung auf das hinterlegte Referenzkonto nimmt in der Regel zwei bis fünf Werktage in Anspruch. Dieser Zeitraum setzt sich aus der bankinternen Bearbeitungszeit der Kündigung, der finalen Zinsabrechnung (Zinskapitalisierung) und der eigentlichen Transaktionsdauer im SEPA-Raum zusammen. Zu beachten ist außerdem, dass an Wochenenden und Feiertagen keine Buchungen durchgeführt werden.

Technisch gesehen nein. Eine „Kündigung“ bezieht sich im Bankwesen immer auf das gesamte Vertragsverhältnis und führt zur endgültigen Kontoschließung. Wenn man lediglich einen Teilbetrag des Kapitals benötigt, ist keine Kündigung erforderlich. Man überweist Sie den gewünschten Betrag stattdessen einfach vom Tagesgeldkonto auf das Referenzkonto. Das Konto bleibt dann mit dem Restguthaben bestehen und wird weiterhin verzinst.

Nein, die Angabe eines Kündigungsgrundes ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Da Tagesgeldkonten keine Mindestlaufzeit haben, kann man den Vertrag jederzeit grundlos beenden. Gelegentlich fragen Banken im Rahmen des Qualitätsmanagements nach den Gründen für den Wechsel. Die Beantwortung solcher Fragen ist jedoch vollkommen freiwillig und hat keinen Einfluss auf die Wirksamkeit der Kündigung.